Persönlicher Blogeintrag – 16. November 2025
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Dieses Wochenende war ruhiger – nicht, weil es nichts zu tun gab, sondern weil ich so viel im Kopf hatte, dass ich bewusst versucht habe, einen Gang runterzuschalten.
Manchmal ist der größte Kraftakt nicht das Tun, sondern das Aushalten, Sortieren, Spüren.
Am Samstag war ich mit Freunden essen. Das tat gut – einfach mal kurz raus aus all dem Denken, rein ins Menschsein. Lachen. Reden. Atmen. Für ein paar Stunden war der Druck still.
Gestern habe ich mich weiter auf meine Teamsitzung vorbereitet. Es wird eine wichtige – vielleicht sogar wegweisende. Ich habe viel reflektiert, Strukturen sortiert, Worte durchdacht und versucht, mich innerlich zu sammeln. Denn ich weiß: Es geht um Klarheit. Und um mich.
Heute war ich dann auf einer Fortbildung zum Thema Rassismus in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bei der Gibb GmbH. Eine Einladung, die mich berührt hat.
Ein schweres Thema – wichtig, notwendig, unbequem.
Es tat gut, zuzuhören, zu lernen, zu fühlen, wie tief strukturelle Probleme verwurzelt sind… und gleichzeitig zu spüren, dass es Menschen gibt, die bereit sind, nicht länger wegzuschauen.
Jetzt sitze ich hier und merke: Auch wenn ich scheinbar wenig „gemacht“ habe, war dieses Wochenende voller Prozess.
Voller Gedanken, Entscheidungen, innerer Sortierung.
Manchmal sieht man so etwas nicht von außen – aber innen bewegt es Berge.
Und das darf auch mal reichen.
— Ilka
