Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen als Assistent.


von Ilka Hannig

In den letzten Tagen habe ich immer wieder Fragen zu den Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen als Assistentin oder Assistent erhalten. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, die wichtigsten Informationen hierzu einmal zusammenzufassen.

Die Verdienstmöglichkeiten als Assistenzkraft variieren stark je nach Einsatzbereich, Träger und Region. Generell liegt der Stundenlohn in der persönlichen Assistenz zwischen 13 und 18 Euro brutto, abhängig von Qualifikation und Erfahrung. In besonderen Fällen oder bei speziellen Anforderungen sind auch höhere Löhne möglich. Bei festen Anstellungen erfolgt die Bezahlung oft nach Tarifverträgen wie dem TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst).

Ein besonderes Thema, vor allem hier in Berlin, ist die Refinanzierung der Tarifverträge im Rahmen des Persönlichen Budgets im sogenannten Arbeitgebermodell. Während bei Pflegediensten, die Assistenzkräfte beschäftigen, häufig Tarifverträge greifen, gestaltet sich dies im privaten Bereich des Persönlichen Budgets deutlich schwieriger. Obwohl das Arbeitgebermodell im Persönlichen Budget den Staat erheblich weniger kostet – schließlich übernimmt der Assistenznehmer selbst die gesamte Organisation, Vertragsgestaltung, Lohnabrechnung und Verwaltung – ist es oft eine Herausforderung, tarifliche Entlohnungen im Finanzhaushalt zu refinanzieren.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die seit 2009 auch in Deutschland gilt. Sie schreibt unter anderem das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und Teilhabe in der Gemeinschaft vor. Persönliche Assistenz ist dabei ein zentrales Instrument, um dieses Recht umzusetzen. Während klassische Pflegedienste oft einen medizinischen und pflegerischen Fokus haben, unterstützt die persönliche Assistenz Menschen mit Behinderungen dabei, ein eigenständiges Leben zu führen. Die Assistenz orientiert sich hierbei voll an den Wünschen und Bedürfnissen der assistierten Person, sei es bei alltäglichen Aufgaben, der Freizeitgestaltung oder beruflichen Aktivitäten.

Leider gibt es nicht viele Dienste, die persönliche Assistenz im Sinne der UN-BRK anbieten. Häufig wird das Angebot von klassischen Pflegediensten übernommen, deren Strukturen jedoch oft nicht auf die individuellen Anforderungen der persönlichen Assistenz ausgerichtet sind. Während Pflegedienste standardisierte Pflegeleistungen nach festen Abläufen erbringen, erfordert die persönliche Assistenz eine viel höhere Flexibilität und Individualität.

Gerade in Notfallsituationen wird dieser Unterschied deutlich. Persönliche Assistentinnen und Assistenten kennen die Bedürfnisse und Kommunikationsweisen der unterstützten Person genau und können somit gezielt helfen. Aus diesem Grund habe ich die Notfall-Assistenz-App entwickelt. Die App ermöglicht es, in Notfällen schnell und unkompliziert Unterstützung durch persönliche Assistenten zu organisieren. Sie stellt sicher, dass die Hilfeleistung nicht nur schnell, sondern auch bedarfsgerecht erfolgt – im Sinne der assistierten Person und unter Wahrung ihrer Selbstbestimmung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten in der persönlichen Assistenz stark von der Art der Anstellung abhängen. Während der private Haushalt ein hohes Maß an Flexibilität und Individualität bietet, ermöglicht die Anstellung beim Pflegedienst eine geregelte Struktur und Sicherheit durch Tarifverträge und Fortbildungsangebote. Die Wahl des passenden Arbeitsumfelds hängt dabei stark von den persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen der Assistenzkräfte ab.

Es bleibt zu hoffen, dass sowohl die Politik als auch die Kostenträger zukünftig mehr Möglichkeiten schaffen, persönliche Assistenz angemessen zu finanzieren und damit die Rechte aus der UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umzusetzen. Die Notfall-Assistenz-App ist hierbei ein Schritt in die richtige Richtung, um die Versorgungslücke zu schließen und Menschen mit Behinderungen mehr Sicherheit und Unabhängigkeit zu bieten.

