„Ein langer Tag voller Herzmomente.“

Tagesnotiz – 28. November 2025

Heute brauchte es am Morgen definitiv eine Tasse Kaffee mehr… vielleicht sogar zwei.
Ich war noch müde von den letzten Tagen, aber ich setzte mich langsam auf, atmete durch – und da war er schon: mein Oska. Meine kleine Samtpfote. Er sprang wie selbstverständlich auf meinen Schoß, rollte sich ein und forderte seine Kuschelzeit ein. Und ganz ehrlich? Das war der beste Start, den ich heute hätte haben können. Sein warmes Gewicht, sein Schnurren – das erdet mich immer sofort.

Danach habe ich etwas Bürokratie erledigt, die in den letzten Tagen liegen geblieben war. Einfach Schritt für Schritt.
Später machte ich einen kleinen Spaziergang über den Friedhof vor meinem Haus. Ich mag diese Ruhe dort, dieses Atmen zwischen Bäumen und Erinnerungen. Heute tat das besonders gut.

Gegen Mittag machte ich mich dann auf den Weg zur Getsemanekirche – zum Abschiedsgottesdienst für Herrn Müller, den Leiter der kirchlichen Telefonseelsorge Berlin.
37 Jahre hat er dort gearbeitet. 37 Jahre für Menschen in Not, für Einsame, für Verzweifelte, für Suchende.
Und nun geht er in den Ruhestand.

Es fiel mir ehrlich gesagt schwer, mir diese Arbeit ohne ihn vorzustellen.

Der Gottesdienst war unglaublich berührend.
Die Kirche war voll mit wichtigen Menschen aus Politik, Kirche, Diakonie – sogar der Bürgermeister von Berlin und Raed Saleh waren da. Aber am meisten ging mir die Atmosphäre ans Herz: so viel Wärme, Anerkennung, Dankbarkeit. Ein ehrlicher Abschied, der tief ging. Ich hatte mehrmals Gänsehaut.

Hinterher gab es noch einen kleinen Austausch, viele wertschätzende Worte, und ich fuhr wirklich bewegt wieder nach Hause.

Am Abend war ich noch bei meinem Mann zum Essen eingeladen. Das tat gut – einfach sitzen, reden, lachen, zur Ruhe kommen.
Und weil mein Kopf nie so ganz stillsteht, habe ich später zu Hause schon Termine und Pläne für die kommende Woche sortiert. Da ist tatsächlich jeden Tag etwas los… aber das ist okay.

Und jetzt?
Jetzt liege ich im Bett, müde, erfüllt und irgendwie weich im Herzen. Es war ein langer Tag – aber ein schöner, voller Menschlichkeit und leiser, wichtiger Momente.

Alles Liebe
Ilka

Nachtgedanken – 27./28. November 2025


Ein persönlicher Eintrag

Ich dachte mir… wenn ich sowieso wieder nicht schlafen kann, fange ich einfach an zu schreiben. So, wie ich es fühle. Ohne Punkt, Komma oder perfekte Form — einfach in meiner Sprache.

In den letzten vier Tagen musste ich mich ziemlich plötzlich zurückziehen. Es war nicht geplant. Aber notwendig.
Ich musste etwas in mir verdauen, etwas, das mich sehr getroffen hat. Und ich habe dabei eine wichtige Lektion gelernt:

👉 Ich kann nicht für jeden die Welt retten. Wenn ich mich dabei selbst vergesse, gehe ich kaputt.
Und genau das darf ich nicht mehr zulassen.

Also habe ich mich zurückgezogen — ganz bewusst.
Ich bin still geworden. Sehr still.
Ich habe kaum gesprochen, kaum kommentiert, nicht viel bewertet. Ich habe beobachtet. Ich habe zwischen den ungesagten Worten zugehört.
Und ich habe für mich Entscheidungen getroffen.

Ich habe Filme geschaut, gegessen, geschlafen.
Ich habe geweint.
Nicht tief und dramatisch, sondern dieses leise Weinen, das kommt, wenn die Seele endlich Luft bekommt und sich traut, auszumisten.
Weil einfach zu viel Müll reingekommen ist, der da nicht hingehört.

Diese plötzlichen Auszeiten — die brauche ich.
Immer dann, wenn etwas oder jemand mir zu nah gekommen ist oder mich verletzt hat.
Dann ziehe ich mich zurück, ohne groß zu fragen oder mich zu erklären.
Bis ich meine innere Stimme wieder höre.
Bis mein Herz wieder klar sagt: So, jetzt weiter.

Und weißt du was? Genau in diesen Momenten wachse ich.
Leise.
Für mich.
Und ein Stück über mich hinaus.

