„Ich passe nicht in eure Schublade. Und ich will da auch gar nicht rein.““

Der zweite Teil meines Tages war – ehrlich gesagt – anstrengend. Nicht wegen der Arbeit. Sondern wegen der Gespräche.
Wieder so eine Unterhaltung, in der ich erklären – fast schon rechtfertigen – musste, warum ich meine volle Erwerbsminderung nicht einfach „annehme“ und mich „ausruhe“. Warum ich eben nicht den ganzen Tag die Füße hochlege und nichts tue.

Gott, wie ich diese Frage hasse.
Aber ich stelle mich ihr. Immer wieder.
Weil sie wichtig ist. Weil Aufklärung wichtig ist.

Warum glauben Menschen, es sei schön, einfach nur zu Hause zu „hängen“ – ohne Aufgabe, ohne Förderung, ohne Sinn?
Das ist doch kompletter Blödsinn.
Das macht einsam. Das macht depressiv. Das nimmt einem das Gefühl, Teil dieser Gesellschaft zu sein. Es macht ganz sicher nicht zufrieden.

Ich verstehe nicht, warum es so schwer ist zu akzeptieren, dass auch ich – trotz oder gerade wegen meiner körperlichen Einschränkungen – etwas beitragen will. Etwas zurückgeben möchte.
Ich will nicht raus aus dem System – ich will mitgestalten.
Ich will, im Rahmen meiner Möglichkeiten, selbstständig arbeiten, selbst Geld verdienen und Verantwortung für mein Leben übernehmen.
Nicht, um irgendwem etwas zu beweisen – sondern weil es mir wichtig ist. Weil es sich richtig anfühlt.

Und ja, das bedeutet auch, sich immer wieder erklären zu müssen.
Sich Schubladen zu verweigern. Sich dem System zu stellen, das lieber schweigende Akten als aktive Menschen sieht.

Aber ich bin da. Ich bin laut.
Und ich werde weiter kämpfen – für die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben. Für echte Teilhabe.
Für all die, die auch nicht in die Schubladen passen.

Denn davon hätten am Ende alle etwas.

„Ein kleiner Durchbruch – und viele nächste Schritte.“

Heute war ein Tag, an dem sich etwas bewegt hat. Nicht laut, aber spürbar.

Ich konnte klären, dass wir für kommende Veranstaltungen und Workshops im Rahmen von AssistenzGestalten e.V. kostenfrei Räume über die Diakonie nutzen dürfen. Das ist eine große Erleichterung – nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional. Es fühlt sich an wie ein Stück Rückhalt. Ein Zeichen: Du darfst das hier machen. Du wirst gesehen.

Und ab August werde ich auch wieder regelmäßig zur Diakonie fahren. Nicht nur wegen der Räume – sondern weil ich dort auch mein Ehrenamt wiederaufnehme. Das bedeutet für mich: ein Stück Alltag zurück, ein kleines Stück Normalität. Verlässlichkeit auf meine Weise.

Heute fand außerdem ein strategisches Gespräch mit meinem Business-Team statt. Gemeinsam haben wir reflektiert, wo wir mit dem Verein stehen, welche nächsten Schritte jetzt anstehen – und was ich konkret an Unterstützung brauche.

Ein weiteres Thema war die Vorbereitung auf mögliche Förderprogramme. Erste Ideen liegen auf dem Tisch. Jetzt heißt es: sortieren, konkretisieren, dranbleiben.

Es sind diese Tage – leise, aber kraftvoll – an denen ich spüre:
Das hier ist echt. Das hier trägt.
Und ich trage es mit.

