Ein Tag voller Worte, Gedanken und Haltung.

Ein Tag voller Worte, Gedanken und Haltung

Heute war so ein Tag, an dem ich viel geschrieben und organisiert habe – fast ausschließlich im Hintergrund, aber mit großer Wirkung für das, was wir mit AssistenzGestalten e.V. i.G. voranbringen wollen.

Ich habe mich um die Nachbereitung unseres Artikels „Persönliches Budget: Zwischen Selbstbestimmung und Systemversagen“ gekümmert – ihn an zahlreiche Redaktionen, Verbände und Organisationen geschickt, dokumentiert, wer ihn bereits bekommen hat. Auch unsere interne Vereinskommunikation habe ich aktualisiert, z. B. mit Infos zur gestrigen Vereinssitzung und Rückmeldungen von Unterstützer:innen.

Parallel habe ich mich intensiv mit der neuen Fachlichen Weisung des LAGeSo beschäftigt – sie wird viele Menschen in der Persönlichen Assistenz direkt betreffen. Ich habe mir nochmal angeschaut, was sie für uns bedeutet und wie wir uns als Verein dazu positionieren können – ruhig, aber klar.

Am Nachmittag dann: Vorbereitung auf die morgige Soli-Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus Berlin. Ich werde hingehen – weil es nicht reicht, nur zu schreiben. Manchmal muss man auch sichtbar werden.

Ein stiller, aber sehr konzentrierter Tag. Kein lauter Aktionismus, sondern beharrliche Arbeit für Sichtbarkeit, Teilhabe und Veränderung.

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Ein Tag für Gemeinschaft, Haltung und Prioritäten.

Heute war ein voller Tag – aber ein guter.
Schon am Vormittag stand einiges an: organisatorische Aufgaben, E-Mails, Netzwerkarbeit. Ich habe mich wieder intensiv mit dem Thema Refinanzierung der Tarifverträge im Arbeitgeber:innen-Modell beschäftigt – denn es geht hier nicht um „irgendetwas“, sondern um das Fundament, auf dem mein Alltag, mein Leben mit Assistenz aufgebaut ist.

Am Nachmittag fand dann unser Vereinstreffen bei mir zu Hause statt – das erste nach längerer Vorbereitung. Und es war richtig gut. Gemeinsam mit den anderen haben wir nicht nur Strukturen diskutiert, sondern auch gespürt, wie viel Energie und Herzblut in diesem Projekt steckt. Unser Verein soll keine klassische Hierarchie bekommen – sondern ein Organigramm in Kreisform, das für Augenhöhe, Mitgestaltung und Gemeinschaft steht. Wir wollen Teilhabe nicht nur fordern, sondern leben – auch in unseren eigenen Strukturen.

Ein großer Punkt war die Postkartenaktion zur Unterstützung der Refinanzierung des Tarifvertrags. Über 300 Unterschriften werden am Donnerstag dem Berliner Senat übergeben – ein wichtiges Signal. Unser Artikel „Zwischen Selbstbestimmung und Systemversagen“ ist fast fertig und soll helfen, diese Realität sichtbarer zu machen.

Am Abend war ich dann noch mit unserem 2. Vorsitzenden unterwegs – ein Getränk, ein ehrliches Gespräch, ein Stück Reflexion. Wir haben über die Kraft gesprochen, die unsere Arbeit entwickelt. Über die Verantwortung, die wir spüren. Und über die Hoffnung, die uns verbindet.

Was ich heute leider verschieben musste, war mein Termin mit der Schuldnerberatung. Denn ich werde am Donnerstag zur Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus gehen. Und das ist wichtig. Es geht nicht nur um Politik. Es geht um meine Lebensrealität. Es geht darum, ob ich auch morgen noch sagen kann: Ich habe Assistenz, ich kann mein Leben selbst gestalten.
Diese Entscheidung heute war schwer – aber sie war richtig.
Ich werde morgen direkt einen neuen Beratungstermin anfragen.

Am Ende des Tages bleibt ein gutes Gefühl.
Nicht, weil alles leicht war. Sondern weil ich das Gefühl hatte, Teil von etwas Echtem zu sein.
Etwas, das trägt.

– Ilka

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Zwischen Vorbereitung und Haltung.

Heute ist wieder einer dieser Tage, die langsam Fahrt aufnehmen – mit viel zu organisieren, aber auch mit Blick auf das, was größer ist als ich selbst.

