Tagesnotiz – Dienstag, 14. Oktober 2025
Heute war einer dieser typischen Berliner Herbsttage – grau, nass und irgendwie unruhig.
Und trotzdem war ich lange unterwegs, für meinen Verein AssistenzGestalten e.V. (in Gründung).
Mein Weg führte mich heute zum Notariat, um die Unterlagen für die Eintragung abzugeben.
Ich war ehrlich gesagt etwas aufgeregt, weil das alles gerade so offiziell wird.
Die Notarin war sehr freundlich, nahm sich Zeit, erklärte mir einiges und beantwortete meine Fragen ruhig und verständlich.
Es tat gut, so ein Stück Sicherheit in all dem bürokratischen Gewirr zu spüren.
Ein paar Dokumente fehlten noch – die reiche ich morgen früh nach.
Dann geht alles direkt weiter ans Amtsgericht Charlottenburg.
Und wenn ich ehrlich bin: Allein dieser Gedanke fühlt sich schon ein bisschen nach einem Meilenstein an.
Denn es bedeutet, dass aus einer Idee, aus unzähligen Gesprächen, Mails und Herzmomenten langsam etwas Offizielles, Echtes, Greifbares wird.
Der Rest des Tages war geprägt von Netzwerkarbeit.
Ich habe mit Menschen gesprochen, die im Bereich Assistenz, Teilhabe und sozialpolitische Arbeit aktiv sind,
um mögliche Kooperationen für unseren Verein und die geplante App vorzubereiten.
Es fühlt sich so an, als würde das Projekt immer mehr Gestalt annehmen –
Schritt für Schritt, Mensch für Mensch.
Zwischendurch habe ich noch die Petition zum Persönlichen Budget unterschrieben –
weil ich finde, dass man Haltung zeigen muss,
wenn man an etwas glaubt, das so viele Lebensrealitäten betrifft.
Und am Abend habe ich dann endlich die öffentliche Ankündigung für unsere Veranstaltung am 27. Oktober 2025 veröffentlicht.
Das war für mich ein besonderer Moment –
denn es bedeutet Sichtbarkeit, Bewegung und Hoffnung.
Kaum war ich zu Hause angekommen,
musste ich schon wieder Dienste umbesetzen für Donnerstag und ein paar Dinge an Bürokratie nachholen.
Dann fiel mir auf, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte –
also gab’s noch schnell ein paar Nudeln, einfach, warm und ehrlich.
Jetzt liege ich hier, höre den Regen ans Fenster prasseln
und schreibe noch ein paar Gedanken auf –
weil Schreiben für mich wie Atmen ist.
Heute war ein langer Tag – aber einer, der mich wieder ein Stück näher an mein Ziel gebracht hat. ✨
– Ilka Hannig
