„Ein bisschen Alltag, ein bisschen Aufbau – ein guter Tag.“

Heute Morgen habe ich den Tag ganz bewusst ruhig gestartet. Kein hektisches Durcheinander, kein sofortiges Funktionieren. Stattdessen: ein Kaffee, ein gutes Gespräch.

Ich war mit dem 2. Vorsitzenden von AssistenzGestalten e.V. i.Gr. verabredet – wir haben draußen gesessen, Kaffee getrunken und ein bisschen über unsere Strategie gesprochen. Keine PowerPoint, kein Protokoll. Einfach reden, Ideen austauschen, nachspüren, was wirklich wichtig ist. Solche Gespräche bringen oft mehr Klarheit als jeder formale Termin.

Danach war ich einkaufen – auch das muss sein. Und mittags habe ich mich dann endlich mal um meine private Post gekümmert. Dinge, die liegen geblieben sind, sortiert, beantwortet, abgeheftet. Und ich habe ein wenig an meinem Dienstplan gebastelt – mit dem Anspruch, ihn praktikabel und flexibel zugleich zu halten. Wie immer ein kleines Puzzle.

Trotzdem war der Tag auch produktiv im „klassischen Sinne“:
Ich habe einen neuen Artikel geschrieben, Netzwerkarbeit gemacht und einige Menschen direkt auf meine Crowdfunding-Kampagne angesprochen. Es kostet immer wieder Überwindung, um Unterstützung zu bitten – aber ich weiß, wie wichtig Sichtbarkeit ist. Und wie sehr mein Weg von Gemeinschaft getragen wird.

Außerdem habe ich gezielt recherchiert, welche Workshop-Konzepte für AssistenzGestalten sinnvoll und machbar wären. Ich habe mich mit Formaten, Bedarfen und inhaltlichen Schwerpunkten beschäftigt – und erste Ideen kristallisieren sich langsam heraus.

Zum Abschluss habe ich mich nochmal mit Challenge2025 befasst. Ich will die Struktur dahinter besser verstehen, weil ich darin eine gute Chance sehe, mich selbst besser zu vernetzen und Themen einzubringen, die sonst oft übersehen werden.

Und dann, am Abend, hatte der Tag noch ein Highlight:
Ich habe mich mit Freunden zum Essen getroffen. Lachen, Austausch, Wärme. Es war schön, einfach mal nicht zu funktionieren, sondern nur da zu sein – genau so, wie ich bin.

Ein bisschen Alltag, ein bisschen Aufbau – und am Ende: ein guter Tag.

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Persönliche Assistenz sichern – Selbstbestimmung ermöglichen.

von Ilka Hannig

Was gerade in Berlin passiert, ist für viele Menschen mit Behinderungen existenzbedrohend. Die geplanten Kürzungen bei der Budgetbegleitung gefährden ein zentrales Element der Persönlichen Assistenz im Arbeitgeber*innen-Modell – und damit unsere Selbstbestimmung im Alltag.

Ich bin selbst Arbeitgeberin meiner Assistenzen. Ich organisiere, koordiniere, rechne ab, führe Bewerbungsgespräche – jeden Tag. Dafür brauche ich professionelle Unterstützung in der Budgetbegleitung. Ohne diese Unterstützung geht es nicht. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil niemand ein komplexes Assistenzsystem ganz allein stemmen kann – erst recht nicht unter den Bedingungen, unter denen wir kämpfen müssen.

In einem Treffen mit Vertreter*innen der Verwaltung wurde zwar signalisiert, dass etwa Krankheitstage außerhalb des Budgets künftig anerkannt werden sollen. Doch was ab 2026 gilt, bleibt unklar. Diese Unsicherheit ist nicht nur unbefriedigend – sie gefährdet Existenzen.

Ich frage mich: Wie kann es sein, dass wir in einem Land leben, das sich zu Inklusion bekennt, und gleichzeitig Strukturen zerstört, die genau diese Inklusion ermöglichen?

Persönliche Assistenz ist keine Wohltätigkeit. Sie ist ein Menschenrecht.

