In den letzten Tagen war es etwas ruhiger um mich. Nicht, weil es nichts zu erzählen gäbe – sondern weil ich manches erstmal für mich selbst sortieren musste.
Unverhofft – und leider wieder mal ohne echte Erklärung – haben zwei Assistentinnen per WhatsApp gekündigt. Einfach so. Ohne Gespräch. Ohne Abschied. Das hat mich hart getroffen. Nicht nur, weil es meinen Alltag völlig durcheinandergebracht hat. Sondern weil es etwas in mir berührt, das viel tiefer geht.
In solchen Momenten werde ich still. Nicht aus Schwäche, sondern weil ich wirklich nicht verstehe, wie wir Menschen manchmal miteinander umgehen. Diese Form von Verantwortungslosigkeit verletzt – und sie zeigt, wie notwendig echte Aufklärung und Sensibilisierung im Bereich persönlicher Assistenz ist. Genau deshalb gründe ich AssistenzGestalten e.V.. Weil ich nicht länger zusehen will, wie Menschen in diesen Strukturen allein gelassen werden.
Ich habe fast zwei Wochen improvisiert, um den Alltag irgendwie zu stemmen. Habe wieder funktioniert, statt einfach zu leben. Und ja, das kostet Kraft. Viel Kraft. Auch, wenn ich es mir selbst selten zugestehe.
Umso mehr freue ich mich jetzt auf eine kleine Auszeit: Am Montag fahre ich für eine Woche nach Koserow. Einfach mal raus, durchatmen, Meer sehen. Keine großen Pläne, nur ich, mein Notizbuch und ein paar Gedanken, die mitkommen dürfen.
Ich weiß: Auch das ist Teil meines Weges. Stillstand gibt es nicht – aber es darf leiser werden. Für einen Moment.
Danke, dass ihr mitlest. Mitfühlt. Und bleibt.
Eure Ilka
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