🗓️ Tagesnotiz – 18.05.2026
Heute möchte ich endlich ehrlich erzählen, warum es in den letzten Monaten so still um mich geworden war.
Die Wahrheit ist:
Ich war lange krank. Und gleichzeitig brach in meiner Assistenz fast alles zusammen.
Strukturen, auf die ich mich verlassen hatte, funktionierten plötzlich nicht mehr. Menschen gingen, Situationen eskalierten, Entscheidungen mussten getroffen werden – oft schneller, als mein Herz überhaupt hinterherkam.
Und während außen alles wackelte, musste ich innerlich irgendwie stabil bleiben.
Ich musste mich neu sortieren. Mein Leben neu organisieren. Mich selbst neu zusammensetzen.
Es waren Monate voller Gespräche.
Monate voller Konflikte, Tränen, Unsicherheiten und harter Entscheidungen.
Innere Kämpfe. Äußere Kämpfe.
Und ehrlich? Manche Tage haben mich fast gebrochen.
Ich musste lernen, Grenzen zu setzen.
Musste akzeptieren, dass ich nicht jeden retten kann.
Musste erkennen, dass Selbstfürsorge nichts Egoistisches ist, sondern überlebenswichtig.
Heute sitze ich hier und merke:
Ich habe mich durch diese Zeit durchgekämpft.
Ich habe inzwischen ein komplett neues Assistenzteam aufgebaut, neue Strukturen geschaffen, mehr Assistenzstunden organisiert und Stück für Stück wieder Stabilität in mein Leben gebracht.
Und ja – ich bin weiterhin im Persönlichen Budget.
Darauf bin ich stolz.
Nicht, weil alles perfekt lief. Sondern weil ich trotz allem nicht aufgegeben habe.
Und auch der Verein lebt weiter.
Die letzten Tage gab es wichtige Gespräche mit dem Notariat und dem Amtsgericht. Wir haben eine Fristverlängerung bekommen und arbeiten jetzt Schritt für Schritt daran, die Unterlagen fertigzustellen und den weiteren Weg vorzubereiten.
Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlt sich etwas wieder nach Zukunft an.
Vielleicht nicht leicht.
Vielleicht nicht sorgenfrei.
Aber möglich.
Und das Schönste ist eigentlich etwas ganz Einfaches:
✨ Ich bin wieder da.
Nicht die alte Version von mir.
Aber vielleicht eine stärkere. Eine ehrlichere. Eine, die gelernt hat, sich selbst nicht mehr zu verlieren.
Und jetzt geht die Reise weiter.
Langsam. Echt. Mit Narben. Aber voller Leben.
Alles Liebe
Ilka 🌿
