„Langsam fühlt sich das Leben wieder leicht an.“

Tagesnotiz vom 26.05.2026

Die letzten vier Tage waren für mich irgendwie etwas Besonderes.
Nicht wegen großer Ereignisse. Nicht wegen riesiger Erfolge. Sondern weil ich einfach viel draußen war, das schöne Wetter genießen konnte und mir erlaubt habe, mal wieder bewusst kleine schöne Momente wahrzunehmen.

Es war ein wirklich schönes Pfingstwochenende.
Ich habe viel frische Luft gehabt, leckeres Essen genossen, schöne Gespräche geführt und gemerkt, wie gut es mir eigentlich tut, einfach mal wieder ein bisschen mehr am Leben teilzunehmen — ohne ständig nur funktionieren zu müssen.

Und ehrlich? Genau das habe ich lange gebraucht.
Nach den letzten schweren Monaten fühlt sich selbst so etwas Einfaches wie Sonne im Gesicht, draußen sitzen oder entspannt essen gehen plötzlich wieder wertvoll an.

Heute Vormittag habe ich mich erstmal noch etwas ausgeruht, weil ich letzte Nacht irgendwie kaum schlafen konnte. Manchmal merkt man erst in ruhigen Momenten, wie viel Gedanken und Emotionen eigentlich noch in einem arbeiten.
Aber ich versuche inzwischen auch, mir diese Ruhe wirklich zu erlauben. Nicht immer stark sein zu müssen. Nicht immer sofort weitermachen zu müssen.

Ab dem Nachmittag habe ich dann trotzdem noch einiges für meinen Verein AssistenzGestalten e.V. erledigt. Und ich merke immer mehr: Langsam kommt wieder Struktur in mein Leben. Nicht perfekt. Aber Schritt für Schritt.
Außerdem hatte ich heute Krankengymnastik, war einkaufen und noch etwas spazieren. Und während ich draußen unterwegs war, hatte ich plötzlich kurz dieses Gefühl von: „Ja… vielleicht wird langsam wirklich wieder alles etwas leichter.“
Nicht weil plötzlich alle Probleme weg sind. Sondern weil ich wieder anfange, zwischendurch zu leben — und nicht nur zu kämpfen.

Und vielleicht ist genau das gerade mein größter Fortschritt.

Alles Liebe
Ilka 🌿

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