Manchmal bedeutet Stärke auch: Ich tu’s trotzdem.

Ein Blogeintrag von Ilka Hannig – 17.07.2025

Es war einer dieser Tage, an denen ich viel getan habe – und trotzdem das Gefühl hatte, ich komme kaum vom Fleck.

Heute habe ich etwas getan, das viel Kraft gekostet hat:
Ich habe bei der Deutschen Rentenversicherung offiziell beantragt, dass meine Erwerbsfähigkeit neu geprüft wird.
Per Post. Und per E-Mail.
Weil ich es nicht mehr hinnehmen will, in diese Schublade gesteckt zu werden.
Diese volle Erwerbsminderung fühlt sich für mich nicht wie Schutz an – sondern wie ein Stempel.
Wie eine Wand zwischen mir und dem Leben, das ich führen will.

Ich bin nicht „voll erwerbsgemindert“ im Herzen.
Ich denke, ich gestalte, ich leite einen Verein, ich schreibe Artikel, ich baue Netzwerke auf – jeden verdammten Tag.
Und trotzdem behandelt mich das System so, als wäre ich raus aus allem.
Als hätte ich keinen Platz mehr auf dieser Bühne, die Gesellschaft nennt.

Ich habe auch beim LAGeSo um Unterstützung gebeten. Leider kam die Antwort: „Wir haben keine rechtliche Möglichkeit, das zu beeinflussen.“
Und trotzdem bin ich froh, es versucht zu haben.
Denn Aufgeben ist keine Option. Nicht für mich.

Ich weiß, viele sehen nur das, was auf dem Papier steht.
Nicht die Realität dahinter.
Nicht die Kraft, die ich jeden Tag aufbringe, um trotzdem weiterzugehen.

Und manchmal – ganz ehrlich – tut es weh.
Weil ich mich so oft frage: Warum muss ich mir mein Recht auf Teilhabe immer wieder neu erkämpfen?

Aber ich kämpfe weiter. Nicht für Anerkennung. Sondern für Würde.
Für ein Stück Selbstbestimmung. Für die, die keine Stimme haben. Und für mich.

Ich bin Ilka.
Ich tue es trotzdem.
Auch an Tagen, an denen ich am liebsten liegen bleiben würde.
Gerade an diesen Tagen.

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 Meine Crowdfunding-Kampagne – für ein Stück Sicherheit auf diesem Weg:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

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Heute ist einfach so ein Tag – und trotzdem steh ich wieder auf.“


Von Ilka Hannig

Heute ist so ein Tag, den man kaum in Worte fassen kann.
Kein Drama. Kein großes Ereignis. Aber viel in mir drin.
So ein Tag, an dem man sich fragt: Warum eigentlich das alles?
Warum muss ich mich ständig erklären? Warum muss ich kämpfen, um überhaupt gesehen zu werden?

Ich bin Ilka.
Ich habe die volle Erwerbsminderung. Ich bekomme Grundsicherung.
Aber ich bin nicht untätig, nicht faul, nicht leise.
Ich trage Verantwortung. Ich organisiere. Ich schreibe. Ich leite ein Projekt, das mir alles bedeutet – AssistenzGestalten.
Und trotzdem behandelt mich das System, als wäre ich ein Fall. Kein Mensch. Kein Potenzial. Nur Papier.

Heute habe ich offiziell mit dem LAGeSo geschrieben und den Antrag gestellt, meine Erwerbsminderung neu prüfen zu lassen.
Nicht, weil ich glaube, dass das System auf einmal fair wird – sondern weil ich es nicht mehr hinnehmen will.
Weil ich nicht länger die sein möchte, die nur funktioniert, wenn andere sie kleinhalten.
Und ja – wenn mein Name jetzt schon unbequem ist, dann soll er unbequem sein. Ich bleib laut. Und ich bleib da.