Den Vormittag und Mittag habe ich genutzt, um an verschiedenen Aufgaben für AssistenzGestalten e.V. i.G. weiterzuarbeiten. Es ging um Netzwerkarbeit, interne Kommunikation und die organisatorische Vorbereitung für unser heutiges Vereinstreffen, das heute Abend bei mir zu Hause stattfindet. Ich freue mich darauf – denn wir wachsen, Schritt für Schritt, Idee für Idee. Und auch wenn wir (noch) kein großer Verein sind, haben wir eine klare Haltung: Für selbstbestimmtes Leben mit Assistenz. Für Inklusion, die diesen Namen verdient.

Gleichzeitig habe ich mich intensiver mit der für Donnerstag geplanten Protestkundgebung beschäftigt. Sie findet am 10. Juli von 12:30 bis 14:00 Uhr vor dem Abgeordnetenhaus Berlin statt. Es geht um die Anerkennung und Refinanzierung von Tarifverträgen im Arbeitgeber*innen-Modell – ein Thema, das so viele von uns betrifft, aber politisch viel zu oft untergeht.

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter übergibt dort über 300 Unterschriften an Senator Evers und Senatorin Kiziltepe. Ich werde dabei sein – weil ich finde, dass unsere Stimmen genau dort gehört werden müssen. Teilhabe endet nicht bei der Theorie. Sie beginnt im Alltag. Und die faire Bezahlung von Assistenzkräften ist dafür eine Grundvoraussetzung.

Ich hoffe, viele von euch kommen auch.

Lasst uns gemeinsam sichtbar werden.

Ilka Hannig
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Nebenjob gesucht – Schreibarbeiten, Texte oder Korrespondenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich suche einen kleinen Nebenjob, bei dem ich meine Erfahrung und Freude am Schreiben einbringen kann – sei es durch das Verfassen kurzer Texte oder Artikel, das Erstellen oder Beantworten von Briefen oder andere Schreibarbeiten. Ich arbeite sorgfältig, zuverlässig und mit einem guten Sprachgefühl.

Ein Einsatz im Homeoffice wäre ideal, ich bin jedoch auch für Aufgaben in Berlin offen.
Wenn Sie eine Idee haben oder eine passende Möglichkeit sehen, melden Sie sich gerne bei mir.

Mit freundlichen Grüßen
Ilka Hannig
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Ein Fahrplan für mich – und ein klares: Jetzt erst recht.

Heute habe ich mir bewusst die Zeit genommen, einen Fahrplan zu machen. Einen Plan für mich. Für mein Leben. Für all das, was sich nicht länger aufschieben lässt – auch wenn es schwer ist.

Ich habe entschieden: Ich gehe das Thema meiner privaten Finanzen jetzt ganzheitlich an. Nicht mehr nur im Notfallmodus, sondern strategisch und Schritt für Schritt.

Es gibt nun Kontakt zu einer Beratungsstelle, und das fühlt sich schon nach etwas mehr Halt an. Ich habe auch die Deutsche Rentenversicherung kontaktiert – ich will wissen, ob mir vielleicht doch eine Form von Rente oder Unterstützung zusteht, die bislang übersehen oder verweigert wurde.

Außerdem werde ich rechtlich prüfen lassen, ob das, was ich in den letzten Jahren im Rahmen von „Eingliederung“ erlebt habe – die vielen Ablehnungen, die systematische Ausgrenzung – überhaupt rechtens ist. Wenn es sein muss, bringe ich das auf die politische Bühne. Denn ich bin nicht die Einzige, die so etwas erlebt. Und es darf so nicht weitergehen.

Ja, ich werde nochmal laut. Und unbequem. Ich werde nochmal für mich selbst eine Crowdfunding-Kampagne starten. Nicht, weil ich Mitleid will. Sondern, weil ich nicht länger schweigen will, wenn ich Hilfe brauche. Auch das ist Selbstbestimmung.

Ich bin müde, ja. Aber ich habe eine Stimme. Und ich werde sie nutzen.

Danke an alle, die mich begleiten, unterstützen oder einfach still mitlesen.

– Ilka

Ich bin Ilka – und ich gebe nicht auf.


von Ilka Hannig

Ich bin Ilka Hannig. Ich bin 47 Jahre alt, lebe in Berlin, bin voll erwerbsgemindert und bekomme Grundsicherung. Und ich schreibe. Nicht, weil ich eine perfekte Lösung habe – sondern weil ich es satt habe, dass Menschen wie ich einfach übersehen werden.