Wir brauchen keine Sonderlösungen. Wir brauchen faire Rahmenbedingungen, verlässliche Finanzierung, klare Zusagen – und Menschen, die sich trauen, an der Seite von behinderten Arbeitgeber*innen zu stehen.

 Hier findest du mehr über meinen entstehenden Verein AssistenzGestalten e. V.:
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Und wenn du meine Arbeit und meinen Weg zu mehr Teilhabe direkt unterstützen willst, kannst du meine persönliche Crowdfunding-Kampagne teilen oder selbst unterstützen:

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Lasst uns gemeinsam zeigen: Wir geben nicht auf. Und wir geben nicht nach.

#AssistenzGestalten #Inklusion2025 #Arbeitgebermodell #Barrierefreiheit #Selbstbestimmung #Teilhabe #Behindertenpolitik #Crowdfunding #Berlin

„Tetris und Regen – so verläuft mein Tag.“

Heute war einer dieser Tage, an denen ich eigentlich dachte, ich könnte alles mal entspannt selbst planen. Meine Assistentin fiel aus – das wusste ich – also wollte ich den Tag so gestalten, wie es für mich passt. Ein bisschen Struktur, ein paar Aufgaben, ein bisschen Luft.

Aber wie das oft so ist: Der Plan passte nicht zum Tag.
Zum Glück hatte ich eine leise Vorahnung und konnte das aufziehende Chaos zumindest etwas abfangen. Trotzdem: Ich musste meine Dienste für morgen komplett neu planen. Es fühlte sich ein bisschen wie Tetris an – Termine verschieben, Lücken füllen, neue Kombinationen finden, ohne dass das ganze Gebilde einstürzt.

Trotz allem: Ich habe es geschafft.
Ich habe heute sogar noch eine neue Assistentin eingestellt und einen frischen Dienstplan geschrieben. Es war viel – aber es war machbar. Und am Ende des Tages bin ich erschöpft, aber zufrieden.

Zwischendurch habe ich an meiner Netzwerkarbeit weitergearbeitet und mich intensiver mit Challenge2025 beschäftigt. Besonders das Miroboard-System fordert aktuell noch etwas Einarbeitung – aber ich bin dran, Schritt für Schritt.

Ein weiterer schöner Teil des Tages war die Auseinandersetzung mit möglichen Workshop-Themen für AssistenzGestalten e.V.
Erste Ideen nehmen Form an – und ich merke, wie viel Potenzial in diesem Projekt steckt. Ich freue mich darauf, Formate zu entwickeln, die Teilhabe praktisch ermöglichen und erfahrbar machen.

Und dann… bin ich noch im Regen spazieren gegangen. Manchmal mag ich das. Wenn alles so unruhig ist, tut dieser stille, gleichmäßige Regen gut. Er sortiert meine Gedanken, ohne viele Worte.

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Danke, dass du mitliest. Mitgehst. Mitfühlst.

„Ich passe nicht in eure Schublade. Und ich will da auch gar nicht rein.““

Der zweite Teil meines Tages war – ehrlich gesagt – anstrengend. Nicht wegen der Arbeit. Sondern wegen der Gespräche.
Wieder so eine Unterhaltung, in der ich erklären – fast schon rechtfertigen – musste, warum ich meine volle Erwerbsminderung nicht einfach „annehme“ und mich „ausruhe“. Warum ich eben nicht den ganzen Tag die Füße hochlege und nichts tue.

Gott, wie ich diese Frage hasse.
Aber ich stelle mich ihr. Immer wieder.
Weil sie wichtig ist. Weil Aufklärung wichtig ist.

Warum glauben Menschen, es sei schön, einfach nur zu Hause zu „hängen“ – ohne Aufgabe, ohne Förderung, ohne Sinn?
Das ist doch kompletter Blödsinn.
Das macht einsam. Das macht depressiv. Das nimmt einem das Gefühl, Teil dieser Gesellschaft zu sein. Es macht ganz sicher nicht zufrieden.

Ich verstehe nicht, warum es so schwer ist zu akzeptieren, dass auch ich – trotz oder gerade wegen meiner körperlichen Einschränkungen – etwas beitragen will. Etwas zurückgeben möchte.
Ich will nicht raus aus dem System – ich will mitgestalten.
Ich will, im Rahmen meiner Möglichkeiten, selbstständig arbeiten, selbst Geld verdienen und Verantwortung für mein Leben übernehmen.
Nicht, um irgendwem etwas zu beweisen – sondern weil es mir wichtig ist. Weil es sich richtig anfühlt.

Und ja, das bedeutet auch, sich immer wieder erklären zu müssen.
Sich Schubladen zu verweigern. Sich dem System zu stellen, das lieber schweigende Akten als aktive Menschen sieht.

Aber ich bin da. Ich bin laut.
Und ich werde weiter kämpfen – für die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben. Für echte Teilhabe.
Für all die, die auch nicht in die Schubladen passen.

Denn davon hätten am Ende alle etwas.

„Ein kleiner Durchbruch – und viele nächste Schritte.“

Heute war ein Tag, an dem sich etwas bewegt hat. Nicht laut, aber spürbar.

Ich konnte klären, dass wir für kommende Veranstaltungen und Workshops im Rahmen von AssistenzGestalten e.V. kostenfrei Räume über die Diakonie nutzen dürfen. Das ist eine große Erleichterung – nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional. Es fühlt sich an wie ein Stück Rückhalt. Ein Zeichen: Du darfst das hier machen. Du wirst gesehen.

Und ab August werde ich auch wieder regelmäßig zur Diakonie fahren. Nicht nur wegen der Räume – sondern weil ich dort auch mein Ehrenamt wiederaufnehme. Das bedeutet für mich: ein Stück Alltag zurück, ein kleines Stück Normalität. Verlässlichkeit auf meine Weise.

Heute fand außerdem ein strategisches Gespräch mit meinem Business-Team statt. Gemeinsam haben wir reflektiert, wo wir mit dem Verein stehen, welche nächsten Schritte jetzt anstehen – und was ich konkret an Unterstützung brauche.

Ein weiteres Thema war die Vorbereitung auf mögliche Förderprogramme. Erste Ideen liegen auf dem Tisch. Jetzt heißt es: sortieren, konkretisieren, dranbleiben.

Es sind diese Tage – leise, aber kraftvoll – an denen ich spüre:
Das hier ist echt. Das hier trägt.
Und ich trage es mit.

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„Es ist viel. Und es ist meins.“

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich vieles gleichzeitig jongliert habe – Netzwerkarbeit, Mails, Dokumentation. Ich habe Nachrichten beantwortet, Dinge sortiert, Abläufe strukturiert. Und ehrlich gesagt: Ich musste mich selbst daran erinnern, dass das alles wichtig ist. Dass auch das Ordnen und Archivieren ein Teil von Sichtbarkeit ist – von Ernsthaftigkeit. Von dem, was ich mit AssistenzGestalten e.V. i.G. aufbauen will.

Ich weiß, dass ich irgendwann zurückblicken will – und dass alles da sein soll: jede Entwicklung, jede Entscheidung, jede Notiz. Lückenlos. Weil dieser Weg zählt.

Heute früh hatte ich den zweiten Dienst mit meiner neuen Assistentin. Es ist noch nicht rund, aber das darf es auch noch nicht sein. Es ist ein Herantasten – beidseitig. Nähe braucht Zeit, Vertrauen auch. Ich weiß das. Und trotzdem bin ich müde.

Eigentlich wollte ich später noch einkaufen. Dann kam der Regen. Und ich blieb. Irgendwie hat das zum Tag gepasst.

Dann kam die nächste Nachricht: Ich muss wieder eine Kalkulation für mein Budget erstellen. Noch ein Formular. Noch ein Aufwand. Noch ein Schritt auf einem Weg, der selten einfach ist – aber meiner ist.

Mittwoch steht ein persönliches Treffen an. Ich freue mich drauf. Gemeinsam mit einer Vertrauensperson will ich erste Ideen für kleine Workshops im Rahmen von AssistenzGestalten entwickeln. Erste Formate, die greifbar machen, was Teilhabe bedeutet. Es wird konkret. Und das macht Hoffnung.

