Nachtgedanken – 27./28. November 2025


Ein persönlicher Eintrag

Ich dachte mir… wenn ich sowieso wieder nicht schlafen kann, fange ich einfach an zu schreiben. So, wie ich es fühle. Ohne Punkt, Komma oder perfekte Form — einfach in meiner Sprache.

In den letzten vier Tagen musste ich mich ziemlich plötzlich zurückziehen. Es war nicht geplant. Aber notwendig.
Ich musste etwas in mir verdauen, etwas, das mich sehr getroffen hat. Und ich habe dabei eine wichtige Lektion gelernt:

👉 Ich kann nicht für jeden die Welt retten. Wenn ich mich dabei selbst vergesse, gehe ich kaputt.
Und genau das darf ich nicht mehr zulassen.

Also habe ich mich zurückgezogen — ganz bewusst.
Ich bin still geworden. Sehr still.
Ich habe kaum gesprochen, kaum kommentiert, nicht viel bewertet. Ich habe beobachtet. Ich habe zwischen den ungesagten Worten zugehört.
Und ich habe für mich Entscheidungen getroffen.

Ich habe Filme geschaut, gegessen, geschlafen.
Ich habe geweint.
Nicht tief und dramatisch, sondern dieses leise Weinen, das kommt, wenn die Seele endlich Luft bekommt und sich traut, auszumisten.
Weil einfach zu viel Müll reingekommen ist, der da nicht hingehört.

Diese plötzlichen Auszeiten — die brauche ich.
Immer dann, wenn etwas oder jemand mir zu nah gekommen ist oder mich verletzt hat.
Dann ziehe ich mich zurück, ohne groß zu fragen oder mich zu erklären.
Bis ich meine innere Stimme wieder höre.
Bis mein Herz wieder klar sagt: So, jetzt weiter.

Und weißt du was? Genau in diesen Momenten wachse ich.
Leise.
Für mich.
Und ein Stück über mich hinaus.

Morgen — oder besser: heute — starte ich wieder.
Etwas leiser. Etwas klarer. Etwas mehr bei mir. 💜

— Ilka

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