Heute war fühlen dran – und das ist genauso viel wert.

Manchmal sind es nicht die lauten Tage, die am meisten bewegen. Heute war so ein leiser, langsamer Tag – keiner, an dem große Dinge passiert sind, aber einer, der mich innerlich weitergebracht hat.

Ich habe keine riesigen Anträge abgeschickt, keine bahnbrechenden Entscheidungen getroffen. Stattdessen habe ich gelesen, nachgedacht, gefühlt, geschrieben. Und ich merke: Auch das gehört dazu. Auch das ist wichtig.

Ich habe Rückmeldungen auf einige meiner Mails gelesen. Keine konkreten Zusagen, keine direkten „Ja, wir unterstützen das“ – aber zwischen den Zeilen war etwas spürbar: Respekt. Interesse. Achtung vor dem, was ich da tue. Und das hat mich berührt. Denn manchmal reicht genau das, um wieder an den eigenen Weg zu glauben, gerade wenn er sich streckenweise etwas holprig anfühlt.

Ich habe heute auch viel über den Verein nachgedacht – nicht nur in Zahlen, Strukturen oder Satzungen, sondern wirklich von Herzen. Ich beginne mehr und mehr zu begreifen, dass er nicht nur das Fundament meiner Notfall-Assistenz-App ist, sondern vielleicht etwas viel Größeres: Ein Ort, an dem sich Menschen begegnen. Ein Raum für Austausch, Sichtbarkeit, Mut und Veränderung.

Ich glaube daran, dass genau darin die Kraft liegt. Nicht nur etwas zu entwickeln, sondern etwas zu bewegen.

Und so war heute kein Tag für Aktion – sondern für Verbindung. Für das Innehalten. Für ein stilles Ja zu dem, was ich tue.

Morgen ist wieder Raum fürs Machen. Heute war fühlen dran. Und das ist genauso viel wert.

Alles Liebe,
Ilka

Persönliche Assistenz – ins kalte Wasser geworfen

Ein persönlicher Bericht von Ilka Hannig

Wer im Arbeitgebermodell lebt oder arbeitet, kennt das wahrscheinlich: Man wird ins kalte Wasser geworfen.

Aus Sicht der Assistenznehmerin – also meiner eigenen – bedeutet das:
Man bekommt das persönliche Budget bewilligt und ist plötzlich Arbeitgeber:in. Mit allem, was dazugehört: Arbeitsverträge schreiben, Dienstpläne organisieren, Konflikte lösen, Verantwortung tragen, rechtliche Vorgaben einhalten. Aber eine Schulung? Eine begleitende Einführung? Jemand, der einen unterstützt? Gibt es nicht.

Man entscheidet sich natürlich sehr bewusst für das persönliche Budget, weil es Selbstbestimmung ermöglicht. Doch zu Beginn weiß man oft nicht, was wirklich auf einen zukommt. Zeiten ändern sich, Gesetze auch – und vieles davon trifft einen plötzlich direkt im Alltag. Dann bleibt oft nur eines: reinwachsen. Lernen durch Tun. Fehler machen, weitermachen, besser werden. Und genau deshalb ist es so wichtig, dass es Strukturen gibt, die dabei unterstützen.

Ich wurde nicht gefragt, ob ich weiß, wie man Personal führt. Ob ich weiß, wie man schwierige Gespräche führt, Grenzen setzt, Feedback gibt. Es wird einfach vorausgesetzt, dass man das kann. Doch ich bin nicht nur Arbeitgeberin – ich bin auch Mensch. Und als Mensch habe ich Fragen, Unsicherheiten, erlebe Konflikte.

Als es bei mir im Team zu einer schwierigen Situation kam, habe ich bei meiner zuständigen Behörde nachgefragt, ob ich eine Supervision zur Klärung bekommen könnte. Die Antwort: Nein, das sei im persönlichen Budget nicht vorgesehen.

Was aber auch nicht vorgesehen ist: dass ich ein Personalbüro, einen Betriebsrat oder eine HR-Abteilung an meiner Seite hätte. Ich soll einfach alles können – ohne Vorbereitung, ohne Ansprechpartner. Das ist nicht nur unrealistisch, sondern schlicht unfair.

Auch Assistenzkräfte starten oft ohne professionelle Einarbeitung oder klare Erwartungen. Und dann sollen zwei Menschen, mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen, ein funktionierendes Arbeitsverhältnis aufbauen. Ein Drahtseilakt.

Was sagen eigentlich die Gesetze dazu?

