Tagesnotiz – 21.05.2026
Heute war ein etwas ruhigerer Tag.
Und ehrlich gesagt tat mir genau das gerade auch ganz gut.
Denn neben all den Gedanken, Gesprächen und Themen rund um Assistenz, Politik und Zukunft musste ich mich heute vor allem um einiges Privates kümmern.
In den letzten Monaten habe ich unglaublich viel in meinem Leben neu sortiert. Manches freiwillig. Manches gezwungenermaßen. Und einiges davon muss ich jetzt Schritt für Schritt noch zu Ende regeln.
Unter anderem musste ich heute weiter meinen Wechsel zu einem neuen Lohnbüro organisieren und vorbereiten. Und auch wenn viele gar nicht sehen, wie viel Kraft solche organisatorischen Dinge kosten — gerade im Arbeitgebermodell hängt an solchen Entscheidungen oft unglaublich viel Verantwortung dran.
Außerdem habe ich mir heute endlich ein neues Rezept für meine Krankengymnastik besorgt. Und ich glaube, kaum jemand kann nachvollziehen, wie erleichtert ich darüber bin, endlich wieder jemanden gefunden zu haben, der zu mir nach Hause kommt.
Gerade in den letzten Monaten habe ich gemerkt, wie wichtig gute Unterstützung und funktionierende Strukturen für mein Leben eigentlich wirklich sind.
Ich habe außerdem viele neue Hilfsmittel beantragt, einiges bewilligt bekommen und mich durch unglaublich viel Bürokratie gekämpft. Und ehrlich? Manchmal fühlt sich genau das schon wie ein Vollzeitjob an.
Aber ich merke heute auch: Viele dieser Dinge waren dringend notwendig.
Nicht nur organisatorisch. Sondern damit mein Leben weiterhin wirklich mein Leben bleibt.
Damit ich meinen Weg weitergehen kann. Selbstbestimmt. Mit Würde. Und mit der Möglichkeit, trotz allem weiter nach vorne zu schauen.
Ich weiß, dass mein Neustart und manche meiner Entscheidungen nicht jedem gefallen haben.
Und ja — einige Entscheidungen waren radikal. Vielleicht auch nicht immer für jeden nachvollziehbar.
Aber sie waren notwendig.
Denn irgendwann kommt der Punkt, an dem man entscheiden muss: Bleibt man in alten Strukturen, die einen langsam kaputt machen? Oder hat man den Mut, alles neu aufzubauen — selbst wenn man dabei Menschen verliert oder auf Unverständnis stößt?
Ich habe mich für den Neustart entschieden.
Nicht, weil es leicht war. Sondern weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich selbst dabei verloren hatte.
Und heute kann ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder sagen: Ich bin wieder ein kleines Stück mehr ich selbst.
Ich bin wieder da. Und ich gebe nicht auf.
Und vielleicht ist genau das inzwischen das Wichtigste: Nicht mehr ständig danach zu schauen, was andere denken. Sondern endlich wieder darauf zu achten, wie es mir eigentlich geht.
Und wisst ihr was? Ich finde… ich mache das gerade eigentlich ganz gut.
Alles Liebe
Ilka 🌿
