Ein stiller Karfreitag – ganz für mich.


Ilka Hannig

Gestern war so ein Tag, an dem ich einfach mal losgelassen habe. Kein Projekt, kein Plan, kein Druck. Ich habe mich ausgeruht, gut gegessen, ein paar schöne Filme geschaut – ein bisschen wie Urlaub für die Seele. Und ganz ehrlich: Das hat richtig gutgetan.

Ich mag Ostern. Es hat für mich etwas sehr Persönliches. Es steht für Aufbruch, für Neuanfang, für diesen Moment, wenn der Frühling in die Welt kriecht – langsam, aber bestimmt. Diese Tage laden mich immer dazu ein, innezuhalten, nachzuspüren, was war – und was vielleicht neu wachsen darf.

Gestern hat mich jemand gefragt, was Gott für mich ist. Und ich konnte nur sagen: Das zwischen Gott und mir ist etwas ganz Eigenes. Für mich ist Gott nicht unbedingt jemand, der über allem wacht – sondern das, was wir im Herzen tragen. Was wir füreinander tun. Was wir teilen. Ich glaube, Gott – oder auch das Schicksal – ist das, was zwischen den Menschen passiert. In einem Blick, in einer Geste, in echter Verbundenheit. Es ist diese Energie, die uns miteinander verbindet, uns schützt, uns hält, wenn es schwer wird. Für mich sind es Schutzengel, die durch Begegnungen sprechen.

Und genau das habe ich mir gestern erlaubt zu spüren: Dankbarkeit für all das, was mich trägt – in mir und um mich herum.

Manchmal braucht es keine großen Worte. Nur ein bisschen Ruhe. Und ein bisschen Frühling im Herzen.

Alles Liebe,
Ilka

Zwischen Alltag und Aufbruch.


Ein persönlicher Blogeintrag von Ilka Hannig

Heute war wieder so ein Tag, der ganz still beginnt – und dann plötzlich ganz lebendig wird. Ich habe mich intensiv mit der Challenge2025 beschäftigt, einem Förderprogramm von Social Impact und der ING. Es ist spannend, wie gut das zu dem passt, was ich mit AssistenzGestalten aufbauen möchte: ein Ort, an dem Innovation nicht nur ein Wort ist, sondern echte Lösungen entstehen – gemeinsam mit denen, die sie brauchen.

Daneben liefen im Hintergrund viele kleine Dinge, die man nicht sofort sieht – aber die das Fundament stärken. Ich habe die ersten Gespräche für den 22. April vorbereitet. Es werden Menschen zusammenkommen, die nicht nur mitdenken, sondern mitwirken wollen. Ein richtiger Meilenstein – und irgendwie auch ein emotionaler Moment. Denn alles, was da gerade wächst, ist aus einem Gedanken entstanden. Aus einem Gefühl. Aus dem Wunsch, dass sich etwas ändern muss.

Besonders berührend war heute ein längerer Austausch mit Assistent:innen, die im Arbeitgebermodell arbeiten. Ihre Perspektiven, ihre Herausforderungen, ihre Wünsche – all das hat mir nochmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist, ihnen einen Raum zu geben. Einen Ort, der stärkt und verbindet. Genau das will der Verein sein.

Auch das Business-Team war wieder mit an Bord. Wir haben überlegt, wie wir die Gründung Ende Mai gut vorbereiten können, wie die Satzung klar wird, wie der erste Flyer aussehen soll. Es sind viele kleine Schritte – aber sie machen das Große greifbar. Und: Sie machen mich stolz.

Und dann ist da noch dieser kleine Gedanke, der sich heute öfter gemeldet hat. Ob ich nicht anfangen sollte, meine Texte, Gedanken und Artikel in einer Sammlung zu veröffentlichen. Etwas, das bleibt. Etwas, das andere berühren darf. Noch ist es nur ein Gedanke – aber vielleicht wird er bald lauter.

Ich merke einfach: Da ist Bewegung. Da ist Wandel. Und da ist Hoffnung.

Danke, dass ihr mit mir geht.