Ich habe meine Kontaktlisten überarbeitet, mich weiter durch Plattformen wie Challenge2025 gearbeitet, versucht, in dieser komplizierten digitalen Welt mitzukommen – auch wenn sie selten barrierefrei ist. Ich habe organisiert, gedacht, geschrieben – wie jeden Tag.

Aber ehrlich?
Es tut weh.
Weil ich merke, wie sehr ich mich anstrenge – und wie oft es trotzdem nicht reicht.
Weil ich Schulden habe, nicht aus Leichtsinn, sondern weil ich kämpfen musste. Für Rechte, für Teilhabe, für mein Leben.
Kämpfen kostet Kraft. Kämpfen kostet Geld. Kämpfen verändert dich.

Aber weißt du was?
Es schenkt dir auch Stärke.
Ein Glitzern im Blick.
Weil du überlebt hast. Weil du nicht aufgegeben hast. Weil du gelernt hast, dich selbst ernst zu nehmen, wenn andere es nicht tun.

Gestern habe ich geweint. Heute schreibe ich. Morgen geh ich weiter.

Denn ich bin Ilka. Und ich gebe nicht auf.

 Unterstütze meine Crowdfunding-Kampagne – damit ich meinen Weg weitergehen kann:
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Wenn das System dich nicht sehen will – schreib deine eigene Geschichte.

Von Ilka Hannig

Der 16. Juli war ein Tag, der mir sehr nahe ging. Nicht, weil etwas Spektakuläres passierte – sondern weil wieder einmal etwas nicht passierte. Und genau das war der Punkt.

Der Tag begann, noch vor meinem ersten Kaffee, mit einer E-Mail von der Deutschen Rentenversicherung. Ich nenne sie inzwischen meine speziellen Freunde – das ist eher ironisch gemeint.

Man teilte mir – mal wieder – mit, dass sich an meiner Situation nichts ändert. Keine Perspektive. Kein Teilerwerb. Kein echter Platz für mich im System. Keine Tür, die sich öffnet. Nur wieder dieselbe Mauer, dieselbe Ablehnung – höflich verpackt in Verwaltungsdeutsch.

Ich schluckte. Wischte ein paar Tränen weg. Atmete tief durch. Und machte weiter.

Denn was bleibt mir anderes übrig?

Ich setzte mich an den Schreibtisch, beschäftigte mich mit meinen privaten Finanzen, bereitete Unterlagen für meinen Termin mit der Schuldnerberatung am Freitag vor.

Ja, nennen wir das Kind beim Namen:
Ich habe Schulden.

Aber warum?
Vielleicht, weil ich jemand bin, der für alles im Leben kämpfen musste – ob ich wollte oder nicht.
Wenn du leben willst – und das Leben wirklich leben willst – dann bleibt dir oft nichts anderes übrig, als zu kämpfen.
Und wenn niemand sonst für dich kämpft, dann musst du es eben selbst tun.

Kämpfen kostet Kraft. Und kämpfen kostet Geld.
Und wer sein ganzes Leben lang für sich selbst kämpfen muss, wird irgendwann anders.
Du wirst zum Rebell – nicht aus Trotz, sondern aus Überlebenswillen.

Denn du brauchst mehr Kraft als andere.
Du wirst ständig in Schubladen gesteckt – und musst dich jedes Mal selbst wieder rauskämpfen.
Das macht dich stärker.
Und klarer.

Aber es schenkt dir auch ein besonderes Glitzern.
Gerade weil du so viel überlebt hast.
Du wächst. Jeden einzelnen Tag.
Und du übernimmst Verantwortung – für dich, für andere, für eine Idee.

Gestern habe ich Verantwortung übernommen – für mich.
Ich bereue nicht, dass ich überlebt habe.
Ich bereue nicht, dass ich mein Leben lebe.
Ich bin stolz darauf. Und ich werde mich nicht dafür entschuldigen.

