Tagesnotiz – 03.09.2026
Heute war ich wieder viel auf meinen Social-Media-Kanälen unterwegs. Und irgendwann habe ich mich ganz ehrlich gefragt:
Was ist eigentlich so schlimm daran, einen Wunsch zu haben?
Ich wünsche mir ein kleines barrierefreies Zuhause auf Zeit am Meer. Einen Ort zum Durchatmen, Krafttanken und Schreiben. Und weil ich mir diesen Wunsch finanziell nicht einfach allein erfüllen kann, habe ich mich entschieden, offen darüber zu sprechen und um freiwillige Unterstützung zu bitten.
Niemand muss spenden. Niemand muss meinen Wunsch verstehen oder gut finden.
Aber warum muss man sich deshalb darüber lustig machen, urteilen oder sich über das Leben eines anderen Menschen den Mund zerreißen?
Heute bin ich wieder aus einigen Facebook-Gruppen gegangen, weil mir der Umgang dort einfach zu kalt und teilweise verletzend geworden ist. Ich möchte meine Energie nicht mehr dort lassen, wo Menschen lieber verurteilen, als einander etwas zu gönnen.
Natürlich macht mich das traurig. Aber es zeigt mir auch, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen.
Mein Wunsch bleibt trotzdem mein Wunsch.
Ich werde ihn nicht kleiner machen, nur damit andere Menschen ihn besser finden. Und ich werde mich auch nicht dafür schämen, dass ich Unterstützung brauche, um ihn vielleicht eines Tages Wirklichkeit werden zu lassen.
Man muss nicht jeden Traum eines anderen Menschen verstehen.
Manchmal reicht es schon, ihn einfach stehen zu lassen und respektvoll miteinander umzugehen.
Und genau das wünsche ich mir manchmal ein bisschen mehr: Menschlichkeit.
Alles Liebe
Ilka