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten

– Ilka

„Auch wir wollen Arbeit – und das ohne Barrieren.


Ein persönlicher Impuls von Ilka Hannig

Heute habe ich mir die Dokumentation „Wir wollen Arbeit – ohne Barrieren“ angesehen – und sie hat mich tief berührt. Vielleicht auch, weil so vieles darin mein eigenes Leben widerspiegelt. Es geht um Strukturen, um Gesetze, um ein System, das Menschen mit Behinderung oft nicht mitdenkt, sondern ausschließt. Und das, obwohl wir nichts anderes wollen als das: dazugehören. Teil sein. Arbeiten. Wirksam sein.

Ich bekomme selbst Grundsicherung und eine volle Erwerbsminderungsrente. Und ja, rein rechtlich gesehen sollte ich mich am besten „ruhig verhalten“. Aber das liegt mir nicht. Ich glaube daran, dass jeder Mensch das Recht hat, sich mit seinen Möglichkeiten einzubringen. Dass Teilhabe nicht das Privileg einiger weniger ist – sondern ein Menschenrecht.

Die Doku hat mich bestärkt, meinen Weg weiterzugehen. Mit AssistenzGestalten e.V. will ich einen Raum schaffen, in dem persönliche Assistenz, Selbstbestimmung und Teilhabe neu gedacht werden können – und dürfen. Ich wünsche mir, dass Beratung, Unterstützung und Inklusion nicht weiter kaputtgespart oder durch Bürokratie ausgebremst werden.

Ich wünsche mir, dass wir endlich anfangen, Menschen nicht mehr über ihre Einschränkungen zu definieren, sondern über ihre Stärken. Dass Arbeit ein Recht bleibt – und keine Frage von Paragraphen. Dass Inklusion kein Lippenbekenntnis bleibt – sondern gelebt wird.

Und genau deshalb rede ich offen. Auch über Dinge, die unbequem sind. Weil ich daran glaube, dass Veränderung nur passiert, wenn wir sichtbar werden. Wenn wir laut sagen, was nicht mehr geht – und was wir stattdessen brauchen.

Ich will nicht beweisen, dass ich stark bin. Ich will einfach leben, gestalten, beitragen. Wie jeder andere Mensch auch.

Danke an alle, die zuhören, mitdenken, unterstützen – und sich nicht scheuen, für eine inklusive Gesellschaft einzustehen.

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten

Herzlich,
Ilka Hannig

Zwischen Weitergehen und Atemholen.


Ilka Hannig

Heute war wieder einer dieser Tage, die sich schwer in Worte fassen lassen – nicht, weil nichts passiert ist, sondern weil so vieles innerlich und äußerlich in Bewegung war.

Am Nachmittag hatte ich wieder Bewerber:innen bei mir, die sich für meine freie Assistenzstelle im Rahmen meines persönlichen Budgets interessiert haben. Diese Gespräche sind jedes Mal etwas Besonderes – weil es nicht nur um einen Job geht, sondern um Vertrauen, Nähe und Verantwortung. Man lässt einen Menschen sehr nah an das eigene Leben heran. Und manchmal ist es schwer, diese Entscheidung zu treffen. Ich wünsche mir so sehr, dass diesmal jemand dabei ist, der wirklich zu mir passt, der bleibt – und dem diese Arbeit nicht einfach nur „egal“ ist. Denn Assistenz ist mehr als eine Schicht. Es ist ein Teil vom Leben.

Zwischendurch habe ich mir wie in den letzten Tagen bewusst Zeit genommen, um rauszugehen. Ich war wieder länger spazieren – die frische Luft, die Bewegung, das Durchatmen, das braucht mein Kopf gerade. Es sortiert sich vieles dabei. Und ich merke, dass es mir hilft, nicht ständig nur im Machen zu bleiben, sondern auch zu spüren, was da gerade alles passiert.