 Mehr über meinen Verein in Gründung:
http://www.assistenzgestalten.de

 Meine persönliche Crowdfunding-Kampagne:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

„Es ist viel. Und es ist meins.“

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich vieles gleichzeitig jongliert habe – Netzwerkarbeit, Mails, Dokumentation. Ich habe Nachrichten beantwortet, Dinge sortiert, Abläufe strukturiert. Und ehrlich gesagt: Ich musste mich selbst daran erinnern, dass das alles wichtig ist. Dass auch das Ordnen und Archivieren ein Teil von Sichtbarkeit ist – von Ernsthaftigkeit. Von dem, was ich mit AssistenzGestalten e.V. i.G. aufbauen will.

Ich weiß, dass ich irgendwann zurückblicken will – und dass alles da sein soll: jede Entwicklung, jede Entscheidung, jede Notiz. Lückenlos. Weil dieser Weg zählt.

Heute früh hatte ich den zweiten Dienst mit meiner neuen Assistentin. Es ist noch nicht rund, aber das darf es auch noch nicht sein. Es ist ein Herantasten – beidseitig. Nähe braucht Zeit, Vertrauen auch. Ich weiß das. Und trotzdem bin ich müde.

Eigentlich wollte ich später noch einkaufen. Dann kam der Regen. Und ich blieb. Irgendwie hat das zum Tag gepasst.

Dann kam die nächste Nachricht: Ich muss wieder eine Kalkulation für mein Budget erstellen. Noch ein Formular. Noch ein Aufwand. Noch ein Schritt auf einem Weg, der selten einfach ist – aber meiner ist.

Mittwoch steht ein persönliches Treffen an. Ich freue mich drauf. Gemeinsam mit einer Vertrauensperson will ich erste Ideen für kleine Workshops im Rahmen von AssistenzGestalten entwickeln. Erste Formate, die greifbar machen, was Teilhabe bedeutet. Es wird konkret. Und das macht Hoffnung.

Und morgen? Morgen fahre ich zur Diakonie. Einfach mal wieder Hallo sagen. Einen Kaffee trinken. Ein Stück Normalität. Ich werde im August wieder ein bisschen in mein Ehrenamt einsteigen. Schrittweise. So, wie es geht.

Und dann noch das: Für September habe ich eine neue Minijobberin eingestellt. Eine weitere Unterstützung, ein weiterer Schritt Richtung Entlastung – und auch ein Zeichen dafür, dass ich Verantwortung übernehme. Dass ich wachse. Dass ich nicht nur träume, sondern umsetze.

Und falls du dich fragst, woher ich all die Energie nehme:
Manchmal weiß ich es selbst nicht so genau.
Aber ich glaube, es ist eine Mischung aus Herzenssache – und dem tiefen Wissen:
Aufgeben kann ich nicht.

„Organisieren, Vorbereiten, Weitermachen.“


„Organisieren, Vorbereiten, Weitermachen.“

Heute war wieder ein Tag für die organisatorischen Aufgaben, die im Hintergrund so wichtig sind, aber oft nicht gesehen werden. Es war kein spektakulärer Tag – aber ein produktiver.

Ich habe mich intensiv mit meiner Netzwerkarbeit beschäftigt. Die ersten Rückmeldungen auf meine Sponsorenanfragen sind eingetroffen. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass das Projekt von AssistenzGestalten e.V. i.G. bereits Interesse weckt. Viele Interessierte warten nun jedoch noch auf die offizielle Vereinsgründung, bevor sie eine Entscheidung treffen können. Ich weiß, dass Geduld gefragt ist, aber ich bleibe dran. Sobald der Verein offiziell eingetragen ist, werde ich erneut auf alle potenziellen Unterstützer:innen zugehen.

Darüber hinaus habe ich beim Finanzamt für Körperschaften I nach dem aktuellen Stand der Prüfung unserer Satzung nachgefragt. Der nächste Schritt in der Vereinsgründung steht an, und ich möchte so schnell wie möglich vorankommen. Es fühlt sich immer noch wie ein langer Weg an, aber jeder Schritt bringt mich näher ans Ziel.

