Lasst uns gemeinsam etwas bewegen !

✨ Statement von Ilka Hannig
Dass mein Artikel „Warum es keine ‚vernünftigen‘ persönlichen Assistenten gibt“ so viele Menschen erreicht hat, hat mich tief berührt – und es zeigt mir: Wir müssen dringend reden. Über persönliche Assistenz. Über Verantwortung. Über Würde. Und darüber, wie es wirklich ist, mit Assistenz zu leben – oder zu arbeiten.

Denn eines ist klar:
Ohne Assistenz ist keine echte Teilhabe möglich.
Und ohne faire Bedingungen für persönliche Assistenzen bleibt Selbstbestimmung eine schöne Theorie.

Gerade deshalb ist es so wichtig, diesem Thema eine Plattform zu geben – und eine Lobby zu schaffen. Eine starke, unabhängige Stimme, die sichtbar macht, was sonst unsichtbar bleibt.

👉 Genau dafür entsteht aktuell:
AssistenzGestalten e.V. – der Verein ist in Gründung.
Ein Verein für alle, die Assistenz leben, gestalten oder unterstützen wollen. Für Menschen mit Behinderung, Assistenzen, Angehörige und solidarische Mitstreiter*innen.

💜 Werde Teil davon – und hilf mit, Assistenz neu zu denken und stark zu machen.
🌐 Website: http://www.assistenzgestalten.de
📢 Crowdfunding-Kampagne zur Vereinsgründung:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

Lasst uns gemeinsam etwas bewegen.
Für eine Gesellschaft, in der persönliche Assistenz kein Randthema ist – sondern ein selbstverständlicher Teil eines inklusiven Miteinanders.

AssistenzGestalten #IlkaHannig #Inklusion #Assistenz #Teilhabe #Barrierefreiheit #SelbstbestimmtLeben #Pflegekrise #Sozialpolitik #Crowdfunding #Pflege #Würde

„Kleine Schritte, die mich tragen.“


Tagesnotiz – Dienstag, 23.09.2025

Heute war ein voller Tag, aber einer, der sich richtig angefühlt hat.

Am Vormittag war ich wieder bei meinem Ehrenamt in der Diakonie. Dort hatte ich wie so oft sehr gute Gespräche – ehrlich, offen, manchmal auch tief. Ich merke immer wieder: Für mich ist es ein Ort, an dem ich nicht erklären muss, warum ich so bin, wie ich bin. Ich darf einfach da sein – und das tut unglaublich gut.

Danach habe ich mich wieder an meine Kalkulation für das Persönliche Budget gesetzt. Morgen schicke ich den Antrag endlich weg. Natürlich weiß ich, dass ich wahrscheinlich in den Widerspruch gehen muss – das ist fast schon Routine. Aber trotzdem fühlt es sich gut an, diesen Schritt endlich zu machen. Es ist ein kleines Stück Selbstbehauptung.

Am Nachmittag war dann wieder viel Vereinsarbeit dran: Mails beantworten, Kontakte pflegen, Absprachen treffen, Öffentlichkeitsarbeit vorbereiten. Zwischendurch habe ich mir aber bewusst eine Pause genommen und bin eine Runde spazieren gegangen.  Einfach raus, den Kopf frei bekommen – das hat mir Kraft gegeben.

Jetzt liege ich im Bett und bin ehrlich erleichtert, dass der Tag vorbei ist. Es war viel, ja, aber es war auch gut. Und ich spüre: Ich bin weitergekommen. Nicht mit großen Sprüngen – aber mit den kleinen Schritten, die mich tragen. 

– Ilka

„Die richtigen Menschen finden ihren Weg.“

Tagesnotiz – Montag, 22.09.2025

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen sich Bürokratie und Emotionen mischten. Ich habe viel geschafft – Mails beantwortet, Unterlagen sortiert, Absprachen getroffen und die nächsten Schritte für die Vereinsgründung vorbereitet. Aber es gab auch einen Moment, der mich innerlich sehr bewegt hat.