Ich schreibe auch wieder viel. Vielleicht mehr als je zuvor. Nicht nur für das Projekt, sondern auch für mich. Um die Gedanken zu sortieren. Um zu verstehen. Und um zu verarbeiten, was in den letzten Wochen alles aufgebrochen ist. Ich glaube, ich habe mich noch nie so sehr gezeigt – so offen, so ehrlich, so verletzlich. Und genau das macht mich gleichzeitig stärker.

Viele sagen mir im Moment: „Ilka, ich staune, wie du das alles machst.“ Und ich lächle dann – und denke leise: Ich glaube, ich mache gar nicht genug. Ich sehe all das, was noch fehlt, was noch offen ist, was noch kommen muss. Aber heute habe ich mir gesagt: Vielleicht ist es okay. Vielleicht ist es genau das, was mich trägt – dieser Wunsch, wirklich etwas zu verändern. Und diese Überzeugung, dass ich genau das kann. Nicht trotz meiner Geschichte – sondern wegen ihr.

Jetzt liege ich im Bett, bin einfach nur müde – aber voller Dankbarkeit. Für die Begegnungen, die Menschen, die Rückmeldungen. Für das Vertrauen. Für jeden Schritt, den ich gehen darf.

Und auch wenn es manchmal schwer ist: Ich würde diesen Weg immer wieder wählen.

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten
#AssistenzGestalten #IlkaHannig #PersönlicheAssistenz #Barrierefreiheit #SelbstbestimmtLeben #InklusionJetzt #Teilhabe #Crowdfunding

Wenn Inklusion nervt – warum das gar nicht schlimm ist.


Von Ilka Hannig

Ich habe es schon oft gehört: „Ilka, das Thema Inklusion ist irgendwie anstrengend.“ Oder auch: „Du redest ständig über Assistenz, über Barrieren, über Teilhabe – das ist manchmal echt viel.“ Und ja – ich verstehe das. Inklusion darf auch nerven. Veränderung nervt manchmal. Und Themen, die unbequem sind, erst recht. Aber vielleicht nervt das Thema auch deshalb, weil viele gar nicht genau wissen, worüber sie da eigentlich genervt sind.

Was ist Inklusion?
Inklusion bedeutet nicht, dass Menschen mit Behinderung irgendwo „dazukommen dürfen“. Es bedeutet, dass sie von Anfang an selbstverständlich dazugehören. Dass das System sie nicht ausschließt – sondern sie mitdenkt. Und das ist noch lange nicht Realität.

Ein gutes Beispiel dafür ist persönliche Assistenz. Viele kennen den Begriff – aber kaum jemand weiß, was er im Alltag bedeutet. Ich lebe mit persönlicher Assistenz im sogenannten Arbeitgebermodell. Das heißt: Ich stelle meine Assistent:innen selbst ein, organisiere meine Tagesstruktur, führe Bewerbungsgespräche, plane Urlaube, schreibe Arbeitsverträge – und bin gleichzeitig die Person, die auf Unterstützung angewiesen ist.

Das ist Freiheit. Aber auch eine enorme Verantwortung. Vor allem, wenn jemand plötzlich ausfällt. Und genau da setzt meine Idee an: Ich entwickle gemeinsam mit einem Team eine Notfall-Assistenz-App, die helfen soll, in solchen Situationen schnell Ersatz zu finden – flexibel, digital, praxisnah.

Und weil mir klar ist, dass das nicht nur mich betrifft, habe ich begonnen, den Verein AssistenzGestalten e.V. zu gründen. Wir wollen nicht nur digitale Lösungen entwickeln – sondern auch Weiterbildung, Austausch, Beratung. Denn: Wer persönliche Assistenz im Arbeitgebermodell lebt, bekommt oft kaum Unterstützung – weder strukturell noch emotional.

Was viele nicht wissen:
Pflegedienste und persönliche Assistenz sind nicht das Gleiche. In einem Pflegedienst entscheidet das System, wann du aufstehst, wer kommt und wie lange. In der persönlichen Assistenz entscheidest du selbst – wann, wie, mit wem. Es ist ein Menschenrechtsinstrument. Verankert im SGB IX, unterstützt durch die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland seit 2009 verpflichtet, echte Teilhabe umzusetzen. Doch in der Praxis sieht das oft anders aus.