Ein Tag voller Begegnungen, Mails und ganz viel Herz.

Hallo zusammen,

Heute war ein Tag, der sich irgendwie besonders angefühlt hat. Ich habe so viele kleine Schritte gemacht, die mich meinem Ziel wieder ein Stück näher bringen. Es gab viele Begegnungen, ich habe unzählige Mails verschickt und es fühlt sich gut an, wenn ich spüre, dass meine Notfall-Assistenz-App immer mehr Menschen erreicht.

Ein echter Gänsehaut-Moment war mein Bewerbungsgespräch heute. Die Bewerberin für meine Assistentenstelle hat mich sofort begeistert. Sie strahlt so eine Herzlichkeit und Offenheit aus – genau das, was es braucht, um im Alltag gemeinsam gut klarzukommen. Schon während des Gesprächs hatte ich das Gefühl: Das könnte richtig gut passen! Solche Begegnungen machen mir Mut und zeigen mir, dass es sich lohnt, weiterzumachen.

Besonders spannend finde ich, dass ich seitdem ich mit meiner App-Idee an die Öffentlichkeit gegangen bin, deutlich mehr Bewerbungen bekomme. Es scheint, als würde meine Geschichte Menschen erreichen und vielleicht auch inspirieren. Vielleicht liegt es daran, dass sie spüren, wie viel Herzblut in meiner Idee steckt und wie sehr ich mir wünsche, dass sich etwas bewegt.

Heute habe ich auch wieder viele E-Mails verschickt. An Krankenkassen, Förderer und mögliche Unterstützer. Es kostet manchmal Überwindung, immer wieder meine Idee zu erklären und um Unterstützung zu bitten, aber ich weiß: Nur wer fragt, kann auch eine Antwort bekommen. Und manchmal ist genau die eine Mail der entscheidende Funke, der etwas ins Rollen bringt.

In meiner Telegram-Gruppe war heute auch einiges los. Der Austausch dort ist so wertvoll, und ich habe wieder viele neue Ideen und Anregungen mitgenommen. Es ist schön, nicht alleine zu sein, sondern so viele Menschen an meiner Seite zu wissen, die meine Idee mittragen.

Am Abend habe ich dann ganz bewusst eine Pause eingelegt. Ich habe mich auf dem Sofa gemütlich gemacht, Musik gehört und einfach mal die Gedanken schweifen lassen. Diese kleinen Pausen sind so wichtig, damit ich meine Energie bewahren kann und mit neuer Kraft in den nächsten Tag starte.

Ich freue mich schon darauf, euch weiter mitzunehmen auf meiner Reise. Jeder kleine Schritt, jedes Gespräch und jede Mail sind gerade so wichtig – und ich bin voller Zuversicht, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Alles Liebe,
Ilka

Warum ist es so schwer, passende Bewerber für die persönliche Assistenz zu finden?

Ilka Hannig

Die Suche nach geeigneten Bewerbern für die persönliche Assistenz ist für viele von uns, die im Arbeitgebermodell leben, eine echte Herausforderung. Persönliche Assistenz ist weit mehr als nur ein Job – sie bedeutet, dass jemand in sehr intime und private Bereiche des Lebens eintritt. Vertrauen, Zuverlässigkeit und ein respektvoller Umgang sind dabei entscheidend. Doch genau diese Voraussetzungen machen es so schwer, passende Assistenten zu finden.

Oftmals zeigt sich bereits im Bewerbungsprozess, dass viele Interessierte kein klares Bild davon haben, was der Job als persönliche Assistenz wirklich bedeutet. Es ist kein klassischer Pflegeberuf, sondern vielmehr eine Unterstützung in allen Lebensbereichen, von der Freizeitgestaltung über die Haushaltsführung bis hin zur Begleitung zu Terminen. Das erfordert nicht nur Flexibilität, sondern auch eine hohe soziale Kompetenz und die Bereitschaft, sich auf individuelle Bedürfnisse einzulassen.