Ich habe außerdem einige Dokumentationspflichten abgearbeitet und meine Unterlagen weiter gepflegt. Es sind diese kleinen Dinge, die oft am meisten Energie kosten, aber ohne sie geht es nicht. Klarheit in den eigenen Unterlagen hilft, den Überblick zu behalten und alles in geordneten Bahnen zu führen.

Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess – und ich bin fest entschlossen, ihn weiterzugehen. Auch an den Tagen, an denen es nicht so sichtbar ist, bleibe ich dran.

Nicht laut. Aber wichtig.


Tagesnotiz vom 20.07.2025

Heute war so ein Tag, an dem ich viel gemacht habe – aber das meiste davon sieht man nicht. Keine Bühne. Kein Applaus. Keine schnellen Erfolge. Aber trotzdem wichtig. Vielleicht gerade deshalb.

Ich habe weiter an meinem Netzwerk gearbeitet. Wieder Sponsoring-Anfragen rausgeschickt. Wieder gehofft, dass jemand liest, versteht, fühlt, warum dieses Projekt so viel mehr ist als nur „Vereinsarbeit“.
AssistenzGestalten e.V. i.G. – das ist mein Versuch, etwas zu verändern. Nicht nur für mich. Für viele. Für die, die oft übersehen werden. Für die, die keine Lobby haben.

Zwischendurch habe ich meine Unterlagen sortiert. Dokumentation aufgearbeitet. Alles ein bisschen strukturierter gemacht, damit das Chaos in meinem Kopf nicht überhandnimmt. Es war leise heute. Und gleichzeitig voll. Voll von Gedanken, To-dos, innerem Ringen.

Manchmal frage ich mich, warum ich mir das alles antue. Warum ich kämpfe, obwohl die Kraft manchmal kaum reicht. Aber dann weiß ich’s wieder:
Weil ich keine Wahl habe. Weil das hier meine Stimme ist. Mein Raum. Mein Weg. Weil ich zeigen will, dass auch Menschen mit Erwerbsminderung gestalten können. Verantwortung übernehmen. Laut sein dürfen.

Ich mache das hier nicht zum Spaß. Ich mache das, weil ich muss.
Weil ich glaube, dass es besser geht. Menschlicher. Gerechter.

Und ich wünsche mir, dass das jemand sieht. Dass jemand sagt: „Ich steh hinter dir.“

 Mehr über das, was ich aufbaue:
http://www.assistenzgestalten.de

 Und hier geht’s zu meiner persönlichen Crowdfunding-Kampagne – damit ich sichtbar bleiben kann:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

Danke, wenn du das liest. Wenn du’s fühlst.
Danke, dass du da bist.

„Zwischen Bier, Cocktails und echter Begegnung


„Zwischen Bier, Cocktails und echter Begegnung.“

Gestern war ich auf dem Sommerfest der Futura GmbH – sie haben ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Ein echtes Sommerfest: mit Musik, guter Stimmung, Bier, Cocktails und vielen Gesprächen.

Ich war wie so oft etwas aufgeregt vorher. Neue Orte, viele Menschen, laute Eindrücke – das ist für mich nicht einfach. Aber es war ein wirklich schöner Abend. Warm. Offen. Und voller kleiner, besonderer Momente.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um über meinen entstehenden Verein AssistenzGestalten e.V. i.G. zu sprechen – und war überrascht, wie interessiert die Menschen zugehört haben. Kein höfliches Nicken, sondern echtes Zuhören. Echte Fragen. Und neue Kontakte, die mir Hoffnung machen.

Besonders gefreut habe ich mich über die Gespräche mit Menschen aus dem Assistenzbereich, die mitdenken, mitfühlen, mitgestalten wollen. Solche Begegnungen tragen mich weiter, wenn es im Alltag oft an Energie fehlt.

Es wurde spät. Die Musik lief noch, das Licht wurde weicher, und ich saß da mit einem Cocktail in der Hand und dachte: Ich bin gerade richtig hier. Nicht als Ausnahme. Nicht als Randfigur. Sondern als Mensch. Als Teil.