Und wenn ich darüber spreche – in Beiträgen, in Mails, in Gesprächen – dann geht es nicht darum, nervig zu sein. Es geht darum, gehört zu werden. Es geht darum, sichtbar zu machen, was noch fehlt. Was wir gemeinsam besser machen können.

Deshalb lade ich euch ein: Lest mit, denkt mit, diskutiert mit. Und wenn ihr wollt – unterstützt unser Crowdfunding. Denn Inklusion wird nur dann Alltag, wenn wir sie alle gemeinsam tragen.

Website: http://www.assistenzgestalten.de
Crowdfunding: http://www.startnext.com/assistenzgestalten

#IlkaHannig #AssistenzGestalten #Inklusion #Teilhabe #PersönlicheAssistenz #Arbeitgebermodell #NotfallAssistenzApp #UNBRK #SGBIX #SelbstbestimmtLeben #Menschenrechte #Crowdfunding #Barrierefreiheit

Ein Tag zwischen Klarheit und Ruhe.


Ilka Hannig

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich versucht habe, vieles gleichzeitig zu tragen – Gedanken, Aufgaben, Hoffnungen. Am Vormittag habe ich mich erneut mit meinen privaten Finanzen beschäftigt. Leider ohne großen Erfolg. Es ist einfach zermürbend, wenn man sich bemüht, Dinge zu sortieren und Verantwortung zu übernehmen, aber an Strukturen scheitert, die für Menschen wie mich nicht mitgedacht wurden. Beratungsstellen, die nicht barrierefrei sind. Antworten, die ausweichen. Und immer wieder das Gefühl: Wenn du deine Raten zahlst, bist du zu „gut“, um Hilfe zu bekommen.

Doch ich versuche, mich davon nicht runterziehen zu lassen.

Am Nachmittag hatte ich Besuch – Bewerber:innen für meine offene Assistenzstelle im persönlichen Budget waren da. Mal sehen, was daraus wird. Ich wünsche mir einfach, dass bald wieder ein verlässliches Team steht. Denn ohne Assistenz lässt sich vieles nicht leben – und schon gar nicht gestalten.

Jetzt liege ich schon im Bett. Ich spüre, dass mein Körper und mein Kopf eine Pause brauchen. Es war viel in den letzten Wochen – emotional, organisatorisch, menschlich. Ich habe entschieden, mir diese Ruhe heute zu gönnen. Denn wenn ich etwas gelernt habe, dann das: Nur wer sich selbst gut hält, kann andere Wege mitgestalten.

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten

Danke, dass ihr da seid.
Eure
Ilka

Menschen mit Behinderung und Diskriminierung – eine persönliche Realität.


Von Ilka Hannig

Diskriminierung ist ein großes Wort. Für viele Menschen ist es abstrakt, vielleicht etwas, das man aus den Nachrichten kennt. Für Menschen mit Behinderung jedoch ist Diskriminierung oft etwas Alltägliches – manchmal laut, oft leise, aber immer spürbar.

Ich spreche nicht nur von offensichtlicher Ausgrenzung, sondern auch von strukturellem Ableismus, von Barrieren im Kopf und im System. Es fängt damit an, dass Menschen mit Behinderung beim Bewerbungsgespräch nicht eingeladen werden – oder dass die Schule ihnen schon früh vermittelt, dass sie „anders“ sind. Es zeigt sich in Gebäuden ohne Aufzüge, in Behördenformularen ohne barrierefreie Sprache oder in Gesprächen, in denen man über uns spricht, aber nicht mit uns.

Dabei ist die rechtliche Lage eigentlich klar:
Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes sagt eindeutig: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die Deutschland 2009 ratifiziert hat, verpflichtet den Staat dazu, Barrieren abzubauen, Diskriminierung zu verhindern und die volle, wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu gewährleisten.