Gestern Abend musste ich dann doch weinen.
Nicht, weil ich schwach bin. Sondern weil manche Dinge einfach mal raus müssen.
Aber ich gehe weiter. Weil ich weiß, wofür ich gehe.

Und deshalb habe ich gestern auch an meiner persönlichen Crowdfunding-Kampagne gearbeitet.

🔗 Hier ist der Link zu meiner Kampagne:
👉 http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

Ich wünsche mir nicht Mitleid.
Ich wünsche mir Sichtbarkeit.
Unterstützung. Solidarität.
Und vielleicht ein Stück Hoffnung zurück.

Wenn du helfen willst – teile den Link. Erzähl meine Geschichte weiter. Oder sei einfach da.
Denn jede Stimme zählt – auch meine.
Und jede Unterstützung hilft – auch deine.

🖋️
Mit Haltung, Herz und Hoffnung
Ilka Hannig

📧 kontakt@assistenzgestalten.de
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🔗 http://www.xn--webgeflstermitseele-cbc.com/
❤️ Meine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext

Inklusion braucht Gerechtigkeit – und nicht das Gegenteil.

Inklusion braucht Gerechtigkeit – und nicht das Gegenteil
von Ilka Hannig

Manchmal frage ich mich, ob die Menschen da draußen wirklich verstehen, wie viel Kraft es kostet, einfach nur sein Leben zu leben – wenn man auf Persönliche Assistenz angewiesen ist.

Ich lebe im sogenannten Arbeitgeber*innenmodell. Das bedeutet: Ich bestimme selbst, wer mich unterstützt, wann, wie und wobei. Ich bin Arbeitgeberin. Ich führe Bewerbungsgespräche, schreibe Arbeitsverträge, plane Schichten, rechne ab. Warum? Weil genau das mir ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Weil ich so arbeiten, reisen, lieben, leben kann – ganz normal, nur eben mit Assistenz.

Aber aktuell fühlt sich das alles so fragil an.

Seit Monaten kämpfen wir dafür, dass der Berliner Senat den Tarifvertrag anerkennt, der zwischen ver.di und dem Arbeitgeberinnenverband AAPA ausgehandelt wurde. Seit Februar 2025 verdienen Persönliche Assistenzen im Arbeitgeberinnenmodell 340 Euro weniger im Monat als Kolleg*innen in Assistenzdiensten – für exakt dieselbe Arbeit. Und ab 2026 droht diese Lücke noch größer zu werden. Das hat Konsequenzen: Frust, Abwanderung, Personalnot. Und am Ende: der Verlust unserer Selbstbestimmung.

Denn ohne faire Bezahlung wandern Assistent*innen ab. Und ohne Assistenz? Steht alles still.

Ich will nicht zurück in ein System, das über mich entscheidet. Ich will kein Mensch sein, der „verwaltet“ wird. Ich will mein Leben leben – selbstbestimmt, frei und mit einem starken Team an meiner Seite, das für seine Arbeit auch gerecht entlohnt wird.

Was mich besonders verletzt: Dass Politik oft Verständnis signalisiert – aber nicht handelt. Dass Worte wie Teilhabe und Inklusion gerne in Reden vorkommen – aber nicht im Haushalt. Dass es offensichtlich einfacher ist, Menschen mit Behinderung in abhängige Strukturen zurückzuschieben, als echte Gleichstellung zu finanzieren.

Ich bin Ilka Hannig. Ich kämpfe nicht um Privilegien – ich kämpfe um das Recht, ein ganz normales Leben führen zu können. Und dafür brauche ich Unterstützung. Von euch. Von der Gesellschaft. Von der Politik.

Gleiches Geld für gleiche Arbeit – das darf keine Frage des Budgets sein. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.

 Mehr Infos: http://www.assistenzgestalten.de
 Meine persönliche Crowdfunding-Kampagne: http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich
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#Inklusion #Assistenz #GleicherLohn #AGM #Selbstbestimmung #Menschenrechte #IlkaHannig #TeilhabeJetzt #Behindertenpolitik #Barrierefreiheit #Crowdfunding

Manchmal reicht das Herz nicht – aber es bleibt mein Motor.