Heute bin ich müde – klar. Aber innerlich noch ganz erfüllt. Ich nehme so viel mit aus diesem Abend: Begegnung, Anerkennung, kleine Funken Zukunft.

Und ich weiß einmal mehr: Ich mache weiter.

„Heute war wieder viel – und ich war mittendrin“.


Von Ilka Hannig

Manchmal sind es nicht die großen Entscheidungen, sondern die vielen kleinen Schritte, die dir am Ende des Tages zeigen: Ich bin noch da. Ich mache weiter. Ich gestalte.

Heute war wieder so ein Tag. Viel zu tun. Viel Verantwortung. Viel Gefühl.

Ich habe meine neue Assistentin eingearbeitet – und das braucht Vertrauen, Geduld und einen guten Anfang. Eine weitere Assistentin habe ich zu einem Gespräch eingeladen. Diese Prozesse sind nie „nur Arbeit“. Es geht um Nähe, Verlässlichkeit, Miteinander.

Dann hatte ich ein Telefonat mit einem Berater der Caritas. Er war wirklich freundlich. Und trotzdem war ich nervös. Solche Gespräche sind für mich oft mehr als „nur Beratung“. Sie fordern mich heraus. Aber: Wir haben jetzt einen persönlichen Termin im August vereinbart. Und das fühlt sich wie ein kleiner, richtiger Schritt an.

Ich habe Sponsorenanfragen geschrieben. Netzwerkarbeit gemacht. Dinge in Bewegung gebracht, von denen viele nicht mal wissen, wie viel Kraft sie kosten.

Und ich habe Geschenke verpackt – für das Sommerfest und Jubiläum morgen. Weil es sich gehört. Weil ich es mag, anderen eine Freude zu machen. Weil es mir wichtig ist.

Ich war spazieren, habe mir Kleidung für morgen rausgesucht, und jetzt – jetzt sitze ich hier mit einem Glas Wein. Privat. Persönlich. Menschlich.

Ich bleibe nicht stehen. Auch nicht an den Tagen, an denen ich müde bin. Auch nicht, wenn alles schwer wirkt. Denn ich weiß: Jeder Tag, an dem ich mich zeige, zählt. Jede Begegnung. Jede Entscheidung, weiterzugehen.

Ich bin Ilka.
Und ich gebe nicht auf.

Manchmal bedeutet Stärke auch: Ich tu’s trotzdem.

Ein Blogeintrag von Ilka Hannig – 17.07.2025

Es war einer dieser Tage, an denen ich viel getan habe – und trotzdem das Gefühl hatte, ich komme kaum vom Fleck.

Heute habe ich etwas getan, das viel Kraft gekostet hat:
Ich habe bei der Deutschen Rentenversicherung offiziell beantragt, dass meine Erwerbsfähigkeit neu geprüft wird.
Per Post. Und per E-Mail.
Weil ich es nicht mehr hinnehmen will, in diese Schublade gesteckt zu werden.
Diese volle Erwerbsminderung fühlt sich für mich nicht wie Schutz an – sondern wie ein Stempel.
Wie eine Wand zwischen mir und dem Leben, das ich führen will.

Ich bin nicht „voll erwerbsgemindert“ im Herzen.
Ich denke, ich gestalte, ich leite einen Verein, ich schreibe Artikel, ich baue Netzwerke auf – jeden verdammten Tag.
Und trotzdem behandelt mich das System so, als wäre ich raus aus allem.
Als hätte ich keinen Platz mehr auf dieser Bühne, die Gesellschaft nennt.

Ich habe auch beim LAGeSo um Unterstützung gebeten. Leider kam die Antwort: „Wir haben keine rechtliche Möglichkeit, das zu beeinflussen.“
Und trotzdem bin ich froh, es versucht zu haben.
Denn Aufgeben ist keine Option. Nicht für mich.

