„Zwischen Alltag, Chaosbewältigung und einem großen Schritt morgen.“

Tagesnotiz – Dienstag, 09.09.2025

Der Tag begann heute bei der Diakonie. Für mich ist es jedes Mal ein Stück wie Heimkommen, wenn ich dort bin. Es gibt mir Struktur, Zugehörigkeit und auch ein bisschen Ruhe.

Nebenbei habe ich heute noch eine Minijobberin für mein Assistenzteam eingestellt – eine große Erleichterung, weil gute Unterstützung so wichtig ist. Außerdem habe ich noch eine Bewerberin für morgen Nachmittag eingeladen.

Zwischendurch bin ich kurz nach Hause gefahren, habe etwas gegessen, tief Luft geholt – und bin gleich wieder weiter. Am Nachmittag hatte ich dann eine kleine Beratung zum Persönlichen Budget, weil ich persönlich angefragt wurde. Solche Gespräche erinnern mich immer wieder daran, warum ich meinen Verein gründe: weil Teilhabe keine Gnade sein darf, sondern ein Recht.

Danach war ich noch einen Kaffee trinken, bevor ich einkaufen war. Endlich zu Hause – und wieder hieß es: Chaosbewältigung. Der Spätdienst für morgen fiel aus. Also neu besetzen, durchatmen, den kleinen Anflug von Panik runterschlucken und eine Lösung finden. Zum Glück hat es geklappt. Problem gelöst.

Vor dem Schlafengehen habe ich noch Unterlagen für eine ehemalige Mitarbeiterin geklärt, die morgen ans Lohnbüro müssen.

Und jetzt? Jetzt liege ich im Bett und denke an morgen. Natürlich bin ich aufgeregt. Ich fahre nicht jeden Tag zur Senatsverwaltung und stelle ein Projekt vor. Klar, ich bin vorbereitet – Handout fertig, Argumentation durchdacht, alles geordnet. Aber trotzdem habe ich Respekt vor dieser Situation.

Denn wenn ich ehrlich bin: Ich sehe, wie weit ich gekommen bin. Alles aus meiner eigenen Lebensrealität heraus. Und das macht mich auch ein bisschen stolz.

Morgen darf ich zeigen, was möglich ist. Und auch wenn ich noch auf die Rückmeldung vom Finanzamt zur Satzung warte – vielleicht geht da was. Denn am Ende sind die Menschen in der Senatsverwaltung auch „nur Menschen“. Vielleicht hören sie zu. Vielleicht bewegt sich etwas.

Und egal wie es wird – es ist ein Schritt auf meinem Weg. ✨

– Ilka 

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