Tagesnotiz – 30.06.2026
Heute war wieder einer dieser Tage, an denen im Hintergrund ganz viel passiert ist.
Ich habe einiges an Netzwerkarbeit auf meinen Social-Media-Kanälen gemacht, Kontakte gepflegt, Nachrichten beantwortet und mich mit Menschen ausgetauscht. Ich merke immer mehr, wie wertvoll diese Verbindungen sind. Aus vielen kleinen Gesprächen entstehen oft neue Ideen und manchmal sogar neue Chancen.
Am Nachmittag war ich dann mit unserem 2. Vorsitzenden von AssistenzGestalten e.V. auf einen Kaffee. Wir haben in Ruhe darüber gesprochen, welche nächsten Schritte für den Verein anstehen und unsere Strategie für die kommende Zeit weiterentwickelt.
Natürlich beschäftigt mich weiterhin das Vereinsregister.
Heute haben wir beim Amtsgericht Charlottenburg angerufen, um nach dem aktuellen Stand zu fragen. Dort wurde uns mitgeteilt, dass bereits Post an uns verschickt worden sein soll. Da diese bisher nicht angekommen ist, wird sie nun noch einmal versendet.
Ich gebe zu, solche Situationen machen mich etwas nervös. Nicht, weil ich Angst vor dem Inhalt habe, sondern weil ich in solchen Momenten einfach nichts tun kann, außer abzuwarten. Und Geduld gehört leider nicht immer zu meinen größten Stärken.
Heute gab es aber auch einen Moment, der mich wirklich berührt hat.
Ich wurde gefragt, ob ich für den „Paritätischen Preis – Frauen mit Behinderungen in Aktion“ vorgeschlagen werden darf.
Natürlich habe ich Ja gesagt.
Nicht, weil es mir um einen Preis geht. Sondern weil allein der Gedanke, dass jemand an mich denkt und der Meinung ist, meine Arbeit könnte eine solche Anerkennung verdienen, mich unglaublich bewegt hat.
Manchmal vergisst man selbst, was man in den letzten Monaten alles geschafft hat. Umso schöner ist es, wenn andere den eigenen Einsatz sehen und wertschätzen. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Ansonsten geht es mir inzwischen wirklich gut.
Ich habe meinen Alltag wieder geordnet, vieles neu strukturiert und spüre, dass ich nach den vergangenen Monaten wieder mehr bei mir angekommen bin. Das fühlt sich richtig gut an.
Im Moment warte ich noch auf die neuen Akkus für meinen E-Rollstuhl. Die aktuellen sind inzwischen ziemlich verbraucht und schränken mich im Alltag etwas ein. Ich freue mich deshalb darauf, bald wieder unabhängiger und flexibler unterwegs sein zu können.
Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, sehe ich vor allem eines: Es war nicht immer leicht. Aber es hat sich gelohnt, dranzubleiben.
Und genau das werde ich auch weiterhin tun.
Alles Liebe
Ilka 🌿