Von Ilka Hannig

Es ist nicht immer einfach, stark zu bleiben, wenn man das Gefühl hat, dass man in einem System lebt, das einen von vornherein nicht mitgedacht hat.

Ich bin Ilka. Ich lebe mit einer körperlichen Einschränkung, bin voll erwerbsgemindert, bekomme Grundsicherung – und versuche trotzdem jeden Tag, mich nicht in diese eine Schublade stecken zu lassen, die unsere Gesellschaft für Menschen wie mich vorgesehen hat. Eine Schublade, die wenig Raum lässt für Entwicklung, Mitgestaltung oder Selbstbestimmung.

Und doch will ich gestalten.

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich mich durch Zahlen, Listen und Netzwerke gekämpft habe – nicht aus Selbstmitleid, sondern weil ich nicht will, dass mein Leben nur aus Warten besteht: auf Briefe, auf Antworten, auf eine bessere Politik. Ich möchte selbst etwas aufbauen – mit meinem Verein, mit meiner Stimme, mit dem, was ich an Erfahrung und Haltung mitbringe. Nicht nur für mich, sondern für viele andere, die zu oft übersehen werden.

Ich arbeite an einer Crowdfunding-Kampagne, die mir finanziell ein bisschen Luft verschaffen soll. Nicht, weil ich nicht kämpfen will. Sondern weil ich weiß: Wenn ich meine Kräfte richtig einsetze, kann ich Dinge bewegen. Aber dazu brauche ich einen kleinen Spielraum. Ich bitte nicht um Mitleid. Ich bitte um Sichtbarkeit. Und um eine Chance, selbstwirksam zu bleiben.

Ich kann nichts für meine Einschränkungen – aber ich will trotzdem einen Beitrag leisten.
Ich habe keine Rente – aber ich habe Ideen.
Ich bekomme keine Chancen – aber ich gebe trotzdem nicht auf.

Ich bin so viel mehr als eine Verwaltungsnummer in einem System. Ich bin Mensch, mit Herz und Haltung. Ich wünsche mir, dass dieser Beitrag vielleicht einen von euch erreicht. Jemanden, der versteht, wie still dieser Kampf manchmal ist. Und wie wichtig es ist, ihn trotzdem zu führen.

👉 Meine Crowdfunding-Kampagne:
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Danke, dass du meine Worte liest. Danke, dass du da bist.

Mit Hoffnung, Herz und Mut,
Ilka Hannig

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Gleiches Recht für gleiche Arbeit – warum 2025 ein Wendepunkt für persönliche Assistenz sein muss.


von Ilka Hannig

2025 fühlt sich an wie ein Jahr, in dem viel gesagt – aber wenig gehalten wird. Gerade im Bereich der Inklusionspolitik erleben wir eine Diskrepanz zwischen schönen Worten und schmerzhaften Realitäten. Während sich die Politik nach außen für Gleichstellung und Teilhabe feiert, geraten Menschen wie ich real unter Druck. Denn das Arbeitgeber*innen-Modell in der Persönlichen Assistenz steht massiv unter Beschuss – politisch, finanziell, strukturell.

Ich lebe mit Behinderung und bin auf Persönliche Assistenz angewiesen. Im Arbeitgeberinnen-Modell bedeutet das: Ich stelle meine Assistentinnen selbst ein, entscheide über Arbeitszeiten, organisiere meinen Alltag eigenverantwortlich. Es ist herausfordernd – aber es ist vor allem: selbstbestimmt. Genau das, was mit der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Bundesteilhabegesetz eigentlich politisch gewollt sein sollte.