Zusätzlich gibt es das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), die Benachteiligung im Alltag und am Arbeitsplatz verhindern sollen. Doch zwischen Gesetzestext und gelebter Realität klafft eine Lücke.

Ich selbst habe diese Lücke oft erlebt – im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt, im Gesundheitssystem. Und auch heute, als jemand, der sich aktiv für Inklusion einsetzt, spüre ich sie immer wieder. Menschen fragen mich, warum ich „so viele Ansprüche“ habe. Dabei fordere ich keine Sonderrechte – ich fordere Gleichstellung. Ich fordere das Recht, selbstbestimmt leben und arbeiten zu dürfen, mit der Assistenz, die ich brauche – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Diskriminierung beginnt dort, wo Menschen mit Behinderung nicht ernst genommen werden. Wo man ihnen weniger zutraut. Wo man ihre Potenziale übersieht – oder ihnen vorschreibt, wie sie zu leben haben.

Was es braucht, ist ein Perspektivwechsel. Es braucht Mut, Strukturen zu hinterfragen. Es braucht Gesetze, die nicht nur existieren, sondern auch umgesetzt und eingefordert werden. Und es braucht Menschen, die nicht nur reden, sondern handeln.

Ich schreibe diesen Bericht, weil ich überzeugt bin:
Teilhabe ist kein Geschenk. Sie ist ein Recht. Und dieses Recht gilt für alle.

#IlkaHannig
http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten

#InklusionJetzt #Menschenrechte #Diskriminierung #Barrierefreiheit #Teilhabe #AssistenzGestalten #UNBRK #Behindertenpolitik #Ableismus #SelbstbestimmtLeben

Zwischentöne eines stillen Montags.

Heute war so ein Tag, an dem vieles im Stillen passiert – nichts Großes, nichts Lautes, aber genau das, was ein Projekt, ein Alltag, ein Leben auch braucht: Struktur, Konzentration und Raum zum Sortieren.

Ich habe mich, wie so oft in letzter Zeit, erstmal wieder mit meinen Finanzen beschäftigt. Und ehrlich gesagt – wieder ohne wirklichen Erfolg. Es ist frustrierend, wenn man sich bemüht, Klarheit und Ordnung zu schaffen, aber sich die Türen immer wieder verschließen. Aber auch das gehört eben dazu. Ich versuche, es nicht persönlich zu nehmen – auch wenn es manchmal schwerfällt.

Danach habe ich mich intensiv um die Bewerbungen gekümmert, die für meine Assistenzstelle im persönlichen Budget eingegangen sind. Ab morgen starten einige Gespräche, und ich hoffe sehr, dass sich jemand findet, der gut in mein kleines Team passt. Verlässlichkeit, gegenseitiger Respekt und echtes Interesse – das sind für mich die wichtigsten Werte in der persönlichen Assistenz.

Um den Kopf frei zu bekommen, war ich heute auch länger draußen. Ich bin einfach losgelaufen, durch die Straßen, den Wind im Gesicht, und am Ende gab’s ein Eis auf die Hand. Es sind die kleinen Dinge, die manchmal Trost spenden, wenn Gedanken noch schwer nachhängen. Und ja – manches aus der vergangenen Woche wirkt noch nach. Nicht alles lässt sich abschütteln, nicht alles ist abgeschlossen.

Aber ich spüre auch: Das Fundament wächst. Jeder Tag, an dem ich weitergehe, sortiere, plane, atme, ist ein Schritt mehr in Richtung einer Idee, die langsam wirklich Form annimmt. Und das gibt mir Kraft.

Wer mehr über mein Projekt erfahren möchte, findet alle Infos hier:
Website: http://www.assistenzgestalten.de
Crowdfunding: http://www.startnext.com/assistenzgestalten

Danke, dass ihr mitlest, mitfühlt, mitdenkt.
Eure Ilka

„Einfach mal atmen – ein Tag nur für mich“

Heute habe ich mir etwas gegönnt, was in den letzten Wochen oft zu kurz kam: einen ganzen Tag nur für mich. Kein Projekt, keine E-Mails, keine Netzwerkarbeit. Stattdessen bin ich einfach raus, spazieren gegangen, ohne Ziel, ohne Plan – einfach dem Wind nach. Und es tat so gut.