Ich habe mich mit jemandem ausgetauscht, der sich im Bereich Personalgewinnung in der persönlichen Assistenz wirklich auskennt. Und in diesem Gespräch wurde mir klar: Es ist nicht meine Schuld, wenn ein Assistent oder eine Assistentin nicht zu mir und meinem System passt. Assistenz ist so individuell – es hängt von Bedürfnissen, Lebensrealität, Charakter, Zeitmodellen und vielem mehr ab.

Diese Erkenntnis war wie ein kleiner Stein, der mir vom Herzen gefallen ist. Denn oft habe ich automatisch bei mir nach Fehlern gesucht. Heute habe ich verstanden: Es geht nicht um Schuld. Es geht darum, dass sich irgendwann die richtigen Menschen finden – die, die wirklich in mein Leben passen. Und das wird passieren.

Nach der ganzen Bürokratie habe ich mir bewusst Zeit genommen. Ich war länger spazieren, habe tief durchgeatmet und versucht, all die Gedanken zu sortieren.  Solche Momente sind für mich wichtig, um wieder bei mir anzukommen.

Und dann kam er mir in den Sinn: mein Opa. Ich musste lächeln, als ich an ihn dachte. Ich glaube, er wäre stolz auf mich – auf meinen Weg, auf die Kraft, die ich immer wieder finde, auf den Mut, nicht aufzugeben. Dieser Gedanke hat mir heute viel Wärme geschenkt.

So war mein Tag ein Wechsel zwischen Formularen und Mails, Erkenntnissen und Spaziergängen – und am Ende einem stillen, schönen Gedanken, der mich trägt: Die richtigen Menschen finden ihren Weg. 

– Ilka

„Ein leerer Schreibtisch und ein voller Kopf.“

Tagesnotiz – Sonntag, 21.09.2025

Heute war einer dieser Tage, an denen ich mich durch ganz viel Bürokratie gearbeitet habe. Manchmal stapelt sich einfach alles – Mails, Unterlagen, kleine Aufgaben, die sich groß anfühlen, wenn sie liegen bleiben. Heute habe ich mich hingesetzt und eins nach dem anderen gemacht.

Und das Beste daran: Ich habe es endlich geschafft, meinen Schreibtisch leer zu räumen. Für viele klingt das vielleicht banal, aber für mich ist es ein echtes Highlight. Ein leerer Schreibtisch bedeutet für mich: Klarheit. Ruhe. Ein Stück Ordnung in all dem Chaos. 

Dann kam dieser Moment, der mich wirklich berührt hat: Ich habe den Brief vom Finanzamt geöffnet – und da stand es schwarz auf weiß: Die Satzung ist bestätigt. Ich habe mich so gefreut, dass ich erstmal tief durchatmen musste. Sofort habe ich alle Mitglieder informiert und die Unterlagen ans Notariat weitergegeben. Jetzt geht es endlich in Richtung Eintragung ins Vereinsregister. Ein großer Schritt für meinen Verein – und für mich.

Ganz nebenbei habe ich heute auch den Anfang gemacht, den Pauschbetrag für Menschen mit Behinderung zu beantragen. Das ist so ein Schritt, der wieder viel Kraft und Papierkram kostet – aber es fühlt sich richtig an. Es ist mein Weg, meinen Platz im System einzufordern.

Am Nachmittag brauchte ich frische Luft und bin länger spazieren gegangen. Einfach laufen, atmen, den Kopf frei kriegen – und dabei die Freude über diesen Tag spüren.

Heute war für mich ein Tag zwischen Akten und Formularen, Freude und Hoffnung. Manchmal reicht schon ein leerer Schreibtisch und ein Brief, um zu fühlen: Es geht wirklich weiter. 

– Ilka

Gute Neuigkeiten vom Finanzamt – wir sind einen großen Schritt weiter!