Aber statt Unterstützung zu erfahren, wird dieses Modell nun durch fehlende politische Anerkennung gefährdet. Der Berliner Senat weigert sich, den zwischen ver.di und dem Arbeitgeberinnenverband AAPA vereinbarten Tarifvertrag vollständig anzuerkennen und zu refinanzieren. Das heißt: Meine Assistentinnen sollen künftig für dieselbe Tätigkeit deutlich weniger verdienen als Kolleg*innen bei Assistenzdiensten. Bereits jetzt sind es rund 340 Euro weniger im Monat – ab 2026 droht ein noch größerer Unterschied.

Was das bedeutet? Meine Assistent*innen könnten sich gezwungen sehen, zu besser bezahlten Diensten zu wechseln. Und ich? Würde damit gezwungen, wieder in starre Dienstmodelle zurückzukehren. Damit verliere ich nicht nur Arbeitskräfte – ich verliere meine Autonomie. Es geht hier nicht um irgendeinen Lohnstreit. Es geht um Existenzen. Um Selbstbestimmung. Um ein Leben, das ich mir Stück für Stück aufgebaut habe – und das mir unter den Füßen weggezogen werden könnte.

Dabei ist das Arbeitgeber*innen-Modell nicht nur für uns Betroffene wirksam und menschenwürdig. Es ist nachweislich auch kosteneffizienter für die öffentliche Hand als Dienstleistungsmodelle. Trotzdem erleben wir gerade eine fatale Abwertung dieses Modells – mit allen Konsequenzen. Und die Politik schweigt oder vertröstet.

Ich habe deshalb AssistenzGestalten e. V. (in Gründung) ins Leben gerufen. Weil ich nicht mehr abwarten will, bis über uns entschieden wird. Wir brauchen eine unabhängige Interessenvertretung, die laut ist, wenn andere still bleiben. Und wir brauchen ein Netzwerk, das nicht nur verwaltet, sondern unterstützt, begleitet und stärkt.

Ich weiß, dass ich nicht allein bin. Und ich weiß auch: Selbstbestimmung ist kein Privileg – sie ist ein Recht. Deshalb kämpfe ich weiter. Für mich. Für andere. Für alle, die an einer wirklich inklusiven Gesellschaft mitarbeiten wollen.

Meine persönliche Kampagne findest du hier:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich
Website des Vereins: http://www.assistenzgestalten.de
Kontakt: ilka_hannig@web.de
Verein: kontakt@assistenzgestalten.de

„Ich kann das so nicht einfach hinnehmen.“

„Ich kann das so nicht einfach hinnehmen.“

Von Ilka Hannig

Ich bin Ilka Hannig. Ich bin 47 Jahre alt, lebe in Berlin – und ich habe die volle Erwerbsminderung anerkannt bekommen. Klingt erstmal nach Sicherheit, oder? Nach Schutz?
Aber für mich fühlt es sich an wie eine Zwangsjacke.

Ich darf nicht arbeiten wie andere. Ich darf keine Zuverdienstgrenzen überschreiten. Ich darf keine Sicherheit aufbauen. Ich darf nicht einfach „machen“. Und ich bekomme dafür nicht mal automatisch eine Rente – weil das System nicht vorsieht, dass jemand wie ich wirksam sein will. Weil meine Einschränkung definiert, was ich nicht kann – und nicht das, was ich trotzdem tue.

Und ich tue viel.

Ich organisiere mein Leben mit persönlicher Assistenz – im Arbeitgebermodell, was bedeutet: Ich bin offiziell als „nicht arbeitsfähig“ eingestuft, aber ich führe Bewerbungsgespräche, schreibe Dienstpläne, bezahle Gehälter. Ich habe einen Verein gegründet – AssistenzGestalten e.V. i.G. – weil ich nicht nur mein Leben verbessern will, sondern auch das vieler anderer.

Ich schreibe, kläre auf, kämpfe.
Und dennoch hält mich das System klein.

Ich empfinde diese Einstufung als zutiefst unfair.
Denn sie nimmt mir Gestaltungsspielraum.
Sie nimmt mir Zukunft.
Sie entzieht mir Teilhabe.

