Tagesnotiz – 29. Dezember 2025
Am Vormittag habe ich viel telefoniert – mit der Krankenkasse wegen der Lifter-Thematik, aber auch mit anderen wichtigen Menschen. Gespräche, die notwendig sind, weil ich für mich Entscheidungen treffen muss. Entscheidungen ohne Angst, oder zumindest mit weniger Angst. Das ist gerade nicht leicht, aber nötig.
Am Nachmittag bin ich lange spazieren gegangen. Einfach laufen, atmen, den Kopf ein bisschen freier bekommen. Danach bin ich zu meinem Mann gefahren. Es geht ihm nicht gut. Der Tod des Assistenten hat ihn sehr getroffen. Wir haben viel geredet, still zusammengesessen, gemeinsam mit seiner Mama zu Abend gegessen. Diese Nähe war wichtig.
Später habe ich ihn mit zu mir genommen. Jetzt schläft er hier. Und ich sitze da und denke nach.
Heute wurde mir wieder schmerzhaft bewusst, wie kurz das Leben ist. Wie nebensächlich so viele Dinge plötzlich wirken, über die man sich sonst Sorgen macht. Und wie brutal ungerecht manche Krankheiten sind. Krebs ist und bleibt ein Arschloch. Er nimmt viel zu oft die Menschen, die noch gebraucht werden. Die mit dem großen Herzen.
Solche Tage erden. Sie tun weh. Aber sie erinnern auch daran, worauf es wirklich ankommt: Nähe, Zeit, Menschlichkeit.
Alles Liebe
Ilka 🌻
