Tagesnotiz – 10.06.2026
„Manchmal ist eine Pause kein Rückzug – sondern die Voraussetzung, um weiterzugehen.“
Heute war ein ruhiger, aber guter Tag.
Ich habe mich auf meinen Social-Media-Kanälen bewegt, Kontakte gepflegt, Nachrichten beantwortet und mich mit Menschen aus meinem Netzwerk ausgetauscht. Nach den letzten Wochen merke ich, wie wichtig dieser Austausch für mich geworden ist.
Gleichzeitig habe ich heute eine Entscheidung getroffen, auf die ich mich sehr freue:
Nächste Woche fahre ich für drei Tage in ein Ferienhaus nach Brandenburg.
Einfach mal raus.
Einfach mal durchatmen.
Und ehrlich gesagt wird es Zeit dafür.
Das letzte halbe Jahr war geprägt von Veränderungen, Konflikten, Unsicherheiten und vielen Entscheidungen, die alles andere als leicht waren. Manche davon waren hart. Manche haben Menschen nicht gefallen. Manche wurden nicht verstanden.
Aber sie waren notwendig.
Denn am Ende ging es um mein Leben, meine Versorgung und die Stabilität meines Persönlichen Budgets.
Und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen bedeutet manchmal auch, Entscheidungen zu treffen, die nicht jedem gefallen.
Genau hier liegt aus meiner Sicht oft eines der größten Probleme im Persönlichen Budget.
Nach außen wird man häufig als „normaler Arbeitgeber“ betrachtet.
In der Realität sieht das jedoch oft anders aus.
Man bewegt sich innerhalb enger Vorgaben, ist abhängig von Entscheidungen der Kostenträger, von gesetzlichen Rahmenbedingungen und von der Finanzierung durch öffentliche Gelder. Gleichzeitig trägt man als Budgetnehmer die Verantwortung für Personal, Dienstplanung, Ausfälle, Konflikte, Bürokratie und die eigene Versorgung.
Und wenn etwas schiefläuft, steht man oft ziemlich allein da.
Was viele nicht sehen, ist der emotionale Ballast, den man dabei mitträgt.
Die Sorgen. Die Verantwortung. Die Angst, dass Versorgung ausfällt. Die ständige Suche nach Lösungen.
Für vieles davon gibt es kaum Unterstützung.
Und trotzdem wird erwartet, dass man funktioniert. Dass man organisiert. Dass man stark bleibt. Dass man möglichst keine Fehler macht.
Deshalb merke ich gerade sehr deutlich:
Es ist Zeit für eine kleine Pause.
Nicht, weil ich aufgebe.
Sondern weil ich Kraft sammeln möchte.
Denn nach diesen drei Tagen werde ich zurückkommen.
Mit neuen Ideen. Mit neuer Energie. Und mit dem festen Willen, mit AssistenzGestalten e.V. weiterhin auf die Themen aufmerksam zu machen, die viele Menschen bewegen.
Denn eines habe ich in den letzten Monaten gelernt:
Aufgeben ist keine Option.
Alles Liebe
Ilka