Und ich bin überzeugt: Hätte man mir früher die Möglichkeit auf eine Teilerwerbsminderung eingeräumt – mit mehr Flexibilität – hätte ich längst mehr aufgebaut. Ich hätte mir eine Struktur geschaffen, die trägt. Stattdessen musste ich zusehen, wie ich an Grenzen stoße, die andere für mich festgelegt haben.

Das schmerzt. Das macht wütend.
Aber: Ich gebe nicht auf.

Darum habe ich – aus meiner Situation heraus – eine eigene Crowdfunding-Kampagne gestartet. Ganz allein, ohne Business-Team, einfach ich.
Sie ist vielleicht nicht perfekt, aber sie ist echt. Und sie ist wichtig.

Denn ich will mir selbst helfen. Ich will meinen Weg finden – trotz voller Erwerbsminderung. Ich will zeigen, dass wir mehr sind als unsere Einschränkungen. Dass wir Potenziale haben. Dass wir Teil dieser Gesellschaft sind – und nicht ihr Rand.

 Hier geht’s zur Kampagne:
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Wenn du das liest und denkst: Ja, das berührt mich – dann teile es.
Denn Sichtbarkeit ist der erste Schritt zur Veränderung.

Mit Haltung, Herz und Hoffnung
Ilka Hannig

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Manche Tage laufen einfach anders. Und trotzdem laufe ich weiter.

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen nichts so lief, wie ich es mir vorgenommen hatte. Mein Frühdienst fiel aus – und das bringt meinen gesamten Alltag aus dem Takt. Ich musste warten, bis endlich jemand kam, der mir beim Start in den Tag hilft. Für viele ist das unvorstellbar, für mich leider Alltag.

Die geplante Zoom-Sitzung? Musste ich absagen.
Der Bewerber für meine offene Assistent:innenstelle? Kam nicht.
Und mein Tagesplan? Wurde einmal komplett durcheinandergewirbelt.

Das alles ist nicht nur organisatorisch anstrengend, sondern auch emotional. Denn man spürt wieder ganz deutlich: Wie sehr man auf Strukturen angewiesen ist, die oft nicht tragen.
Trotzdem habe ich das Beste daraus gemacht – so gut es eben ging. Ich habe Dokumentationsaufgaben erledigt, Netzwerkarbeit vorangebracht, E-Mails beantwortet und versucht, mir ein Stück Normalität zurückzuholen.

Und ja, ich war auch einfach wütend.
Wütend auf das System, das mir mit meiner vollen Erwerbsminderung keine Perspektive gibt.
Wütend auf all die Hürden, die so viele von uns täglich meistern müssen.
Aber: Ich habe diese Wut in etwas Konstruktives verwandelt.

Ich habe weiter an meiner privaten Crowdfunding-Kampagne gearbeitet – und bin stolz darauf, dass ich sie ganz allein auf den Weg gebracht habe. Ohne mein Business-Team, ohne professionelle Hilfe.
Weil ich etwas schaffen will, das mir ein Stück Selbstbestimmung zurückgibt.

 Hier findest du die Kampagne:
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Ich wünsche mir, dass meine Geschichte nicht nur gehört wird – sondern hilft, Dinge zu verändern. Für mich. Für andere. Für ein Stück mehr Gerechtigkeit.

Gegen Mittag war ich dann spazieren – weil das manchmal die einzige Möglichkeit ist, meinen Kopf frei zu bekommen.
Denn auch wenn der Tag nervenaufreibend war: Ich bleibe. Ich gehe weiter. Ich gebe nicht auf.

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Ilka Hannig

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#CrowdfundingMitHerz #PersönlichesBudget #Selbstbestimmung #Inklusion #Barrierefreiheit #AssistenzGestalten #LebenMitAssistenz #NichtAufgeben #Behindertenpolitik #IchBinIlkaUndIchGebeNichtAuf

„Ich habe es einfach gemacht – für mich.“

„Ich habe es einfach gemacht – für mich.“

Heute war ein stiller, aber kraftvoller Tag. Einer dieser Tage, an denen man nicht laut ist – aber innerlich wächst.