Hinzu kommt, dass die Arbeitsbedingungen in der persönlichen Assistenz oft wenig attraktiv wirken. Unregelmäßige Arbeitszeiten, spontane Einsätze und die oft nicht ausreichende Bezahlung schrecken viele potenzielle Bewerber ab. Gerade im Vergleich zu etablierten Pflegeberufen, die in tarifgebundenen Einrichtungen deutlich besser bezahlt werden, fällt die persönliche Assistenz finanziell oft hinten runter. Die fehlende Anerkennung und mangelnde Absicherung in diesem Bereich machen die Jobsuche zusätzlich schwer.

Auch die bürokratischen Hürden sind nicht zu unterschätzen. Wenn Menschen über das persönliche Budget ihre Assistenten selbst anstellen, müssen sie sich plötzlich mit Arbeitsrecht, Lohnabrechnung und Versicherungen auseinandersetzen. Das ist für viele, die selbst mit ihrer Behinderung genug zu tun haben, eine große Belastung. Gleichzeitig bedeutet das für potenzielle Assistenten oft Unsicherheit, wenn sie nicht genau wissen, wie das Anstellungsverhältnis organisiert ist.

Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie frustrierend es ist, wieder und wieder neue Bewerber einzuarbeiten, nur um nach wenigen Wochen wieder ohne Unterstützung dazustehen. Der ständige Wechsel belastet nicht nur den Alltag, sondern auch die Psyche. Denn persönliche Assistenz bedeutet auch, Beziehungen aufzubauen – und es tut weh, wenn diese immer wieder abrupt enden.

Umso wichtiger ist es, dass wir langfristige Lösungen finden. Die Idee meiner Notfall-Assistenz-App entstand genau aus diesem Bedarf heraus. Sie soll helfen, im Notfall schnell passende Assistenzkräfte zu finden und gleichzeitig mehr Menschen für diesen wichtigen Beruf zu begeistern. Doch auch darüber hinaus braucht es in unserer Gesellschaft ein Umdenken. Wir müssen die persönliche Assistenz als das wertschätzen, was sie ist: ein essenzieller Baustein für Inklusion und ein selbstbestimmtes Leben.

Persönliche Assistenz im internationalen Vergleich: Was wir von anderen Ländern lernen können

von Ilka Hannig

Die persönliche Assistenz ist ein wesentlicher Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Behinderungen. Während in Deutschland das persönliche Budget und die persönliche Assistenz bereits große Fortschritte ermöglicht haben, lohnt sich ein Blick ins Ausland, um neue Impulse zu gewinnen. Länder wie Schweden, Norwegen und die USA sind Vorreiter in der Umsetzung flexibler und individueller Assistenzmodelle.

In Schweden beispielsweise gibt es seit den 1990er Jahren das sogenannte „Persönliche Assistenzgesetz“ (LSS), das Menschen mit Behinderungen umfassende Unterstützung im Alltag ermöglicht. Die Assistenz ist dabei komplett bedarfsorientiert, und die Betroffenen haben ein hohes Maß an Eigenkontrolle über die Organisation und Durchführung der Assistenzleistungen. In Norwegen ist das Modell ähnlich: Die persönliche Assistenz wird hier als „Brukerstyrt personlig assistanse“ (BPA) bezeichnet und ist fest im Sozialsystem verankert. Beide Länder setzen stark auf Selbstbestimmung und flexible Einsatzmöglichkeiten der Assistenzkräfte.

In den USA gibt es das „Consumer-Directed Personal Assistance Program“ (CDPAP), das es den Assistenznehmern ermöglicht, ihre Assistenten selbst auszuwählen, anzustellen und zu schulen. Dies schafft nicht nur ein hohes Maß an Freiheit, sondern fördert auch das Vertrauen und die Kontinuität in der Betreuung.

Ein entscheidender Unterschied zu Deutschland ist die oft bessere finanzielle und rechtliche Absicherung der Assistenten, die in diesen Ländern oftmals durch Tarifverträge und klare gesetzliche Regelungen geschützt sind. Auch die Flexibilität bei der Abrechnung und Organisation der Assistenz ist höher, was gerade in Notfallsituationen entscheidend sein kann.