§ 29 SGB IX beschreibt das persönliche Budget als Leistung zur selbstbestimmten Teilhabe.
Die Realität: Selbstbestimmung wird erwartet – aber ohne finanzierte Begleitung.

Die UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere Artikel 19, 26 und 27, fordert Zugang zu Unterstützung, Rechten auf Arbeit, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.
Doch Supervision oder Fortbildung werden meist nicht übernommen – weil sie „nicht direkt zur Pflege gehören“.

Dabei geht es bei persönlicher Assistenz längst nicht nur um Pflege, sondern um Verantwortung, Organisation, zwischenmenschliches Miteinander und rechtssicheres Handeln.

Und genau hier will mein Verein ansetzen.

Ich möchte eine Struktur schaffen, die begleitet, stärkt, erklärt und vernetzt.
Ein Raum für Fortbildungen, Supervision, Erfahrungsaustausch – sowohl für Assistenznehmer:innen als auch für Assistenzkräfte.

Denn ich habe mich bewusst für das persönliche Budget entschieden.
Und für mich ist ganz klar: Solange es mir möglich ist, lebe ich selbstbestimmt in meinem Zuhause. Ich lasse mich nicht davon abbringen – auch wenn das System manchmal wenig Hilfe bietet.

Was ich mir wünsche, ist nicht mehr, aber auch nicht weniger, als faire Rahmenbedingungen.
Für ein Modell, das eigentlich genau dafür geschaffen wurde: Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Kontakt: Ilka_Hannig@web.de
Ich freue mich über Austausch, Mitstreiter:innen, Fachleute, Mutmacher und Möglichmacher – lasst uns gemeinsam weiterdenken.

Ich fang einfach an – und genau das fühlt sich richtig an.

Heute war so ein Tag, an dem ich vor allem im Kopf viel gearbeitet habe – aber eben auch Dinge auf Papier gebracht habe, die mir schon länger im Herzen liegen. Ich hab mich ziemlich intensiv mit dem Verein beschäftigt, den ich gründen will, um meiner App-Idee eine stabile und vor allem gemeinnützige Basis zu geben.

Ich hab weiter an der Struktur gefeilt, über den Zweck nachgedacht, erste Namensideen gesammelt – und zum ersten Mal eine kleine Liste angefangen mit Menschen, die ich mir als Gründungsmitglieder vorstellen könnte. Alles noch ganz am Anfang, aber es fühlt sich irgendwie so an, als würde da gerade was ganz Echtes entstehen.

Ein großes Thema heute war auch die Frage: Wie kann ich das Projekt überhaupt fördern lassen? Ich hab recherchiert, mich durch Förderprogramme gelesen – und wieder gemerkt, wie wichtig es ist, ganz sauber zwischen dem wirtschaftlichen Teil (also der eigentlichen App-Entwicklung) und der gemeinnützigen Vereinsarbeit zu trennen. Und trotzdem irgendwie beides so zu verbinden, dass es Sinn ergibt.

Was mir dabei auch durch den Kopf ging: Der Verein soll mehr sein als nur ein formeller Rahmen. Ich will ihn nutzen, um das Berufsbild der persönlichen Assistenz sichtbarer zu machen. Vielleicht irgendwann Fortbildungen anbieten, politische Aufklärungsarbeit leisten – also auch über die App hinaus echten Mehrwert schaffen.

Und während ich all das so strukturiere und sortiere, merke ich mal wieder: Ich bin einfach jemand, der erstmal macht. Ich denke nicht alles kaputt. Ich rede nicht wochenlang über etwas, ohne anzufangen. Ich fange einfach an. Und wenn’s unterwegs mal holpert, dann justiere ich eben nach.

Heute war kein lauter Tag. Kein Tag, an dem etwas „Großes“ passiert ist. Aber es war ein wichtiger Tag. Weil das Grundgerüst, auf dem bald alles stehen kann, wieder ein Stück gewachsen ist.

Alles Liebe,
Ilka

Ich gründe einen gemeinnützigen Verein – Wer möchte mitwirken?

von Ilka Hannig

Nach langem Überlegen, Recherchieren und persönlichen Abwägen ist die Entscheidung gefallen: Es wird einen gemeinnützigen Verein geben!

Dieser Verein soll die Grundlage dafür schaffen, dass meine Notfall-Assistenz-App Realität wird – aber nicht nur das. Es geht um weit mehr: Es geht um Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und darum, Assistenz und Unterstützung neu und praxisnah zu denken.

Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich Mitstreiter:innen suche – Menschen, die sich mit dem Thema persönliche Assistenz, Inklusion oder Barrierefreiheit verbunden fühlen, die vielleicht selbst betroffen sind oder im Bereich Pflege, Sozialarbeit, Digitalisierung oder Projektarbeit Erfahrung haben.

Ich suche keine fertigen Expert:innen, sondern Menschen mit Herz, Haltung und Lust, gemeinsam etwas zu bewegen.

Du möchtest dich ehrenamtlich engagieren? Ideen einbringen? Ein Projekt mitgestalten, das für viele Menschen einen echten Unterschied machen kann? Dann melde dich gerne bei mir.

Gemeinsam können wir etwas aufbauen, das nicht nur Lücken schließt, sondern neue Wege öffnet.

Kontakt: Ilka_Hannig@web.de

Ich freue mich über jede Nachricht, jeden Impuls, jede Unterstützung. Lasst uns gemeinsam wirken.

Doppelstrategie – Zwei Wege, ein Ziel.

Heute habe ich mich intensiv mit der Struktur meines Projekts beschäftigt. Wie kann ich meine Notfall-Assistenz-App nachhaltig umsetzen? Welche Wege führen ans Ziel? Und je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird: Ich brauche eine Doppelstrategie.

Auf der einen Seite steht der Verein – eine Plattform für Inklusion, politische Aufklärung und Netzwerkarbeit. Hier geht es darum, die Strukturen für persönliche Assistenz zu verbessern, Bewusstsein zu schaffen und langfristige Veränderungen anzustoßen. Der Verein kann Fördermittel beantragen, Projekte umsetzen und Menschen vernetzen, die gemeinsam etwas bewegen wollen.

Auf der anderen Seite steht die wirtschaftliche Umsetzung der App. Denn eine digitale Lösung wie diese braucht eine stabile Basis – nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch. Die App soll praktische Lösungen schaffen, den Alltag für Assistenznehmer und Assistenten erleichtern und langfristig tragfähig sein.

Heute hatte ich ein Webinar zu Förderstrategien und wieder einmal gemerkt: Vereine haben bessere Chancen auf finanzielle Unterstützung, aber sie brauchen eine klare Struktur. Ich habe neue Ansätze kennengelernt, um das Ganze auf eine solide Basis zu stellen und langfristig tragfähig zu machen.

Ein großer Teil meines Tages drehte sich auch um Netzwerkarbeit. Ich habe mich mit neuen Leuten ausgetauscht, Kontakte geknüpft, Ideen besprochen. Es ist spannend zu sehen, wie viele Menschen das Thema bewegt und wie viel Unterstützung es gibt, wenn man die richtigen Fragen stellt.

Diese Doppelstrategie – ein Verein für den gesellschaftlichen und politischen Rahmen, eine wirtschaftliche Struktur für die App – fühlt sich richtig an. Denn sie kombiniert das Beste aus beiden Welten: Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit, gesellschaftliche Veränderung und praktische Lösungen.

Langsam fügen sich die Puzzlestücke zusammen. Ich habe noch nicht alle Antworten, aber ich sehe die Richtung klarer. Und das fühlt sich richtig gut an.

Alles Liebe,
Ilka

Warum „gut sein“ als Mensch mit Behinderung oft nicht reicht – und warum ich trotzdem weitermache ?

Ilka Hannig

Als Mensch mit Behinderung ist es oft nicht genug, einfach nur gut zu sein. Man muss besser sein, schneller, organisierter, perfekter. Nicht, weil man es sich aussuchen kann, sondern weil viele in der Gesellschaft automatisch davon ausgehen, dass man es eh nicht schaffen wird. Dass es nur Gerede ist oder dass man irgendwann scheitert, weil „es ja nicht anders geht“.

Diese Realität begleitet mich schon mein ganzes Leben. Es wird erwartet, dass ich erst einmal beweisen muss, dass ich überhaupt etwas kann. Während andere die Freiheit haben, sich auszuprobieren oder Fehler zu machen, habe ich das Gefühl, ich muss immer doppelt so vorbereitet sein, um ernst genommen zu werden.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich so detailgenau an meiner Notfall-Assistenz-App arbeite. Weil ich weiß, dass ich keine halbfertige Idee präsentieren kann. Weil ich mir keine Lücken erlauben darf. Weil ich schon im Voraus all die Fragen kenne, die auf mich zukommen werden. „Funktioniert das wirklich?“ – „Schaffst du das überhaupt?“ – „Wird das jemals umgesetzt?“

Aber genau deshalb sage ich: Jetzt erst recht.