Morgen — oder besser: heute — starte ich wieder.
Etwas leiser. Etwas klarer. Etwas mehr bei mir. 💜

— Ilka

„Heute brauchte ich einfach Stille.“

Ich habe mich heute in meine Wohnung zurückgezogen, eingewickelt in eine Decke – wie in eine kleine Höhle, weit weg von allem, was da draußen gerade laut ist.
Ich wollte nichts hören, nichts sehen, nichts erklären müssen.
Ich wollte einfach nur Stille.

Heute war ein Tag, an dem meine Seele Ruhe gebraucht hat.
Keinen Austausch.
Kein Funktionieren.
Kein Kämpfen.

Nur Atmen.
Nur Sein.
Nur Ich.

Vielleicht ist das manchmal die ehrlichste Form von Selbstfürsorge:
alles leise drehen.

Und das habe ich heute gemacht – ohne mich zu rechtfertigen, ohne mich zu erklären.
Ich habe mir erlaubt, für einen Moment einfach abzuschalten.

Morgen bin ich wieder da.
Mit neuer Kraft.
Mit einem klareren Kopf.
Und mit mir selbst wieder ein Stück näher. 

– Ilka

„Zwischen Grenze, Stille und Aufatmen.“

Tagesnotiz – Sonntag, 23. November 2025

Heute war kein einfacher Tag – aber ein wichtiger.

Es tut mir ein bisschen leid, dass ich in den letzten Tagen nicht regelmäßig schreiben konnte… aber manchmal fordert das Leben mich innerlich und äußerlich so sehr heraus, dass ich erst einmal still werden muss.

In den letzten Stunden musste ich sehr klare Grenzen setzen, obwohl ich innerlich unglaublich aufgewühlt war.
Ich war verletzt – und gleichzeitig musste ich ruhig bleiben.
Es war schwer… aber es war richtig.

Am Ende löste sich eine unangenehme Situation fast von selbst. Nicht, weil sie einfach war – sondern weil ich äußere Ruhe bewahrt habe, obwohl in mir alles laut war.

Später bin ich einfach losgefahren und habe verzweifelt versucht, eine geöffnete Poststelle zu finden – um einen Brief wegzubringen, der für mich das Thema abschließen sollte.

Natürlich war alles geschlossen.
Aber die Fahrt durch die Stadt… das Hin und Her, das Unterwegssein…
das hat meine Seele beruhigt.

Der Brief hat auf anderem Weg seinen Platz gefunden.
Und damit auch ein Stück Frieden in mir.

Manchmal weiß ich:
ich setze Grenzen viel zu spät, weil ich fair bleiben will
und weil ich Menschen nicht verletzen will…
auch wenn ich selbst verletzt wurde.

Doch heute habe ich es geschafft.

Ich war äußerlich Profi – ruhig, strukturiert, erwachsen.
Innerlich war ich am Limit – aber ich bin drangeblieben.

Und ich bin stolz, dass ich diese Situation nicht ignoriert habe, sondern ihr die Stirn geboten habe.

Jetzt bin ich einfach nur erschöpft.
Aber auch erleichtert.

Und heute…
bin ich ein Stück gewachsen.
Über mich hinaus.

Jetzt liege ich im Bett und lasse los.

„Wenn Worte schneiden – und warum Selbstschutz so wichtig ist.“

Tagesnotiz – 21. November 2025

Die letzten Stunden – eigentlich die letzten zwei Tage – musste ich mich zurückziehen.
Ich war sehr getroffen. Von einer Situation. Von Worten. Von einer Wucht, die ich so nicht erwartet habe.

Ich musste wieder einmal eine Lektion lernen, die ich eigentlich schon kannte, aber die das Leben mir nun erneut vor die Füße gelegt hat:
Dass viele Menschen in der heutigen Zeit kaum noch wirklich respektvoll miteinander sprechen.
Dass sie oft ungefiltert reagieren, unreflektiert, impulsiv, ohne die Wirkung ihrer Worte zu verstehen.
Und wenn diese Worte dann treffen, dann treffen sie wie Messer – mitten hinein, in den Menschen, der gerade zufällig da ist.

Diesmal war ich es.
Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht.
Es war fast egal, was gesagt wurde – es wäre sowieso explodiert.
Und das hat mich verletzt… nicht das Thema selbst, nicht der Inhalt.
Sondern die Art, wie es passierte.
Diese Wucht.
Dieses Überrollen.
Dieses Nicht-Sehen.
Dieses Nicht-Wahrnehmen.

Ich stand da, bekam alles ab – und keiner merkte, wie sehr es mich innerlich traf.
Dass mich das einmal mehr daran erinnert hat, wie krank unsere Gesellschaft manchmal wirkt.
Wie wenig Raum für respektvollen Umgang bleibt.
Wie schnell Menschen andere zerreißen, ohne es zu merken.