Nach intensiver Arbeit, Rücksprachen und Geduld haben wir nun die offizielle Bestätigung vom Finanzamt:
Unsere Satzung für AssistenzGestalten e. V. entspricht den steuerlichen Anforderungen!

 Das Dokument wurde heute direkt an das Notariat übermittelt – damit kann die Eintragung ins Vereinsregister endlich angestoßen werden.

 Ich kann noch nicht genau sagen, wie lange die Bürokratie diesmal braucht – aber wir haben einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Und dieser Schritt war wirklich wichtig!

Danke an alle, die uns auf dem Weg unterstützt und motiviert haben. 
Ich halte euch über den weiteren Verlauf natürlich auf dem Laufenden!

#AssistenzGestalten #InklusionGestalten #Gemeinnützigkeit #PersönlichesBudget #Vereinsgründung #Assistenz #Selbstbestimmung #Barrierefreiheit #SozialeInnovation #Vernetzung

„Zwischen Netzwerken und Nachdenken.“

Tagesnotiz – Samstag, 20.09.2025

Heute habe ich wieder viel Zeit in den Aufbau des Netzwerks rund um AssistenzGestalten e.V. gesteckt. Ich habe gezielt nach möglichen Kooperationspartnern, Assistenzdiensten und Beratungsstellen in Berlin gesucht, die das Arbeitgebermodell begleiten – Menschen und Organisationen, die wichtige Zielgruppen oder Unterstützer:innen für unseren Verein und die geplante App sein könnten.

Außerdem habe ich angefangen, die nächste Phase der Öffentlichkeitsarbeit vorzubereiten. Mein Ziel ist es, konkrete Kontakte zu sammeln, um die App bekannter zu machen – damit wir Unterstützer:innen, aber auch Nutzer:innen gezielt erreichen können.

Doch neben der Arbeit waren da heute viele Gedanken in meinem Kopf. Ich war länger spazieren, um klarer zu werden.  Währenddessen habe ich mich auch mit einer Assistentin ausgetauscht – darüber, warum es so schwer ist, gutes Personal zu finden. Das lässt mir einfach keine Ruhe.

Wir haben es auseinander genommen und analysiert. Ich habe verstanden, dass ich mit Teilzeitstellen besser aufgestellt bin. Denn ich habe nur 12 Stunden am Tag Bewilligung – das heißt, zwischen den Diensten brauche ich Pausen. Sonst komme ich nicht über den Tag. 12 Stunden am Stück wären für mich persönlich schlicht zu anstrengend.

Wenn ich nur mit Vollzeitkräften arbeite, stehe ich außerdem sofort vor einem Problem, wenn jemand ausfällt. Und genau das passiert ja immer mal.

Warum ich das so offen erzähle? Ganz einfach: Weil ich zeigen möchte, dass das Persönliche Budget genauso individuell ist wie die Menschen, die es nutzen. Das kann man nicht in Schubladen denken. Jeder Alltag sieht anders aus, jede Lösung ist anders gestrickt. Das Problem ist nur: Viele Bewerber:innen wollen möglichst viele Stunden am Stück – und genau da liegt für mich die Herausforderung.

Ja, das sind die Gedanken, die mich heute begleitet haben. Aber ich glaube fest daran: Ich werde Lösungen finden. 

– Ilka

„Zwischen Tetris, Kino und warmen Worten.“

Tagesnotiz – Freitag, 19.09.2025

Heute habe ich mal nichts für meinen Verein gemacht, sondern den Tag mehr für mich genommen.
Am Vormittag saß ich lange an meinem Dienstplan – und ehrlich, manchmal fühlt sich das an wie eine Runde Tetris. Während ich versuchte, Dienste passend zu schieben, lagen meine Samtpfoten friedlich daneben und schliefen. 

Es gelang mir, den Plan fertigzustellen, aber mir wurde klar: Es fehlen zwei Assistent*innen. Also habe ich Stellenangebote geschaltet. Am Montag will ich mit jemandem sprechen, der sich im Bereich Assistenz und Personal wirklich gut auskennt – vielleicht kann ich da noch etwas lernen. Klar frage ich mich oft, warum Menschen kommen und gehen, warum manches so schnelllebig ist. Natürlich gehe ich auch mit meinem Team in den Austausch, aber wir finden keinen klaren Grund. Und ja, automatisch suche ich Fehler auch bei mir selbst. Aber vielleicht ist das einfach ein Stück Leben.

Nebenbei habe ich noch ein wenig Bürokratie für mein Budget erledigt. Doch gegen Mittag merkte ich: Ich musste raus. Also habe ich mich in mein Lieblingscafé gesetzt, die Sonne begrüßt und einfach tief durchgeatmet.

Am Abend war ich im Kino – ich habe mir Das Kanu des Manitu angeschaut. Ein bisschen Lachen, ein bisschen Leichtigkeit – das tat gut.

Und dann, als ich später noch einmal meine Mails checkte, entdeckte ich eine Nachricht von der Diakonie. Es war eine Bescheinigung für mein Ehrenamt, das ich dort schon so lange mache. Doch es waren nicht nur trockene Worte – es waren Worte, die mich wirklich berührt haben. Worte, die mir das Gefühl gaben: Ja, ich bin hier genau richtig.

Danke für diese warmen Worte. Sie haben mir den Tag noch einmal heller gemacht.

– Ilka

„Ohne Schreiben geht es nicht.“

Tagesnotiz – Donnerstag, 18.09.2025

Der Tag begann für mich am Vormittag bei der Diakonie – wie so oft ein Stück Vertrautheit, fast wie ein zweites Zuhause. Danach war ich noch ein kleines bisschen in der Stadt unterwegs. Manchmal brauche ich das, um meinen Kopf frei zu kriegen, Abstand zu gewinnen und neue Luft zu holen.

Eigentlich sollte heute noch eine Bewerberin vorbeikommen, aber sie sagte kurz vorher ab. Das hat meinen Plan natürlich durcheinandergebracht. Jetzt heißt es: neu sortieren und den Dienstplan trotzdem irgendwie auf die Reihe kriegen. Morgen steht zum Glück schon ein weiteres Telefonat mit einer Bewerberin an – denn ich mache meine Hausaufgaben, auch wenn es manchmal mühsam ist.

Am Nachmittag und Abend habe ich mich dann wieder in meine Arbeit für den Verein gestürzt: Netzwerkarbeit, Mails, Briefe, Vorbereitung der Präsentation und Gedanken zur öffentlichen Veranstaltung am 27.10.2025. Es fühlt sich gut an, wenn die Puzzleteile langsam sichtbarer werden.

Eigentlich wollte ich längst Feierabend machen, vielleicht schon schlafen. Aber ohne Schreiben geht es einfach nicht. Schreiben ist mein Ventil, meine Ordnung im Kopf, mein kleines Ritual am Ende eines langen Tages. Und so sitze ich jetzt hier – müde, aber dankbar, dass Worte immer wieder Halt geben. 

– Ilka

„Zwischen Rückzug und voller Konzentration.“

Tagesnotiz – Mittwoch, 17.09.2025

Heute Morgen hatte ich meinen regelmäßigen Beratungseinsatz mit einem Pflegedienst. Alle drei Monate wird geschaut, ob ich gut versorgt bin und ob alles passt. Es ist Routine – und trotzdem immer wieder ein Moment, in dem ich merke, wie sehr mein Leben von solchen Strukturen abhängt.

Den Rest des Tages habe ich mich äußerlich etwas zurückgezogen, innerlich war ich aber hellwach. Manchmal brauche ich das, gerade wenn Assistent*innen da sind, die selbst viel mitbringen – eigene Probleme, die nicht immer reflektiert werden. Das ist nicht einfach. In solchen Momenten merke ich, wie sehr ich Profi sein muss. Denn am Ende brauche ich jemanden, der da ist. Ersatz gibt es nicht sofort.