Ich weiß, viele sehen nur das, was auf dem Papier steht.
Nicht die Realität dahinter.
Nicht die Kraft, die ich jeden Tag aufbringe, um trotzdem weiterzugehen.

Und manchmal – ganz ehrlich – tut es weh.
Weil ich mich so oft frage: Warum muss ich mir mein Recht auf Teilhabe immer wieder neu erkämpfen?

Aber ich kämpfe weiter. Nicht für Anerkennung. Sondern für Würde.
Für ein Stück Selbstbestimmung. Für die, die keine Stimme haben. Und für mich.

Ich bin Ilka.
Ich tue es trotzdem.
Auch an Tagen, an denen ich am liebsten liegen bleiben würde.
Gerade an diesen Tagen.

 Meine Crowdfunding-Kampagne – für ein Stück Sicherheit auf diesem Weg:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.webgeflüstermitseele.com
 kontakt@assistenzgestalten.de


Heute ist einfach so ein Tag – und trotzdem steh ich wieder auf.“


Von Ilka Hannig

Heute ist so ein Tag, den man kaum in Worte fassen kann.
Kein Drama. Kein großes Ereignis. Aber viel in mir drin.
So ein Tag, an dem man sich fragt: Warum eigentlich das alles?
Warum muss ich mich ständig erklären? Warum muss ich kämpfen, um überhaupt gesehen zu werden?

Ich bin Ilka.
Ich habe die volle Erwerbsminderung. Ich bekomme Grundsicherung.
Aber ich bin nicht untätig, nicht faul, nicht leise.
Ich trage Verantwortung. Ich organisiere. Ich schreibe. Ich leite ein Projekt, das mir alles bedeutet – AssistenzGestalten.
Und trotzdem behandelt mich das System, als wäre ich ein Fall. Kein Mensch. Kein Potenzial. Nur Papier.

Heute habe ich offiziell mit dem LAGeSo geschrieben und den Antrag gestellt, meine Erwerbsminderung neu prüfen zu lassen.
Nicht, weil ich glaube, dass das System auf einmal fair wird – sondern weil ich es nicht mehr hinnehmen will.
Weil ich nicht länger die sein möchte, die nur funktioniert, wenn andere sie kleinhalten.
Und ja – wenn mein Name jetzt schon unbequem ist, dann soll er unbequem sein. Ich bleib laut. Und ich bleib da.

Ich habe meine Kontaktlisten überarbeitet, mich weiter durch Plattformen wie Challenge2025 gearbeitet, versucht, in dieser komplizierten digitalen Welt mitzukommen – auch wenn sie selten barrierefrei ist. Ich habe organisiert, gedacht, geschrieben – wie jeden Tag.

Aber ehrlich?
Es tut weh.
Weil ich merke, wie sehr ich mich anstrenge – und wie oft es trotzdem nicht reicht.
Weil ich Schulden habe, nicht aus Leichtsinn, sondern weil ich kämpfen musste. Für Rechte, für Teilhabe, für mein Leben.
Kämpfen kostet Kraft. Kämpfen kostet Geld. Kämpfen verändert dich.

Aber weißt du was?
Es schenkt dir auch Stärke.
Ein Glitzern im Blick.
Weil du überlebt hast. Weil du nicht aufgegeben hast. Weil du gelernt hast, dich selbst ernst zu nehmen, wenn andere es nicht tun.

Gestern habe ich geweint. Heute schreibe ich. Morgen geh ich weiter.

Denn ich bin Ilka. Und ich gebe nicht auf.

 Unterstütze meine Crowdfunding-Kampagne – damit ich meinen Weg weitergehen kann:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

http://www.assistenzgestalten.de
http://www.webgeflüstermitseele.com
 kontakt@assistenzgestalten.de

#Erwerbsminderung #Selbstbestimmung #Inklusion #AssistenzGestalten #IlkaHannig #KämpfenLernen #Tagesnotiz #Mutmachen #Berlin #Crowdfunding

Wenn das System dich nicht sehen will – schreib deine eigene Geschichte.