Ja, es hat mir Angst gemacht.
Und ja, ich musste es verarbeiten – direkt, ehrlich und ohne Schönreden.

Aber eines weiß ich nun klarer denn je:
Ich werde noch mehr darauf achten, auf mich zu achten.
Darauf, wie ich spreche.
Wie ich reagiere.
Und vor allem: Mit wem ich spreche – und wem ich wie viel Raum in meinem Leben gebe.

Manchmal ist Selbstschutz kein Rückzug, sondern eine Entscheidung:
Eine Entscheidung für mich.
Für meine Grenzen.
Für mein Herz.

Und genau diese Entscheidung treffe ich jetzt.

Alles Liebe
Ilka

„Heute brauchte ich einfach mal Stille.“

Persönlicher Blogeintrag – 19. November 2025

Heute war einer dieser Tage, an denen mein Kopf einfach gesagt hat: Stopp. Heute nicht.
Und so habe ich wirklich fast den ganzen Tag vor dem Fernseher verbracht – mit alten Disney-Filmen, die mich seit meiner Kindheit begleiten. Irgendwie geben sie mir Wärme, wenn die Welt draußen gerade zu laut ist.

Nebenbei habe ich still und leise meine Büroarbeit gemacht – ein paar Dokumente sortiert, Kleinigkeiten erledigt, die keinen Lärm machen und keine große Energie brauchen. Nur kleine Schritte, die sich gut anfühlten.

Eigentlich wollte ich heute einfach nur die Welt ausschalten.
Einmal all die Stimmen leise drehen, die ständig meinen, wissen zu müssen, was ich tun oder lassen soll. All die Erwartungen, all die Unruhe – heute habe ich sie bewusst nicht an mich herangelassen.

Ich wollte nur Stille.
Atmen.
Für einen Moment einfach nur ich sein.

Und weißt du was?
Es hat gut getan.

Kleines Update


Die letzten Tage waren intensiv – im Kopf, im Herzen und organisatorisch.

In den vergangenen 10 Tagen ist unglaublich viel passiert, und ich möchte euch ein kleines Update geben:

✨ Demo & politischer Einsatz
Ich war am Abgeordnetenhaus, um für die Refinanzierung der Assistenzlöhne im Persönlichen Budget im Arbeitgebermodell einzustehen.
Es war bewegend, laut, klar – und absolut notwendig.

✨ Vereinsarbeit & Info-Event
Ich hatte mein Info-Event für AssistenzGestalten e.V.
Auch wenn nur wenige da waren, war der Abend sehr intensiv und wertvoll.
Qualität ist manchmal wichtiger als Quantität.

✨ Kontakt zu Abgeordneten
Ich habe mehrere Politiker:innen angeschrieben und sehr persönliche Nachrichten formuliert, um die Bedeutung des Themas deutlich zu machen – auch für mein eigenes Leben.

✨ GIBB GmbH
Bei der Fortbildung zum Thema Diskriminierung in Werkstätten ist etwas sehr Schönes entstanden:
Mir wurde kostenlose Raumnutzung sowie eine künftige Zusammenarbeit angeboten.
Wir verabreden uns im Januar, um weiterzuplanen.
Das stärkt unsere gemeinsamen Forderungen enorm.

✨ Barrierefreiheit & Kultur
Bald gibt es ein Zoom-Meeting zum Thema Barrierefreiheit in Museen.
Außerdem wird bald ein von mir verfasstes Gedicht veröffentlicht, was mich persönlich sehr bewegt.

✨ Satzung & Vereinsformalitäten
Clara und ich haben in den letzten Tagen viel gearbeitet, Strukturen sortiert und wichtige Formalien auf den Weg gebracht.
Jetzt gönne ich mir erstmal eine kleine Pause – die letzten Tage waren wirklich voll.

Danke an alle, die mich begleiten, unterstützen und mit mir zusammen diese Themen tragen.
Es ist viel, aber es ist wichtig.

Liebe Grüße
Ilka 

„Ein Tag für Ordnung im Außen – und ein kleines bisschen im Innen.“

 Persönlicher Blogeintrag – Tagesnotiz vom 18. November 2025

Heute war so ein Tag, an dem ich bewusst langsamer gemacht habe.
Ein Tag, an dem ich mich an meinen Schreibtisch gesetzt habe, um all die Dinge abzuarbeiten, die sich in den letzten Tagen still angesammelt hatten. Dokumentationspflichten, Post, Schreibkram – nichts Spektakuläres, aber alles wichtig, damit mein Alltag nicht ins Chaos kippt.