Hier setzt meine Idee der Notfall-Assistenz-App an. Ziel meiner App ist es, genau diese Lücken zu schließen und die persönliche Assistenz in Deutschland flexibler, schneller und effizienter zu gestalten. Besonders bei unvorhergesehenen Ausfällen von Assistenzkräften kann die App helfen, kurzfristig Ersatz zu finden und somit die Selbstbestimmung der Assistenznehmer zu gewährleisten. Zudem könnte die App langfristig dazu beitragen, den Beruf des persönlichen Assistenten attraktiver zu machen, indem sie bessere Vernetzungsmöglichkeiten und flexiblere Einsatzmöglichkeiten bietet.

Während die internationalen Modelle zeigen, wie Inklusion und Selbstbestimmung gelingen können, ist es wichtig, auch in Deutschland innovative Wege zu gehen. Meine App könnte dabei ein wichtiger Baustein sein, um die persönliche Assistenz hierzulande auf ein neues Niveau zu heben – mit einem klaren Fokus auf Inklusion, Teilhabe und gesellschaftliche Anerkennung.

Jeder kleine Schritt zählt: Neue Kontakte, neue Chancen und viel Austausch.

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich gemerkt habe, wie wichtig jeder noch so kleine Schritt für mein Projekt ist. Manchmal fühlt es sich an, als würde ich mit meiner Notfall-Assistenz-App nur in kleinen Schritten vorankommen – aber jeder dieser Schritte zählt.

Ich habe heute Nancy in meiner Telegram-Gruppe begrüßt. Es tut immer wieder gut, wenn neue Menschen dazukommen, die sich für meine Idee interessieren und bereit sind, mitzudenken. Es war ein richtig schöner Austausch, und ich habe ihr mein Konzept vorgestellt. Parallel dazu habe ich über Instagram Kontakt zu Natascha aufgenommen. Sie hat mit ihrer offenen Art sofort mein Interesse geweckt, und ich habe ihr mehr über meine App-Idee erzählt. Ich hoffe, dass sie vielleicht Lust hat, sich aktiv einzubringen – wer weiß, was daraus noch entstehen kann.

Ein bisschen durchwachsen war die Rückmeldung vom Deutschen Behindertenrat. Sie können mein Projekt leider nicht direkt unterstützen. Natürlich ist das erstmal ein kleiner Dämpfer, aber gleichzeitig haben sie mir den Tipp gegeben, mich an die einzelnen Mitgliedsverbände zu wenden. Ich werde also genau dort anknüpfen und die Verbände direkt anschreiben. Es ist ein bisschen wie ein Puzzle: Manchmal passt ein Teil nicht, aber vielleicht ist das nächste genau das richtige.

Auf LinkedIn habe ich heute auch wieder die Werbetrommel gerührt. Es kostet mich immer ein bisschen Überwindung, meine Gedanken so öffentlich zu teilen. Aber ich weiß, dass meine Notfall-Assistenz-App nur dann wachsen kann, wenn ich den Mut habe, laut über sie zu sprechen. Jedes Feedback, jeder Kommentar und jede Nachricht sind für mich wertvolle Bausteine auf diesem Weg.

Den Tag über habe ich weiter recherchiert, nach Fördermöglichkeiten gesucht und neue politische Ansprechpartner identifiziert. Es ist unglaublich, wie viel Zeit in die Vernetzung fließt, aber ich merke auch, wie wichtig genau diese Kontakte sind. Mein Termin im Berliner Abgeordnetenhaus rückt immer näher, und ich möchte einfach bestmöglich vorbereitet sein.

In meiner Telegram-Gruppe war heute richtig viel los. Es ist so motivierend, die Ideen und Gedanken der anderen zu hören, gemeinsam zu überlegen und neue Ansätze zu finden. Dieser direkte Austausch ist so wertvoll, denn er zeigt mir immer wieder, dass ich mit meiner Idee nicht alleine bin.

