Tagesnotiz – 08. November 2025
Heute habe ich einmal bewusst nicht gearbeitet.
Kein Verein. Keine Netzwerke. Keine Mails.
Sondern einfach mein Leben.
Ich habe etwas geordnet – aber nicht auf dem Schreibtisch, sondern in mir.
Ich habe für den 05. Dezember eine Teamsitzung geplant, und diesmal hole ich mir eine neutrale Person dazu.
Das war ein großer Schritt für mich.
Nicht, weil ich das nicht könnte – sondern weil ich verstanden habe, dass ich es nicht alleine lösen muss.
Die letzten Wochen haben mich viel Kraft gekostet.
Dieses ständige Improvisieren, Umschichten, Erklären, Trösten, Auffangen.
Und ja – diesmal hat es mich verletzt.
Ich habe gemerkt, dass ich auch nur Mensch bin.
Mit Herz. Mit Grenzen.
Und dass ich sie aussprechen darf.
Ich reiße mir für meine Assistenten oft ein Bein aus.
Und ich tue es gern – weil es Team ist, weil es Vertrauen ist, weil es mein Leben ist.
Aber Team heißt nicht, dass alles auf meinen Schultern liegen darf.
Also:
Ich setze jetzt Grenzen.
Nicht aus Härte – sondern aus Selbstfürsorge.
Und es fühlt sich richtig an.
Danach war ich richtig lange spazieren.
Herbstluft. Tiefer Atem.
Dann gab es Waffeln – warm, süß, genau das, was Seele kann.
Später kam noch ein Bekannter vorbei und hat mit mir meine Steuererklärung gemacht.
Auch das gehört zum Leben – nicht schön, aber erleichternd.
Und jetzt liege ich hier.
Lampe an.
Welt aus.
Ich schreibe.
Und merke, dass es gut war, heute einfach zu sein.
Ich glaube, manchmal heilt ein Tag leiser als man denkt.
— Ilka