Meine App soll beweisen, dass digitale Lösungen für persönliche Assistenz längst überfällig sind. Dass es nicht nur um eine Idee geht, sondern um eine reale Veränderung, die das Leben vieler Menschen verbessern kann. Eine Lösung, die dort ansetzt, wo der Alltag von Assistenznehmern und Assistenten es am dringendsten braucht – bei Verfügbarkeit, Flexibilität und Struktur.

Und vielleicht zeigt sie auch etwas anderes: Dass Menschen mit Behinderung nicht nur Betroffene sind, sondern selbst Lösungen schaffen können. Dass wir nicht nur diejenigen sind, die Unterstützung brauchen, sondern auch diejenigen, die Innovationen entwickeln.

Ich will nicht nur zeigen, dass es möglich ist, trotz einer Behinderung ein großes Projekt umzusetzen. Ich will der Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Denn am Ende ist es immer eine Frage des Wollens – nicht nur für mich, sondern für alle.

Und genau deshalb gehe ich weiter. Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich will. Und weil ich weiß, dass es sich lohnt.

Es nimmt Form an – und das fühlt sich gut an!

Hallo
Jeden Tag merke ich mehr, wie sehr sich meine Idee entwickelt. Was als Gedanke begann, wird immer konkreter. Strukturen entstehen, Netzwerke wachsen, neue Möglichkeiten tun sich auf. Und das Beste daran? Ich lerne so viel dazu!

Heute habe ich mich intensiv mit Fördermöglichkeiten beschäftigt und spannende Programme entdeckt, die genau zu meinem Projekt passen könnten. Jetzt geht es darum, Bewerbungen vorzubereiten und die besten Optionen zu finden. Es ist ein Prozess, aber es fühlt sich gut an, aktiv nach Lösungen zu suchen.

Auch in meinem Netzwerk hat sich wieder einiges bewegt. Neue Kontakte, spannende Gespräche, wertvolles Feedback. Ich merke, wie wichtig es ist, meine Idee mit anderen zu teilen – und wie viel Unterstützung es gibt. Das motiviert ungemein!

Natürlich gibt es noch viel zu tun. Aber anstatt mich davon einschüchtern zu lassen, sehe ich es als Herausforderung. Jeder Schritt bringt mich näher ans Ziel. Und was mich am meisten antreibt? Der Gedanke, dass meine App irgendwann vielen Menschen den Alltag erleichtern könnte.

Ich bin gespannt, wohin die nächsten Schritte führen. Aber eines weiß ich jetzt schon: Es fühlt sich genau richtig an.

Alles Liebe,
Ilka

Welche Organisationsform ist die richtige? – Ich muss mich schnell entscheiden!


Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung: Welche Rechtsform passt am besten zu meinem Projekt? Meine Notfall-Assistenz-App soll langfristig nicht nur mir helfen, sondern vielen Menschen mit Assistenzbedarf eine Lösung bieten. Doch um sie professionell umzusetzen, brauche ich eine stabile und nachhaltige Struktur.

Momentan schwanke ich zwischen einer Vereinsgründung und einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH). Beide haben Vor- und Nachteile:

➡ Ein Verein ermöglicht Spenden und Fördermittel, benötigt aber eine Satzung, einen Vorstand und regelmäßige Mitgliederversammlungen. Das bedeutet weniger unternehmerische Freiheit, aber mehr Fördermöglichkeiten.
➡ Eine gGmbH bietet mehr Flexibilität, benötigt jedoch ein Startkapital von 25.000 € (mindestens 12.500 € bei Gründung). Dafür könnten Förderungen und Spenden dennoch möglich sein, allerdings mit strengen Gemeinnützigkeitsvorgaben.

Meine Herausforderung: Ich habe nicht viel Zeit und muss mich schnell entscheiden, welche Form für mich die beste ist.

Ich brauche dringend Unterstützung von Menschen, die sich mit Vereinsgründung, gGmbHs oder gemeinnützigen Organisationen auskennen. Wer mir helfen kann oder Kontakte hat, die mich beraten könnten, bitte meldet euch bei mir!

Kontakt: ✉ Ilka_Hannig@web.de

Ich will keine Zeit verlieren – meine Entscheidung muss bald stehen.

Es wächst – und ich wachse mit.

Es gibt Tage, da fühlt sich alles nach purer Arbeit an. Mails schreiben, recherchieren, Netzwerken, Finanzierungswege durchdenken – und manchmal frage ich mich, ob das alles überhaupt in die richtige Richtung geht. Aber dann gibt es Tage wie heute, an denen ich einfach merke: Ja, es geht voran. Und ich wachse mit jeder neuen Herausforderung.