Am Ende des Tages fühle ich mich erschöpft, aber auch ein bisschen stolz. Es sind diese kleinen Momente, die mir zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Selbst wenn nicht jede Tür sofort aufgeht, schaue ich weiter nach links und rechts – denn manchmal ist der Seiteneingang ja der bessere Weg.

Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen und freue mich darauf, euch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Jeder Austausch, jede Idee und jedes offene Ohr sind eine große Unterstützung für mich.

Alles Liebe,
Ilka

Aus dem Alltag heraus zur großen Idee: Meine Reise zur Notfall-Assistenz-App

Ich bin Ilka Hannig, und meine Geschichte ist vielleicht nicht die typische Erfolgsstory aus der Startup-Welt. Ich bin keine gelernte Unternehmerin, keine IT-Expertin und habe auch keinen MBA in der Tasche. Was ich jedoch mitbringe, ist eine ordentliche Portion Herz, Intuition und den festen Glauben daran, dass man auch aus einer Notsituation heraus etwas Großes schaffen kann.

Die Idee zu meiner Notfall-Assistenz-App entstand nicht am Schreibtisch, sondern mitten in meinem Alltag. Ich lebe selbst mit persönlicher Assistenz, erhalte Grundsicherung und bin aufgrund meiner körperlichen Einschränkung in der vollen Erwerbsminderung. Diese Situation bringt viele Herausforderungen mit sich – insbesondere wenn es um spontane Ausfälle meiner Assistenten geht. Ich erlebe täglich, wie schwierig es ist, im Notfall kurzfristig passende Unterstützung zu finden. Es gibt Momente, in denen ein Personalausfall bedeutet, dass mein gesamter Tag durcheinandergerät – nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind.

Anstatt zu warten, dass jemand anderes eine Lösung findet, habe ich einfach angefangen. Ganz ehrlich, am Anfang wusste ich nicht viel darüber, wie man ein solches Projekt angeht. Aber ich habe mich reingearbeitet, kleine Schritte gemacht, Kontakte geknüpft und immer weiter gelernt. Ich handle oft intuitiv und bin vielleicht nicht immer direkt die perfekte Profi-Gründerin, aber ich mache es mit viel Herz und voller Überzeugung.

Mittlerweile habe ich nicht nur ein detailliertes Konzept und einen Businessplan vorliegen, sondern auch ein kompetentes App-Entwickler- und Business-Team an meiner Seite. Was mir jetzt noch fehlt, ist die finanzielle Förderung, um dieses Projekt auf stabile Beine zu stellen. Aufgrund meiner vollen Erwerbsminderung sind meine eigenen Mittel sehr begrenzt, weshalb ich dringend jemanden suche, der an die Idee glaubt und bereit ist, finanziell zu fördern.

Für mich ist diese App nicht nur eine Geschäftsidee. Sie ist eine Herzensangelegenheit, eine Möglichkeit, mein eigenes Leben und das Leben vieler anderer Menschen zu verbessern. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam etwas Großes bewegen können – nicht nur in der persönlichen Assistenz, sondern auch im Hinblick auf Inklusion und Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Mit Sonne im Herzen und großen Neuigkeiten: Meine Notfall-Assistenz-App nimmt Fahrt auf!

Hallo,

heute war ein Tag voller spannender Erlebnisse, wichtigen Begegnungen und großartigen Neuigkeiten!

Ich war heute im Berliner Abgeordnetenhaus, eingeladen zu einer Sitzung zum Thema „Bessere Bezahlung für persönliche Assistenten“. Schon der Raum war ziemlich trist, aber ich habe versucht, mit meinem gelben Sonnenschein-Pullover ein bisschen Wärme hineinzubringen. Leider durfte ich selbst nichts sagen, sondern nur zuhören – und das war gar nicht so einfach. Ich hätte so viel beitragen können, vor allem aus der Perspektive derjenigen, die täglich auf persönliche Assistenz angewiesen sind.

Dennoch war es wichtig, dabei zu sein und zu spüren, dass sich politisch etwas bewegt. Ich habe genau hingehört, viele Gedanken notiert und nehme aus dem Termin einige Impulse mit, die ich für meine Notfall-Assistenz-App nutzen kann.