Von Ilka Hannig

Der 16. Juli war ein Tag, der mir sehr nahe ging. Nicht, weil etwas Spektakuläres passierte – sondern weil wieder einmal etwas nicht passierte. Und genau das war der Punkt.

Der Tag begann, noch vor meinem ersten Kaffee, mit einer E-Mail von der Deutschen Rentenversicherung. Ich nenne sie inzwischen meine speziellen Freunde – das ist eher ironisch gemeint.

Man teilte mir – mal wieder – mit, dass sich an meiner Situation nichts ändert. Keine Perspektive. Kein Teilerwerb. Kein echter Platz für mich im System. Keine Tür, die sich öffnet. Nur wieder dieselbe Mauer, dieselbe Ablehnung – höflich verpackt in Verwaltungsdeutsch.

Ich schluckte. Wischte ein paar Tränen weg. Atmete tief durch. Und machte weiter.

Denn was bleibt mir anderes übrig?

Ich setzte mich an den Schreibtisch, beschäftigte mich mit meinen privaten Finanzen, bereitete Unterlagen für meinen Termin mit der Schuldnerberatung am Freitag vor.

Ja, nennen wir das Kind beim Namen:
Ich habe Schulden.

Aber warum?
Vielleicht, weil ich jemand bin, der für alles im Leben kämpfen musste – ob ich wollte oder nicht.
Wenn du leben willst – und das Leben wirklich leben willst – dann bleibt dir oft nichts anderes übrig, als zu kämpfen.
Und wenn niemand sonst für dich kämpft, dann musst du es eben selbst tun.

Kämpfen kostet Kraft. Und kämpfen kostet Geld.
Und wer sein ganzes Leben lang für sich selbst kämpfen muss, wird irgendwann anders.
Du wirst zum Rebell – nicht aus Trotz, sondern aus Überlebenswillen.

Denn du brauchst mehr Kraft als andere.
Du wirst ständig in Schubladen gesteckt – und musst dich jedes Mal selbst wieder rauskämpfen.
Das macht dich stärker.
Und klarer.

Aber es schenkt dir auch ein besonderes Glitzern.
Gerade weil du so viel überlebt hast.
Du wächst. Jeden einzelnen Tag.
Und du übernimmst Verantwortung – für dich, für andere, für eine Idee.

Gestern habe ich Verantwortung übernommen – für mich.
Ich bereue nicht, dass ich überlebt habe.
Ich bereue nicht, dass ich mein Leben lebe.
Ich bin stolz darauf. Und ich werde mich nicht dafür entschuldigen.

Gestern Abend musste ich dann doch weinen.
Nicht, weil ich schwach bin. Sondern weil manche Dinge einfach mal raus müssen.
Aber ich gehe weiter. Weil ich weiß, wofür ich gehe.

Und deshalb habe ich gestern auch an meiner persönlichen Crowdfunding-Kampagne gearbeitet.

🔗 Hier ist der Link zu meiner Kampagne:
👉 http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

Ich wünsche mir nicht Mitleid.
Ich wünsche mir Sichtbarkeit.
Unterstützung. Solidarität.
Und vielleicht ein Stück Hoffnung zurück.

Wenn du helfen willst – teile den Link. Erzähl meine Geschichte weiter. Oder sei einfach da.
Denn jede Stimme zählt – auch meine.
Und jede Unterstützung hilft – auch deine.

🖋️
Mit Haltung, Herz und Hoffnung
Ilka Hannig

📧 kontakt@assistenzgestalten.de
🌐 http://www.assistenzgestalten.de
🔗 http://www.xn--webgeflstermitseele-cbc.com/
❤️ Meine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext