Tagesnotiz – 06.01.2026
Heute war ein Tag, der schon vor dem Aufstehen begann.
Noch im Bett habe ich telefoniert – mit wichtigen Menschen, über wichtige Dinge. Gespräche, die nicht beiläufig waren, sondern Gewicht hatten. Solche, die einen innerlich schon wach machen, bevor der Körper es ist.
Nach dem ersten Kaffee ging es direkt weiter.
Ich hatte heute mehrere Bewerber*innen da. Manche meiner Entscheidungen brauchen genau diese Gespräche – Zeit, Offenheit, ehrliche Worte. Es waren lange Gespräche, gute Gespräche. Gespräche auf Augenhöhe. Und sie haben mir gutgetan, auch wenn sie Kraft gekostet haben.
Zwischendurch habe ich gemeinsam mit meinem Assistenten gekocht.
Nicht spektakulär – aber wichtig. Essen. Für mich sorgen. Kurz innehalten. Das vergesse ich manchmal, wenn mein Kopf zu voll ist.
Später war ich lange spazieren. Die Bewegung, die kalte Luft, das Gehen – all das hilft mir, Gedanken zu sortieren.
Danach habe ich meinen Mann besucht. Wir haben lange gesprochen. Über das Leben. Über das Sterben. Über Abschied. Über das, was bleibt, wenn Dinge sich verändern oder enden. Es war ein intensives Gespräch. Eines, das noch nachwirkt.
Heute war ein Tag voller Worte.
Und manchmal sind es genau diese Tage, die zeigen, wie nah Leben und Verletzlichkeit beieinanderliegen.
Jetzt bin ich müde.
Aber auch ein kleines Stück klarer.
Alles Liebe
Ilka 🌙