Und dann gibt es noch eine großartige Nachricht: Ich habe jetzt ein erfahrenes Business-Team und App-Entwickler an meiner Seite! Gemeinsam werden wir meine Notfall-Assistenz-App nun konkret umsetzen. Alles aus einer Hand zu haben, bringt endlich Struktur in mein Projekt und ermöglicht mir, mich voll auf die inhaltliche Weiterentwicklung zu konzentrieren.

Es fühlt sich an, als würden gerade viele Puzzleteile an ihren Platz fallen. Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die mich bisher unterstützt haben! Eure Nachrichten, eure Ideen und euer offenes Ohr bedeuten mir unglaublich viel.

Nach dem Abgeordnetenhaus-Termin habe ich noch drei Bewerber eingeladen, um meine offenen Assistenzstellen hoffentlich bald besetzen zu können. Außerdem hatte ich ein gutes Telefonat mit Herrn Radermacher, der mir wertvolle Hinweise für mein Projekt gab.

Am frühen Abend habe ich dann einfach mal die Stille genossen. Ich habe mich ausgeruht, ein bisschen Fernsehen geschaut und einfach nur losgelassen. Jetzt liege ich im Bett und lasse den Tag langsam ausklingen.

Nächste Woche Donnerstag steht bereits der nächste spannende Termin an: Ich habe endlich meinen Termin bei EnterAbility bekommen. Ich bin gespannt, welche neuen Möglichkeiten sich dort auftun.

Ich freue mich sehr auf die nächsten Schritte und werde euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten. Manchmal braucht es eben eine Portion Sonnenschein, um auch in tristen Räumen einen kleinen Unterschied zu machen – und genau das möchte ich mit meiner App auch erreichen.

Alles Liebe,
Ilka

Mein Bericht zur Sitzung im Abgeordnetenhaus: Persönliche Assistenz und faire Arbeitsbedingungen – Wo bleibt die echte Inklusion?

Ilka Hannig

Heute war ich zu Gast im Berliner Abgeordnetenhaus, wo im Ausschuss für Arbeit und Soziales über die Themen persönliche Assistenz und die Einführung eines Tarifvertrags für persönliche Assistenten diskutiert wurde. Die Sitzung war geprägt von vielen Worten, doch leider blieb der Eindruck zurück, dass konkrete Taten noch weit entfernt sind.

Die Problematik ist klar: Während Pflegeassistenzdienste nach Tarifen der Pflegebranche bezahlt werden, die durch gesetzliche Vorgaben an Tariferhöhungen gekoppelt sind, bleiben persönliche Assistenten im Arbeitgebermodell oft auf der Strecke. Sie verdienen häufig weit unter dem Niveau vergleichbarer Pflegekräfte, obwohl sie einen genauso wichtigen Beitrag zur Unterstützung und Pflege von Menschen mit Einschränkungen leisten. Der Unterschied entsteht vor allem dadurch, dass Pflegeassistenzdienste durch Pflegekassen finanziert werden, während persönliche Assistenten über das persönliche Budget laufen, welches selten Tariferhöhungen berücksichtigt.

In der Sitzung wurde zwar über das Problem gesprochen, jedoch fehlten mir klare Ansagen, wie diese Ungerechtigkeit behoben werden könnte. Gerade im Kontext der Inklusion und der vielbeschworenen Teilhabe aller Menschen in unserer Gesellschaft ist das mehr als ernüchternd. Es wirkt fast peinlich, dass ein so zentrales Thema nur zögerlich angegangen wird, obwohl es einen so großen Einfluss auf das Leben vieler Menschen hat.

Es stellt sich die Frage, wie ernst es der Politik wirklich ist, wenn es um die praktische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention geht. Diese Konvention verpflichtet Deutschland dazu, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Doch wie soll das gelingen, wenn die persönliche Assistenz als grundlegendes Mittel der Selbstbestimmung und Inklusion weiterhin finanziell und gesellschaftlich unterbewertet bleibt?