Und morgen? Morgen fahre ich zur Diakonie. Einfach mal wieder Hallo sagen. Einen Kaffee trinken. Ein Stück Normalität. Ich werde im August wieder ein bisschen in mein Ehrenamt einsteigen. Schrittweise. So, wie es geht.

Und dann noch das: Für September habe ich eine neue Minijobberin eingestellt. Eine weitere Unterstützung, ein weiterer Schritt Richtung Entlastung – und auch ein Zeichen dafür, dass ich Verantwortung übernehme. Dass ich wachse. Dass ich nicht nur träume, sondern umsetze.

Und falls du dich fragst, woher ich all die Energie nehme:
Manchmal weiß ich es selbst nicht so genau.
Aber ich glaube, es ist eine Mischung aus Herzenssache – und dem tiefen Wissen:
Aufgeben kann ich nicht.

„Organisieren, Vorbereiten, Weitermachen.“


„Organisieren, Vorbereiten, Weitermachen.“

Heute war wieder ein Tag für die organisatorischen Aufgaben, die im Hintergrund so wichtig sind, aber oft nicht gesehen werden. Es war kein spektakulärer Tag – aber ein produktiver.

Ich habe mich intensiv mit meiner Netzwerkarbeit beschäftigt. Die ersten Rückmeldungen auf meine Sponsorenanfragen sind eingetroffen. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass das Projekt von AssistenzGestalten e.V. i.G. bereits Interesse weckt. Viele Interessierte warten nun jedoch noch auf die offizielle Vereinsgründung, bevor sie eine Entscheidung treffen können. Ich weiß, dass Geduld gefragt ist, aber ich bleibe dran. Sobald der Verein offiziell eingetragen ist, werde ich erneut auf alle potenziellen Unterstützer:innen zugehen.

Darüber hinaus habe ich beim Finanzamt für Körperschaften I nach dem aktuellen Stand der Prüfung unserer Satzung nachgefragt. Der nächste Schritt in der Vereinsgründung steht an, und ich möchte so schnell wie möglich vorankommen. Es fühlt sich immer noch wie ein langer Weg an, aber jeder Schritt bringt mich näher ans Ziel.

Ich habe außerdem einige Dokumentationspflichten abgearbeitet und meine Unterlagen weiter gepflegt. Es sind diese kleinen Dinge, die oft am meisten Energie kosten, aber ohne sie geht es nicht. Klarheit in den eigenen Unterlagen hilft, den Überblick zu behalten und alles in geordneten Bahnen zu führen.

Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess – und ich bin fest entschlossen, ihn weiterzugehen. Auch an den Tagen, an denen es nicht so sichtbar ist, bleibe ich dran.

Nicht laut. Aber wichtig.


Tagesnotiz vom 20.07.2025

Heute war so ein Tag, an dem ich viel gemacht habe – aber das meiste davon sieht man nicht. Keine Bühne. Kein Applaus. Keine schnellen Erfolge. Aber trotzdem wichtig. Vielleicht gerade deshalb.

Ich habe weiter an meinem Netzwerk gearbeitet. Wieder Sponsoring-Anfragen rausgeschickt. Wieder gehofft, dass jemand liest, versteht, fühlt, warum dieses Projekt so viel mehr ist als nur „Vereinsarbeit“.
AssistenzGestalten e.V. i.G. – das ist mein Versuch, etwas zu verändern. Nicht nur für mich. Für viele. Für die, die oft übersehen werden. Für die, die keine Lobby haben.

Zwischendurch habe ich meine Unterlagen sortiert. Dokumentation aufgearbeitet. Alles ein bisschen strukturierter gemacht, damit das Chaos in meinem Kopf nicht überhandnimmt. Es war leise heute. Und gleichzeitig voll. Voll von Gedanken, To-dos, innerem Ringen.

Manchmal frage ich mich, warum ich mir das alles antue. Warum ich kämpfe, obwohl die Kraft manchmal kaum reicht. Aber dann weiß ich’s wieder:
Weil ich keine Wahl habe. Weil das hier meine Stimme ist. Mein Raum. Mein Weg. Weil ich zeigen will, dass auch Menschen mit Erwerbsminderung gestalten können. Verantwortung übernehmen. Laut sein dürfen.

