Tagesnotiz – 11. November 2025
Ich habe gestern nicht mehr geschrieben.
Ehrlich gesagt: Ich war zu müde.
Durch den Personalmangel ist hier gerade wieder viel improvisiert – so wie es das System eben manchmal von uns verlangt. Ich habe alles geschafft, was notwendig war, aber für mich selbst blieb wenig übrig.
Heute war ein emotionaler und gleichzeitig fleißiger Tag.
Ich habe organisiert, geschrieben, telefoniert, vorbereitet – und war dabei sehr bewusst in meinen Worten.
Manchmal ist es nämlich so:
Ich arbeite mit Assistent*innen, die noch gar nicht verstanden haben, was Persönliche Assistenz wirklich bedeutet.
Es ist kein „mal eben helfen“.
Es ist kein Nebenjob ohne Verantwortung.
Es ist mit mir leben – auf Augenhöhe, achtsam, reflektiert.
Und wenn jemand ohne diese innere Haltung in meinen Alltag tritt, dann prallt das direkt auf mein Leben, meinen Körper, meinen Kopf, mein Zuhause.
Und heute hat es mich verletzt.
Ich blieb ruhig.
Ich erklärte.
Ich führte.
Ich war Profi.
Aber innerlich tat es weh.
Weil ich Mensch bin.
Weil ich nicht hart werde will.
Weil ich jeden Tag versuche, Räume zu schaffen, in denen Würde selbstverständlich ist.
Und ich habe heute verstanden: Manchmal muss man Dinge in die richtige Zeit und in den richtigen Raum lenken, ohne Druck, ohne Kampf – damit klare Lösungen entstehen können.
Jetzt liege ich hier im Bett.
Eine Kerze brennt.
Ich atme langsam.
Morgen ist die Info-Veranstaltung.
Und trotz allem weiß ich:
Ich gehe meinen Weg.
Mit Herz.
Mit Haltung.
Mit mir.
Alles Liebe,
Ilka 懶
