Zwischen Rückzug, Wachstum und einer Tasse Kakao.

Tagesnotiz – 08.02.2026

Das Jahr ist jetzt einen Monat und eine Woche alt.
Und ehrlich gesagt: Ich war zwischendurch ein bisschen abgetaucht.

Nicht, weil ich weg war –
sondern weil einfach zu viel gleichzeitig da war.
Zu viel zu klären.
Zu viel zu entscheiden.
Zu viel zu verkraften.
Manchmal ist das Leben kein leiser Fluss, sondern ein wildes Gewässer.
Und dann ziehe ich mich zurück.
Nicht, um aufzugeben, sondern um nicht unterzugehen.
Um wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Genau das habe ich getan.
Still. Für mich. Schritt für Schritt.
Jetzt fühlt es sich wieder richtig an, zu schreiben.
Nicht, weil alles sortiert ist –
sondern weil ich zeigen möchte:
Ich bin noch da.
Ich gehe weiter.

Auch wenn ich mir Zeit nehme,
mich und mein Leben neu zu ordnen.
In den letzten Wochen gab es Abschiede.
Und Kündigungen.
Notwendige Entscheidungen, die richtig waren –
und trotzdem wehgetan haben.
Sie haben Chaos hinterlassen, offene Gefühle, müde Gedanken.

Aber sie waren nötig, damit Neues überhaupt Platz haben kann.
Einige Entscheidungen stehen noch aus.
Sie liegen noch vor mir, ungeklärt, nicht fertig gedacht.
Und das ist in Ordnung.
Nicht alles muss sofort entschieden werden.
Ich habe mein persönliches Budget neu sortiert, Dinge umgestellt, Wege neu gedacht.
Das ist gut. Sehr sogar.
Und gleichzeitig fordert es mich gerade enorm.
Ich stoße an Grenzen, von denen ich nicht wusste, dass sie da sind.
Ich wachse darüber hinaus –
nicht elegant, sondern mit blauen Flecken, Erschöpfung
und Tränen, die manchmal einfach kommen, ohne gefragt zu werden.
Aber ich stehe noch.
Und ich gehe weiter.
Aufgeben gilt nicht.
Das war noch nie eine Option.

Also wachse ich weiter –
manchmal mutig,
manchmal leise,
manchmal einfach nur müde.
Und manchmal wünsche ich mir nichts weiter als jemanden, der sagt:
„Alles wird gut.“
Und mir eine Tasse Kakao hinstellt.
Einfach da ist.
Ich schaffe das.

Alles Liebe
Ilka

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