Meine Notfall-Assistenz-App ist längst nicht mehr nur eine Idee. Sie ist etwas, das Form annimmt, das in Gesprächen greifbar wird, das Interesse weckt. Heute habe ich wieder Förderer angeschrieben, neue Kontakte auf LinkedIn geknüpft und so viele spannende Rückmeldungen bekommen. Es ist verrückt, wie viele Menschen sich inzwischen mit mir vernetzen, einfach weil sie an das glauben, was ich hier aufbaue.

Aber es ist nicht nur das Netzwerken. Es sind die Dinge, die ich dabei neu lernen muss, die mich fordern und gleichzeitig weiterbringen. Ich setze mich mit rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander, mit Finanzierungsmöglichkeiten, mit Vereinsgründung. So viele Hürden, so viele bürokratische Hindernisse – aber genau deshalb ist diese App so wichtig.

Ein großes Thema, das mich gerade beschäftigt, ist die Vereinsgründung. Anfangs dachte ich, das wäre einfach nur ein Mittel zur Finanzierung, aber inzwischen sehe ich das anders. Ein Verein könnte eine echte Stimme für Assistenznehmer und Assistenten sein – eine Plattform für Veränderung. Und das gibt dem Ganzen noch einmal eine ganz neue Bedeutung.

Und dann gibt es diese Momente, in denen ich einfach kurz innehalte und mir bewusst wird, wie viel sich in den letzten Wochen getan hat. Ich habe Dinge gelernt, mit denen ich vorher nie zu tun hatte. Ich habe Kontakte geknüpft, die ich mir früher nie hätte vorstellen können. Ich habe mich selbst weiterentwickelt – einfach, weil ich dran geblieben bin.

Ich weiß nicht genau, wohin dieser Weg noch führt, aber ich weiß eins: Ich werde ihn weitergehen. Schritt für Schritt. Weil es sich richtig anfühlt.

Alles Liebe,
Ilka

Lernen, Wachsen und Machen – Weil Inklusion gelebt werden muss.

Ilka Hannig

Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich mich mit meiner Notfall-Assistenz-App auf eine Reise begeben, bei der ich nicht nur ein Projekt entwickle, sondern gleichzeitig so viel Neues lerne. Ich tauche in Themen ein, mit denen ich vorher nie in Berührung gekommen bin – rechtliche Strukturen, Finanzierungsmöglichkeiten, Vereinsgründung, politische Prozesse. Ich lese unglaublich viel, arbeite mich in Details ein, die ich vor ein paar Monaten noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Und je tiefer ich in diese Welt eintauche, desto bewusster wird mir: Es muss sich im Denken und Handeln etwas ändern. Inklusion ist nicht einfach nur ein schönes Wort, das man sich auf die Fahne schreibt – sie muss gelebt werden. Aber genau da liegt das Problem: Viel zu oft wird sie zerredet, zerlegt, bürokratisiert und ausgebremst.

Ich glaube, dass persönliche Assistenz im persönlichen Budget ein richtiger und wichtiger Schritt ist, um Inklusion lebendig zu machen. Aber sie wurde politisch nicht zu Ende gedacht. Es gibt Hürden, Unsicherheiten, zu wenig Unterstützung für diejenigen, die Assistenz benötigen – und genauso für die, die in diesem Bereich arbeiten.

Und genau hier setzt meine App-Idee an. Ich will dazu beitragen, diesen Gedanken zu Ende zu bringen. Eine digitale Lösung, die schnelle, flexible und bedarfsgerechte Unterstützung ermöglicht. Ein Tool, das nicht nur Menschen mit Assistenzbedarf hilft, sondern auch Assistenten bessere Strukturen und Möglichkeiten bietet.

Ich bin kein Superheld. Ich bin keine Politikerin, keine Entwicklerin, keine Wirtschaftsexpertin. Ich bin einfach jemand, der macht.

Ich habe diese Idee, weil ich selbst sehe, wo die Probleme liegen. Weil ich weiß, was es heißt, auf Assistenz angewiesen zu sein. Weil ich glaube, dass wir nicht darauf warten können, dass jemand anders Lösungen schafft – sondern dass wir sie selbst gestalten müssen.

Und wenn ich dafür Dinge lernen muss, die ich vorher nicht wusste – dann tue ich das. Weil es wichtig ist. Weil es sein muss. Und weil ich daran glaube, dass es sich lohnt.

Alles Liebe,
Ilka