Also habe ich die Energie, die mich innerlich beschäftigt, in meine Arbeit gelenkt. Ich habe einen persönlichen Artikel geschrieben, in dem ich über die Schwierigkeiten berichte, gute Assistent*innen im Arbeitgebermodell zu finden. Es geht nicht nur um den Fachkräftemangel, sondern auch um strukturelle Hürden, fehlende Ausbildungsmöglichkeiten und die mangelnde Anerkennung dieses so wichtigen Berufsbildes. Der Text soll aufklären, berühren und vielleicht auch zum Umdenken anregen.

Nebenbei lief wie immer Netzwerkarbeit: Kontakte pflegen, neue Impulse setzen, den Verein voranbringen. Und ich habe Aufrufe für meine laufende Crowdfunding-Kampagne gestartet – in der Hoffnung, dass noch ein Stück Unterstützung zusammenkommt, damit das Projekt weitergehen kann.

Heute war ein Tag zwischen Rückzug und voller Konzentration. Und manchmal ist genau das die beste Kombination. 

– Ilka

Warum es so schwer ist, gute persönliche Assistenz zu finden.

Von Ilka Hannig

Ich werde oft gefragt, warum es eigentlich so schwer ist, persönliche Assistent*innen zu finden. Es gibt doch genug Menschen, die Arbeit suchen – und der Job ist ja nicht gerade uninteressant.

Die Wahrheit ist: Es liegt nicht an der Anzahl der Bewerber. Sondern an der Haltung, mit der viele diesen Beruf antreten.

Persönliche Assistenz ist nichts, was man „einfach mal so“ macht, wenn sonst nichts anderes geht. Es ist keine Übergangslösung, kein „ich probier’s mal“-Job. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe – und manchmal auch eine Herausforderung. Weil es Nähe braucht. Weil es um echte Verlässlichkeit geht. Weil man mitdenken, mitfühlen, da sein muss.

Ich erlebe es immer wieder: Menschen bewerben sich – aber sobald es konkret wird, fehlt es an den einfachsten Dingen. Pünktlichkeit. Ehrlichkeit. Sauberkeit. Interesse. Der Wille, Verantwortung zu übernehmen. Viele steigen aus, wenn klar wird: Das ist kein Job, bei dem man am Handy hängen kann. Kein Job, bei dem man nur zuschaut. Kein Job, bei dem man abschalten kann, sobald es unbequem wird.

Dabei wünsche ich mir nicht die perfekte Assistenz. Sondern eine, die bereit ist, zu lernen. Die sieht, dass es hier nicht nur um einen Job geht – sondern um mein Leben.

Ich brauche Menschen, auf die ich zählen kann. Menschen, die nicht gleich gehen, wenn es mal schwer wird. Menschen, die verstehen, dass Nähe nichts mit Schwäche zu tun hat, sondern mit Vertrauen. Menschen, die vielleicht keine Ausbildung haben, aber Haltung.

Ich weiß, das klingt streng. Aber so ist es. Wenn man auf Hilfe angewiesen ist, braucht man nicht irgendwen. Man braucht jemanden, der bleibt, wenn’s drauf ankommt.

Früher nannte man das Tugenden: Disziplin. Verlässlichkeit. Respekt. Heute wirken diese Begriffe fast altmodisch. Aber ich sage: Ohne sie funktioniert persönliche Assistenz nicht. Ohne sie bin ich – wie viele andere – allein.

Ich wünsche mir, dass wir wieder anfangen, diesen Beruf ernst zu nehmen. Dass wir ihn nicht als Notlösung betrachten, sondern als das, was er ist: eine bedeutsame Arbeit, in der Menschen anderen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Persönliche Assistenz ist keine „Hilfe“. Sie ist ein Schlüssel zur Teilhabe. Ein Teil meines Alltags. Ein Teil meiner Freiheit.

Und ich hoffe, dass wir eines Tages nicht mehr um Grundwerte kämpfen müssen, wenn wir einfach nur leben wollen.

Ilka Hannig