Es gab viele Momente, in denen ich still geworden bin. Nicht, weil ich nichts mehr zu sagen hatte – sondern, weil es so oft niemand hören wollte. Heute will ich nicht mehr nur leise sein. Ich will erzählen, was war. Was ist. Und was ich mir wünsche.

Ich habe über 20 Jahre ehrenamtlich gearbeitet – ohne Bezahlung, aber mit viel Herz. Ich war über acht Jahre lang vor Gericht, weil ich nicht aufgeben wollte. Ich habe über 2.000 Bewerbungen geschrieben. Ich habe mich aufgerappelt, auch wenn mein Körper streikte. Ich habe mich gegen Werkstattangebote entschieden, weil ich wusste: Ich will leben – nicht nur verwahrt werden. Und dennoch bin ich heute an einem Punkt, an dem ich Schulden habe, kaum noch Luft bekomme und täglich kämpfen muss, überhaupt gesehen zu werden.

Aber ich stehe. Ich bin müde, ja. Manchmal wütend. Oft allein mit meinen Gedanken. Aber ich bin noch da.

Ich will keine Sonderbehandlung. Ich will einen Platz in dieser Gesellschaft, der mir erlaubt, ich selbst zu sein. Mit Würde. Mit Raum. Mit echter Teilhabe. Ich glaube daran, dass jeder Mensch das verdient – auch, wenn er nicht mehr „funktioniert“. Auch, wenn er nicht in die Schubladen passt, die das System vorgesehen hat.

Genau aus dieser Erfahrung heraus habe ich AssistenzGestalten e.V. gegründet – einen Verein in Gründung, der für selbstbestimmtes Leben mit persönlicher Assistenz einsteht. Ich will damit Räume schaffen, in denen Menschen mit Behinderung nicht als Belastung gesehen werden, sondern als das, was sie sind: Teil dieser Gesellschaft. Mit Rechten. Mit Fähigkeiten. Mit einer Stimme.

Mit diesem Eintrag heute setze ich ein Zeichen. Für mich. Und für all die anderen, die tagtäglich leise kämpfen, funktionieren, hoffen – und trotzdem oft übersehen werden. Dieser Text ist meine Erinnerung an mich selbst: Ich bin Ilka. Und ich gebe nicht auf.
Und vielleicht ist das auch eine Erinnerung an dich.


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Ein Tag zwischen Fortschritt und der Realität des Alltags.

Heute war ein Tag, der in vielen Facetten sichtbar gemacht hat, wie eng Hoffnung, Engagement und ganz persönliche Herausforderungen miteinander verwoben sein können.

Am Vormittag habe ich mich tief in mein Herzensthema vertieft: Persönliche Assistenz. Ich habe einen neuen Artikel geschrieben, der sich mit den strukturellen Hürden in diesem Bereich beschäftigt – mit dem, was im Alltag oft nicht gesehen wird, aber alles bestimmt. Der Text ist Teil meiner Vorbereitungen auf kommende Veröffentlichungen mit AssistenzGestalten e.V. – und ich hoffe sehr, damit Impulse setzen zu können.

Am frühen Nachmittag fand ein produktives Gespräch mit meinem Business-Team statt. Wir haben nächste Schritte rund um Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsstruktur und Fördermöglichkeiten besprochen – auch das fühlt sich nach Bewegung an. Nach vorn.

Und dann kam eine Nachricht aus der Berliner Senatsverwaltung: Herr Simon Blaschke vom Landeskompetenzzentrum „Berlin Pflege 4.0“ zeigt Interesse an unserer Notfall-Assistenz-App! Im September soll es ein Gespräch geben – zwei Termine stehen schon im Raum. Ich bin dankbar für diesen Kontakt. Solche Rückmeldungen zeigen mir, dass unsere Idee Gehör findet.

Zwischendurch war ich im kleinen Café um die Ecke, ein Latte Macchiato, ein Eis – eine Pause, die meine Seele heute dringend gebraucht hat.

Aber neben all diesen positiven Dingen gibt es auch meine andere Realität. Die leise, unbequeme. Ich habe mich heute wieder einmal mit meinen privaten Finanzen beschäftigt – ein Thema, das oft übersehen wird, wenn man gleichzeitig als engagierte Gründerin, Netzwerkerin und Aktivistin wahrgenommen wird.

Ich habe mehrere Banken angeschrieben. In der Hoffnung, meine bestehenden Kredite zu bündeln, um mit einer kleineren monatlichen Rate besser haushalten zu können. Ich will zahlen. Ich will Lösungen. Aber sobald das Wort „volle Erwerbsminderung“ fällt – und vielleicht auch „Grundsicherung“ – geht bei vielen die Tür zu. Die nächste Sackgasse. Und wieder das Gefühl, allein zu sein mit Fragen, für die unsere Gesellschaft wenig Raum lässt.

Ich versuche, aus den Steinen, die mir das Leben und die Gesellschaft in den Weg gelegt haben, ein Mosaik zu bauen. Und jeder Schritt, jede Idee, jeder gute Kontakt ist ein kleiner, leuchtender Teil davon.

Ich teile das nicht, um Mitleid zu bekommen. Sondern, weil es sichtbar werden muss: Was es heißt, mit voller Erwerbsminderung zu leben – und gleichzeitig etwas zu bewegen, aufzubauen, durchzuhalten.

Danke, dass ihr mitlest. Danke, dass ihr mitgeht.
Eure
Ilka

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Selbstbestimmt – aber bitte nicht zu teuer?

Ein persönlicher Beitrag von Ilka Hannig

In Berlin spitzt sich eine Entwicklung zu, die nicht nur ein Verwaltungsproblem offenbart, sondern tiefgreifende Fragen nach Gerechtigkeit, Teilhabe und Würde aufwirft. Es geht um die Persönliche Assistenz – genauer gesagt, um das Arbeitgebermodell, in dem Menschen mit Behinderungen ihre Assistenzkräfte selbst auswählen, anleiten und beschäftigen. Dieses Modell steht für Selbstbestimmung, für Kontrolle über das eigene Leben, für Unabhängigkeit. Doch genau das wird nun gefährdet.

Der Berliner Senat weigert sich bisher, einen Tarifvertrag für das Arbeitgebermodell anzuerkennen und entsprechend zu refinanzieren. Das bedeutet konkret: Assistent:innen, die im Arbeitgebermodell arbeiten, verdienen weniger als Kolleg:innen in Assistenzdiensten – obwohl sie dieselbe Arbeit machen. Der Unterschied ist nicht fachlich, sondern politisch. Und er ist tief ungerecht.

Für mich und viele andere hat das unmittelbare Konsequenzen: Wir verlieren gute Kräfte. Wir finden kaum noch Bewerber:innen. Die wenigen, die bleiben, können sich ein Leben von diesem Lohn oft nicht leisten. Wir sind gezwungen, auf Assistenzdienste zurückzugreifen, obwohl das weniger Flexibilität, weniger Mitbestimmung und mehr Bürokratie bedeutet. Was als selbstbestimmte Lösung gedacht war, wird so zum Flickwerk.

Gleichzeitig verschärft das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) durch eine neue Verwaltungsvorschrift die Bedingungen zusätzlich. Finanzierungsanträge werden strenger geprüft, individuelle Bedarfe in Frage gestellt, Entscheidungen über Lebensführung zunehmend „verrechnet“. Es entsteht der Eindruck, als wolle man nicht Teilhabe ermöglichen, sondern kontrollieren, kürzen, begrenzen. Diese Entwicklung widerspricht nicht nur der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern auch dem Geist des Sozialgesetzbuches IX, das eigentlich auf Teilhabe, Gleichstellung und Selbstverantwortung ausgerichtet ist.

Was das für mich bedeutet? Dass ich heute nicht weiß, ob morgen jemand zur Frühschicht erscheint. Dass ich, wenn ich krank bin, meine Assistenz trotzdem anleiten muss – weil sie niemand eingearbeitet hat. Dass ich Menschen erklären muss, warum ich aufstehen, duschen oder einkaufen gehen will – und dass ich nicht bereit bin, jeden Wunsch mit medizinischen Argumenten rechtfertigen zu müssen.

Ich will leben, nicht überleben.

Und ich frage mich, wie oft wir noch laut werden müssen, bis klar wird: Hier geht es nicht um Luxus. Hier geht es um Menschen. Um Menschen, die ihr Leben selbst gestalten wollen. Um Menschen wie mich.

Ich fordere: Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Rechtssicherheit für persönliche Assistenz. Vertrauen statt Misstrauen. Und vor allem: eine Politik, die Menschen in den Mittelpunkt stellt – nicht die Verwaltung.

Ich will nicht mehr kämpfen müssen, um die Kontrolle über mein eigenes Leben zu behalten. Ich will einfach nur: Mensch sein dürfen.

Ilka Hannig

Zwischen Warten, Kämpfen und kleinen Schritten nach vorn.

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich viel bewegt habe – auch wenn nach außen nicht alles sichtbar ist. Gemeinsam mit dem Notariat (ZENK Berlin) habe ich beschlossen, mit dem nächsten Schritt zur Vereinsgründung erst weiterzugehen, wenn die Rückmeldung vom Finanzamt zur Satzung vorliegt. Es geht gerade nicht schneller – aber das ist okay. Denn dieser Schritt ist zentral, um AssistenzGestalten e.V. offiziell ins Leben zu bringen.

Dazwischen habe ich organisiert, koordiniert, kommuniziert – und begonnen, unser nächstes Vereinstreffen am 08.07. vorzubereiten. Termine setzen, Mails schreiben, Absprachen treffen. Es sind viele kleine Handgriffe, die am Ende etwas Großes zusammenhalten.

Besonders bewegt hat mich heute der Protestaufruf zur Refinanzierung des Tarifvertrags für persönliche Assistenz. Ich habe ihn in meinen Netzwerken geteilt – weil es mich betrifft. Uns alle betrifft.
Ohne faire Bezahlung gibt es keine verlässliche Assistenz. Und ohne Assistenz? Keine Teilhabe, kein selbstbestimmtes Leben.
Ich wünsche mir sehr, dass viele Menschen mitzeichnen. Dass sichtbar wird, wie dringend sich etwas ändern muss.

👉 Wer noch nicht unterschrieben hat, kann das hier tun:
🔗 https://www.h74.de/postkarte/

Am Nachmittag hatte ich noch eine wichtige Teamsitzung mit meinen Assistent:innen. Wir arbeiten derzeit mit sehr kleinem Team – zu klein, wenn ich ehrlich bin. Gute Leute zu finden ist schwer. Aber: Wir halten zusammen. Wir machen das Beste draus. Und ich bin dankbar, wie viel wir gemeinsam möglich machen – auch wenn es nicht immer leicht ist.

Zum Schluss war ich noch eine gute Weile draußen – spazieren, durchatmen, Gedanken sortieren.
Manchmal ist das genau das, was man braucht: frische Luft, um wieder klarer zu sehen.
Es war kein lauter, aber ein kraftvoller Tag.

Danke fürs Mitgehen. 💛
Ilka

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Zwischen Kleinarbeit und Klarheit.


Heute war einer dieser Tage, an denen man nicht unbedingt das große Rad dreht, aber in der Summe doch einiges bewegt. Ich habe viele Stunden mit Verwaltungsaufgaben rund um die Vereinsgründung verbracht – E-Mails, Unterlagen, Rückfragen, Kommunikation mit dem Finanzamt und meiner Notarin. Nichts davon ist besonders aufregend, aber jedes einzelne Teilchen trägt dazu bei, dass AssistenzGestalten e.V. Realität wird.

Was mir heute besonders bewusst wurde: Die Prüfung der Satzung durch das Finanzamt ist kein bürokratisches Nebenbei, sondern eine echte Weichenstellung. Ohne diesen Schritt bleibt der offizielle Gründungsprozess erst mal stehen. Also: dranbleiben, nachfragen, verstehen – und geduldig sein. Leicht gesagt, wenn man sich manchmal zwischen Paragrafen und Formularen ein bisschen verliert.

Nebenbei liefen noch ein paar Telefonate – Netzwerkarbeit, rechtliche Rücksprachen, Gedankenaustausch. Ich merke immer wieder, wie wichtig es ist, sich mit anderen zu verbinden, um nicht allein in diesem dichten Dschungel aus Regeln und Anforderungen zu stehen.

Am Abend habe ich dann angefangen, meine nächste kleine Kommunikationsrunde an meine Unterstützer:innen vorzubereiten – damit niemand auf halber Strecke das Gefühl hat, aus dem Blick zu geraten. Das ist mir wichtig: Verbindung halten, auch wenn es gerade eher nach innen als nach außen geht.

Es war kein lauter Tag. Kein Tag für große Ankündigungen oder fertige Ergebnisse. Aber ein Tag mit viel Konzentration, ein bisschen Frustration – und einem Gefühl von innerem Weiterkommen.

Und manchmal ist das genug.


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