Ich hoffe, dass mein Projekt der Notfall-Assistenz-App dazu beitragen kann, die Situation zu verbessern. Diese App könnte nicht nur kurzfristig bei Personalausfällen helfen, sondern auch langfristig dazu beitragen, dem Beruf des persönlichen Assistenten mehr Anerkennung zu verschaffen. Vielleicht ist sie ein kleiner Schritt in die richtige Richtung – hin zu echter Inklusion und fairen Bedingungen für alle, die im System der persönlichen Assistenz tätig sind.

Es bleibt zu hoffen, dass die Politik nicht nur zuhört, sondern auch handelt. Inklusion darf nicht nur ein Schlagwort bleiben, sondern muss im Alltag ankommen – bei den Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, genauso wie bei denjenigen, die diese Unterstützung leisten.

Der Beruf des persönlichen Assistenten: Warum wir mehr Anerkennung brauchen

Ilka Hannig

Persönliche Assistenten sind für viele Menschen mit Behinderungen ein unverzichtbarer Teil des Alltags. Sie helfen dort, wo Unterstützung notwendig ist, ermöglichen Selbstbestimmung und machen Inklusion überhaupt erst möglich. Doch obwohl sie so eine wichtige Rolle spielen, erfährt dieser Beruf in der Öffentlichkeit kaum Anerkennung. Und genau das ist ein großes Problem, das sich direkt auf die Bewerbersituation auswirkt.

Aktuell ist es schwer, persönliche Assistenten zu finden – und noch schwerer, sie langfristig zu halten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Oft fehlt es an einer klaren Berufsbezeichnung, an verlässlichen Rahmenbedingungen und vor allem an gesellschaftlicher Wertschätzung. Während Berufe in der Pflege zumindest im Ansatz als systemrelevant gelten, bleiben persönliche Assistenten häufig unsichtbar. Dabei leisten sie oft nicht weniger, manchmal sogar mehr als klassische Pflegekräfte.

Ein persönlicher Assistent unterstützt nicht nur bei alltäglichen Dingen wie der Körperpflege oder im Haushalt. Er ist Begleiter im Leben, hilft bei Behördengängen, begleitet zu Arztterminen und ist manchmal einfach nur da, wenn es gebraucht wird. Es ist ein Beruf, der sowohl körperlich als auch emotional fordert. Und trotzdem bleibt er oft unter dem Radar.

Das führt dazu, dass viele Menschen den Beruf des persönlichen Assistenten gar nicht kennen. Es gibt keine klassische Ausbildung, keine bundesweit einheitlichen Standards und auch keine gezielte Nachwuchsförderung. Viele Menschen, die sich dennoch für diesen Beruf entscheiden, kommen oft aus anderen Bereichen und finden eher zufällig den Weg in die persönliche Assistenz.

Wenn der Beruf des persönlichen Assistenten mehr Anerkennung in der Öffentlichkeit hätte, würde sich die Bewerbersituation sicherlich verbessern. Es bräuchte klare Berufsprofile, Weiterbildungsmöglichkeiten und vor allem eine bessere Bezahlung. Ein persönlicher Assistent sollte nicht das Gefühl haben, er wäre nur eine „Aushilfe“ oder eine „Übergangslösung“, sondern ein wichtiger Teil des sozialen Systems.

In meiner täglichen Arbeit und besonders im Rahmen meines Projekts der Notfall-Assistenz-App erlebe ich immer wieder, wie schwer es ist, geeignete Assistenten zu finden. Besonders in Notfallsituationen fehlt es an einer strukturierten Möglichkeit, kurzfristig Unterstützung zu bekommen. Genau hier könnte eine stärkere öffentliche Anerkennung helfen. Wenn der Beruf des persönlichen Assistenten als echter, anerkannter Beruf wahrgenommen würde, könnten auch Strukturen geschaffen werden, die eine kurzfristige Vermittlung möglich machen.

Ich wünsche mir, dass persönliche Assistenten die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen. Dass Menschen diesen Beruf nicht nur aus der Not heraus wählen, sondern weil sie ihn als sinnvolle, erfüllende Tätigkeit erleben. Ich glaube fest daran, dass dies auch die Grundlage dafür wäre, langfristig mehr Menschen für diesen Beruf zu gewinnen – und damit nicht nur den Assistenznehmern zu helfen, sondern auch das gesamte soziale System zu stärken.

Alles Liebe,
Ilka Hannig

Zwischen Gesprächen, neuen Kontakten und großer Vorfreude: Ein Tag voller Impulse.

Hallo,

heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich spüre, wie viel Bewegung gerade in mein Projekt kommt. Manchmal fühlt es sich an, als würde alles auf einmal passieren – und genau das ist irgendwie aufregend und beängstigend zugleich.

Schon am Morgen ging es los: Der Berliner Assistenz Verein (BAV) hat mich eingeladen, morgen an einer Veranstaltung im Berliner Abgeordnetenhaus teilzunehmen. Es geht um ein wichtiges Thema: Bessere Bezahlung für persönliche Assistenten. Dort werde ich gemeinsam mit Vertretern der Linken und Grünen diskutieren kann. Es ist für mich eine große Chance, politisches Gehör zu finden, und ich bin ein bisschen aufgeregt, was mich dort erwartet.

Heute habe ich auch all meine LinkedIn-Kontakte über meine App informiert und um Unterstützung sowie Feedback gebeten. Es ist immer wieder ein kleines bisschen Überwindung nötig, so offen auf Menschen zuzugehen – aber ich weiß, dass meine App nur dann funktionieren kann, wenn ich den Mut habe, laut über sie zu sprechen.

Ich habe außerdem mehrere E-Mails verschickt, unter anderem an den Berliner Bürgermeister und weitere politische Akteure. Es geht mir darum, mögliche Fördermöglichkeiten auszuloten und meine Idee bekannter zu machen. Besonders schön war der Austausch in meiner Telegram-Gruppe, wo ich auch ein neues Mitglied, Simona, begrüßen durfte. Es ist so wertvoll, Menschen um sich zu haben, die mitdenken, hinterfragen und unterstützen.

Ein absolutes Highlight heute war die Rückmeldung aus Oberösterreich. Es gibt dort echtes Interesse an meiner App, speziell im Bereich der Personalvermittlung für persönliche Assistenz. Das hat mir unglaublich viel Motivation gegeben, denn es zeigt mir, dass meine Idee auch überregional auf Interesse stößt. Ich habe direkt geantwortet und detaillierte Fragen zur Funktionalität der App beantwortet.

Auch von Laura Sommer aus Heidelberg kam wertvolles Feedback. Sie brachte kreative Ideen ein, wie zum Beispiel ein „Notfall-Emoji-System“ und eine Wochenplanfunktion für die App. Solche Rückmeldungen sind Gold wert, denn sie helfen mir, meine App noch besser und nutzerfreundlicher zu gestalten.

In meiner Telegram-Gruppe haben wir heute intensiv über das Treffen im Abgeordnetenhaus und die Rückmeldung aus Oberösterreich gesprochen. Es tut so gut, diesen direkten Austausch zu haben und gemeinsam über mögliche Weiterentwicklungen der App nachzudenken.

Parallel dazu habe ich an einem neuen Social-Media-Post gearbeitet. Ich möchte darin auf die Einladung ins Abgeordnetenhaus eingehen und klar kommunizieren, welche Herausforderungen es in der persönlichen Assistenz gibt und warum meine Notfall-Assistenz-App genau jetzt so wichtig ist.

Morgen wird ein großer Tag. Ich bereite mich mental auf das Treffen im Abgeordnetenhaus vor, sammle weiter Feedback und halte die Kommunikation mit politischen Akteuren und Pflegeinstitutionen aufrecht. Es fühlt sich an, als würde gerade ganz viel passieren – und ich nehme jede Erfahrung, jede Rückmeldung, jedes Gespräch auf wie ein Schwamm.

Manchmal ist es ein bisschen viel, manchmal weiß ich nicht genau, wohin mich dieser Weg führt. Aber ich weiß: Ich bin auf dem richtigen Weg. Und ich bin gespannt, wohin er mich noch bringen wird.

Alles Liebe,
Ilka