Die letzte Woche war intensiv. Es ist so viel passiert. Gespräche, Entscheidungen, neue Ideen, Herausforderungen, die mich beschäftigt haben – und Momente, die mich emotional tief berührt haben. Das alles musste erstmal sacken. Und heute war der Raum dafür.

Während ich durch die Straßen ging, spürte ich, wie mein Kopf sich langsam ordnete. Wie aus all dem Durcheinander plötzlich Gedanken wurden, die sich setzen durften. Und wie mein Herz zur Ruhe kam. Ich glaube, wir vergessen manchmal, wie wichtig es ist, auch die stillen Tage zuzulassen. Tage, an denen nichts passiert – und doch so viel in einem selbst geschieht.

Es war kein produktiver Tag im klassischen Sinn. Aber er war wichtig. Für mich. Für mein Inneres. Und vielleicht gerade deshalb ein wertvoller Teil dieses Weges, den ich gerade gehe.

Manchmal muss man einfach nur atmen.
Und genau das habe ich heute getan.

Wenn du mehr über mein Herzensprojekt erfahren möchtest – hier findest du alles:
Webseite: http://www.assistenzgestalten.de
Crowdfunding-Kampagne: http://www.startnext.com/assistenzgestalten

Von Herzen,
Ilka

Ohne Fachkräfte keine Teilhabe.


Von Ilka Hannig

Wir sprechen gerade überall vom Fachkräftemangel – in der Pflege, in der Betreuung, in Kitas. Aber kaum jemand spricht darüber, wie dramatisch dieser Mangel auch die persönliche Assistenz betrifft. Für viele Menschen mit Behinderung – so wie mich – ist persönliche Assistenz die Grundlage für Selbstbestimmung. Und wenn Fachkräfte fehlen, dann bricht nicht nur der Alltag zusammen – sondern auch ein Stück Freiheit.

Ich lebe mit Assistenz im sogenannten Arbeitgebermodell. Das bedeutet: Ich bin selbst verantwortlich für die Auswahl meiner Assistent:innen, für Dienstpläne, Verträge, Abrechnungen. Und gleichzeitig bin ich auf diese Menschen angewiesen, jeden Tag. Wenn jemand ausfällt, gibt es keinen Ersatzdienst. Dann bleibe ich im Bett, der Einkauf fällt aus, Termine werden abgesagt. Und das passiert leider häufiger, als man denkt.

Dabei ist Assistenz ein verantwortungsvoller Beruf – aber er ist nicht anerkannt. Es gibt keine bundesweite Ausbildung, kaum Fortbildungsmöglichkeiten, keine Tarifbindung, keine klare Berufsdefinition. Viele steigen ohne Vorbereitung in den Job ein. Das führt zu Unsicherheit auf beiden Seiten – und zu Frustration.

Genau deshalb habe ich begonnen, den Verein AssistenzGestalten e.V. zu gründen. Der Verein befindet sich derzeit noch im Aufbau. Unser Ziel ist es, Fortbildung und Begleitung zu ermöglichen – für Assistenznehmer:innen und Assistent:innen. Wir möchten ein Ort sein für Austausch, für Praxiswissen, für politische Sichtbarkeit. Denn ohne engagierte, gut vorbereitete Menschen in der Assistenz ist Teilhabe kaum umsetzbar.

Wer über Inklusion spricht, darf das Thema Assistenz nicht ausblenden. Und wer über Assistenz spricht, darf die Arbeitsbedingungen der Menschen, die sie leisten, nicht vergessen.

Denn ohne Fachkräfte gibt es keine Assistenz – und ohne Assistenz keine Teilhabe.

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten

#AssistenzGestalten #IlkaHannig #Fachkräftemangel #PersönlicheAssistenz #Inklusion #Teilhabe #Barrierefreiheit #SelbstbestimmtLeben #UNBRK #Arbeitgebermodell #Menschenrechte