Zwischen leisen Schritten und klaren Entscheidungen.

Tagesnotiz vom 06. November 2025

Heute war einer dieser Tage, die auf den ersten Blick still wirken – und doch in mir viel bewegt haben.

Ich habe weiter an der Recherche für die neue Satzung gearbeitet. Viel gelesen, sortiert, hinterfragt, neu gedacht. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde ich nicht nur einen Verein strukturieren – sondern auch Haltung, Richtung und Zukunft. Und ich merke dabei ganz deutlich: Eine stabile Basis ist keine Formalität. Sie ist Schutzraum. Für alle, die später Teil davon sind.

Parallel dazu war ich heute wieder viel in meinem Netzwerk unterwegs. Ich habe gelesen, gehört, beobachtet und mit Menschen geschrieben. Und ich habe gemerkt: Dieses Thema – persönliche Assistenz, Selbstbestimmung, Würde – es berührt. Und zwar tief. Es verbindet Menschen, die sich vorher vielleicht noch nie gesehen haben. Und es weckt ganz unterschiedliche Gefühle: Hoffnung, Wut, Mut, Suche.

Und in mir? Ich habe heute improvisiert.
Gewartet.
Entschieden.
Professionell reagiert, auch dort, wo es menschlich in mir leise gerumpelt hat.

Zwischendurch war ich länger spazieren. Einfach raus. Kopf und Herz durchlüften.
Die Herbstluft war kühl, das Laub laut unter den Rädern meines Rollstuhls.
Oder vielleicht war ich heute einfach besonders aufmerksam.

Es war kein spektakulärer Tag.
Kein Tag mit großen Ergebnissen oder Applaus.

Aber ein Tag, an dem ich innerlich klar gespürt habe:

Manchmal entsteht Veränderung nicht in den lauten Momenten.
Sondern in den stillen Tagen dazwischen.
In denen man einfach weitergeht.
Weiterdenkt.
Weitermacht.

Heute war so ein Tag.
Leise.
Und trotzdem voller Richtung.

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