Es tat gut, Punkt für Punkt abzuhaken.
Nicht laut, nicht sichtbar, aber wirksam.
Manchmal ist genau diese Art von stiller Produktivität die, die mir am meisten Leichtigkeit zurückgibt.

Zwischendurch habe ich ein wenig Netzwerkarbeit gemacht und Kontakte gepflegt, aber alles in einem ruhigen Tempo. Ich merkte heute sehr stark, dass ich ein bisschen Abstand zu Menschen brauche – nicht aus Ablehnung, sondern weil mein Kopf und mein Herz nach so vielen Gesprächen, Themen, Emotionen einfach mal Raum wollten.

Ich habe solche Tage manchmal:
Tage, an denen ich die Welt kurz ausschalte, mich zurückziehe, wenig rede, viel fühle und mich neu sortiere.
Vielleicht ist es ein Schutzmechanismus. Vielleicht ist es Selbstfürsorge. Wahrscheinlich beides.

Morgen mache ich genau so weiter – ein zweiter ruhiger Tag, bevor es wieder intensiver wird.
Ich glaube, es ist wichtig, das zuzulassen: Pausen, Rückzug, Stille.
Denn ohne diese Momente würde ich all das, was ich tue, gar nicht tragen können.

Jetzt liege ich hier, zufrieden und ein bisschen erleichtert.
Mein Kopf ist klarer, mein Herz ruhiger.
Und auch wenn es stille Tage waren – sie waren wichtig.

Alles Liebe,
Ilka 

„Zwischen Eindrücken, Müdigkeit & dem Bedürfnis nach Wärme“

Tagesnotiz – 17. November 2025

Gestern war ein Tag, der mich innerlich sehr bewegt hat – auf eine stille, nachdenkliche Weise.

Ich war auf einer Fortbildung bei der GIBB GmbH zum Thema Rassismus in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Ein wichtiges, schweres, aber absolut notwendiges Thema. Ich habe viel zugehört, viel gelernt – und noch mehr gefühlt. Solche Räume öffnen oft Türen zu Gedanken, die man vorher vielleicht nur geahnt hat… und ich bin dankbar, dass ich eingeladen wurde, weil es mir einmal mehr gezeigt hat, wie tief Diskriminierung in Strukturen verankert ist und wie wichtig Aufklärung und echte Veränderung sind.

Als ich am Abend nach Hause kam, war ich leer – aber nicht im negativen Sinne. Eher voll von Eindrücken, die noch sortiert werden wollen.
Ich habe nichts mehr gemacht. Keine Vereinsarbeit, kein Schreiben, kein Netzwerken.
Ich habe mich einfach nur in mein Bett zurückgezogen – müde, durchfroren, emotional.
Und das war okay. Manchmal braucht es genau das: Stille, Decke, Wärme.
Auch ich bin nur ein Mensch.

Heute geht es weiter – aber gestern musste ich einfach nur sein. 

Ein ruhiges Wochenende mit schwerem Kopf & einem wichtigen Termin“

Persönlicher Blogeintrag – 16. November 2025
„

Dieses Wochenende war ruhiger – nicht, weil es nichts zu tun gab, sondern weil ich so viel im Kopf hatte, dass ich bewusst versucht habe, einen Gang runterzuschalten.
Manchmal ist der größte Kraftakt nicht das Tun, sondern das Aushalten, Sortieren, Spüren.

Am Samstag war ich mit Freunden essen. Das tat gut – einfach mal kurz raus aus all dem Denken, rein ins Menschsein. Lachen. Reden. Atmen. Für ein paar Stunden war der Druck still.

Gestern habe ich mich weiter auf meine Teamsitzung vorbereitet. Es wird eine wichtige – vielleicht sogar wegweisende. Ich habe viel reflektiert, Strukturen sortiert, Worte durchdacht und versucht, mich innerlich zu sammeln. Denn ich weiß: Es geht um Klarheit. Und um mich.

Heute war ich dann auf einer Fortbildung zum Thema Rassismus in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bei der Gibb GmbH. Eine Einladung, die mich berührt hat.
Ein schweres Thema – wichtig, notwendig, unbequem.
Es tat gut, zuzuhören, zu lernen, zu fühlen, wie tief strukturelle Probleme verwurzelt sind… und gleichzeitig zu spüren, dass es Menschen gibt, die bereit sind, nicht länger wegzuschauen.

Jetzt sitze ich hier und merke: Auch wenn ich scheinbar wenig „gemacht“ habe, war dieses Wochenende voller Prozess.
Voller Gedanken, Entscheidungen, innerer Sortierung.
Manchmal sieht man so etwas nicht von außen – aber innen bewegt es Berge.

Und das darf auch mal reichen. 

— Ilka