Ich mache das hier nicht zum Spaß. Ich mache das, weil ich muss.
Weil ich glaube, dass es besser geht. Menschlicher. Gerechter.

Und ich wünsche mir, dass das jemand sieht. Dass jemand sagt: „Ich steh hinter dir.“

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Danke, wenn du das liest. Wenn du’s fühlst.
Danke, dass du da bist.

„Zwischen Bier, Cocktails und echter Begegnung


„Zwischen Bier, Cocktails und echter Begegnung.“

Gestern war ich auf dem Sommerfest der Futura GmbH – sie haben ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Ein echtes Sommerfest: mit Musik, guter Stimmung, Bier, Cocktails und vielen Gesprächen.

Ich war wie so oft etwas aufgeregt vorher. Neue Orte, viele Menschen, laute Eindrücke – das ist für mich nicht einfach. Aber es war ein wirklich schöner Abend. Warm. Offen. Und voller kleiner, besonderer Momente.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um über meinen entstehenden Verein AssistenzGestalten e.V. i.G. zu sprechen – und war überrascht, wie interessiert die Menschen zugehört haben. Kein höfliches Nicken, sondern echtes Zuhören. Echte Fragen. Und neue Kontakte, die mir Hoffnung machen.

Besonders gefreut habe ich mich über die Gespräche mit Menschen aus dem Assistenzbereich, die mitdenken, mitfühlen, mitgestalten wollen. Solche Begegnungen tragen mich weiter, wenn es im Alltag oft an Energie fehlt.

Es wurde spät. Die Musik lief noch, das Licht wurde weicher, und ich saß da mit einem Cocktail in der Hand und dachte: Ich bin gerade richtig hier. Nicht als Ausnahme. Nicht als Randfigur. Sondern als Mensch. Als Teil.

Heute bin ich müde – klar. Aber innerlich noch ganz erfüllt. Ich nehme so viel mit aus diesem Abend: Begegnung, Anerkennung, kleine Funken Zukunft.

Und ich weiß einmal mehr: Ich mache weiter.

„Heute war wieder viel – und ich war mittendrin“.


Von Ilka Hannig

Manchmal sind es nicht die großen Entscheidungen, sondern die vielen kleinen Schritte, die dir am Ende des Tages zeigen: Ich bin noch da. Ich mache weiter. Ich gestalte.

Heute war wieder so ein Tag. Viel zu tun. Viel Verantwortung. Viel Gefühl.

Ich habe meine neue Assistentin eingearbeitet – und das braucht Vertrauen, Geduld und einen guten Anfang. Eine weitere Assistentin habe ich zu einem Gespräch eingeladen. Diese Prozesse sind nie „nur Arbeit“. Es geht um Nähe, Verlässlichkeit, Miteinander.

Dann hatte ich ein Telefonat mit einem Berater der Caritas. Er war wirklich freundlich. Und trotzdem war ich nervös. Solche Gespräche sind für mich oft mehr als „nur Beratung“. Sie fordern mich heraus. Aber: Wir haben jetzt einen persönlichen Termin im August vereinbart. Und das fühlt sich wie ein kleiner, richtiger Schritt an.

Ich habe Sponsorenanfragen geschrieben. Netzwerkarbeit gemacht. Dinge in Bewegung gebracht, von denen viele nicht mal wissen, wie viel Kraft sie kosten.

Und ich habe Geschenke verpackt – für das Sommerfest und Jubiläum morgen. Weil es sich gehört. Weil ich es mag, anderen eine Freude zu machen. Weil es mir wichtig ist.

Ich war spazieren, habe mir Kleidung für morgen rausgesucht, und jetzt – jetzt sitze ich hier mit einem Glas Wein. Privat. Persönlich. Menschlich.

Ich bleibe nicht stehen. Auch nicht an den Tagen, an denen ich müde bin. Auch nicht, wenn alles schwer wirkt. Denn ich weiß: Jeder Tag, an dem ich mich zeige, zählt. Jede Begegnung. Jede Entscheidung, weiterzugehen.

Ich bin Ilka.
Und ich gebe nicht auf.