Ich habe intensiv an meiner privaten Crowdfunding-Kampagne gearbeitet. Und diesmal ganz allein. Ohne mein Business-Team, ohne Hilfe von außen. Nur ich, mein Laptop, mein Herz – und die vielen Gedanken, die mich durch diese letzten Wochen begleitet haben.

Ich bin stolz. Wirklich. Denn auch wenn sie vielleicht noch nicht perfekt ist – sie ist da. Sie ist online. Sie ist mein Werk, mein Ausdruck, mein Zeichen: Ich gebe nicht auf.
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Diese Kampagne ist mehr als ein Versuch, meine finanzielle Lage ein wenig zu stabilisieren. Sie ist mein Aufruf an eine Gesellschaft, die oft lieber wegschaut. Sie ist mein Schritt zurück in die Sichtbarkeit – als Mensch, als Frau mit Behinderung, als jemand, der gestalten will und nicht nur „verwaltet“ werden möchte.

Natürlich gab es auch heute wieder viele Mails zu beantworten, Netzwerke zu pflegen und Dokumentationsarbeiten zu erledigen. All das gehört zu meinem Alltag – zu meinem Projekt, zu meinem Verein, zu meinem Leben.

Aber der eigentliche Durchbruch war heute innerlich. Ich habe gespürt: Ich kann das. Ich darf das. Und ich mache es. Weil meine Geschichte zählt. Weil ich Raum brauche – und weil ich bereit bin, ihn mir zu nehmen.

Und jetzt sitze ich hier, müde, aber erfüllt. Es ist noch ein weiter Weg. Aber ich bin unterwegs.

Danke an alle, die mitlesen, mitdenken und mitfühlen.

Mit Haltung, Herz und Hoffnung
Ilka Hannig

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Ein stiller Tag mit kraftvollen Entscheidungen.

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen im Außen nicht viel Trubel war – aber im Inneren umso mehr bewegt wurde.

Ich habe weiter an meiner persönlichen Crowdfunding-Kampagne gearbeitet. Es ist mehr als eine Sammlung von Texten oder Bildern – es ist mein Versuch, mir selbst ein Stück Sicherheit und Selbstwirksamkeit zurückzuholen. Die letzten Wochen waren kräftezehrend, voller Gespräche, Anträge, Sorgen um Assistenz, um Geld, um Zukunft. Und doch: Ich gebe nicht auf. Ich gestalte. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Am Vormittag habe ich eine neue Assistentin eingestellt – es hat einfach gepasst. Solche Begegnungen machen Hoffnung. Und sie zeigen, dass Veränderung manchmal genau dann passiert, wenn man gerade nicht damit rechnet. Für nächste Woche habe ich gleich weitere Bewerber:innen für mein persönliches Budget eingeladen – ich will dranbleiben. Auch wenn es mühsam ist.

Später habe ich mich dann nochmal mit meinen Dienstplänen beschäftigt. Es ist viel Verantwortung, alles unter einen Hut zu bringen. Aber ich trage sie, weil sie mein Leben stützt – weil persönliche Assistenz eben nicht nur Organisation, sondern auch Würde, Selbstbestimmung und Alltag bedeutet.

Und weil mein Kopf oft überläuft vor Gedanken, Plänen und Sorgen, bin ich in den letzten Tagen wieder öfter spazieren gegangen. Raus aus der Enge, rein in die Bewegung. Das hilft mir, mich selbst nicht zu verlieren.

Heute war ein Tag ohne große Bühne, aber mit viel Bedeutung. Ein Tag, der sich still und stark zugleich anfühlt.

Mit Herz, Haltung und Hoffnung
Ilka Hannig
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