„Persönliche Assistenz: Vom Kampf um Rechte zur Chance auf Selbstbestimmung“

„Persönliche Assistenz: Vom Kampf um Rechte zur Chance auf Selbstbestimmung“

Von Ilka Hannig

Die persönliche Assistenz ermöglicht Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben. Sie bietet individuelle Unterstützung in Bereichen wie Arbeit, Schule, Pflege, Haushalt, Freizeit und Elternschaft. Doch dieser Weg zur Selbstbestimmung war lang – und ist es noch immer.

Bereits in den 1970er Jahren begann die sogenannte „Krüppelbewegung“, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen starkzumachen. Es ging darum, gesellschaftliche Barrieren einzureißen und echte Teilhabe zu ermöglichen. In den 1980er Jahren nahm die Idee der persönlichen Assistenz in Deutschland Formen an. Inspiriert von der amerikanischen Independent-Living-Bewegung entstanden hierzulande die ersten „Zentren für Selbstbestimmtes Leben“, die Menschen mit Behinderungen dabei unterstützten, ihre Assistenz eigenständig zu organisieren. 1991 schlossen sich diese Initiativen zur „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V.“ (ISL) zusammen.

Mit dem Bundesteilhabegesetz 2020 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Menschen mit Behinderungen haben seitdem einen Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz. Doch die Umsetzung des Gesetzes gestaltet sich schwierig. Von Bundesland zu Bundesland gibt es große Unterschiede, viele Betroffene scheitern an bürokratischen Hürden. Besonders belastend ist der Fachkräftemangel: Es fehlen qualifizierte Assistenzkräfte, was zu Versorgungsengpässen führt.

Die Politik bemüht sich, diese Herausforderungen anzugehen, doch der Weg zu einer flächendeckenden und gerechten Versorgung bleibt steinig. Umso wichtiger ist es, dass Menschen mit Behinderungen eine starke Stimme bekommen – und dass innovative Lösungen wie meine Notfall-Assistenz-App die bestehenden Lücken schließen können. Denn es geht nicht nur um Assistenz, es geht um echte Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben für alle.

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