„Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm.“

Tagesnotiz – Mittwoch, 08.10.2025

Heute habe ich mir den Morgen ganz bewusst ruhig gemacht.
Ein Kaffee, frische Brötchen, ein Moment nur für mich – bevor die Bürokratie wieder anklopfte. ☕

Ein paar Mails mit dem Lohnbüro, Unterlagen sortieren,
und die Vorbereitungen für meine Teamsitzung morgen standen an.
Ich bin ehrlich – ein bisschen nervös bin ich schon.
Nicht, weil ich es nicht kann,
sondern weil mir mein Team und unsere Zusammenarbeit wichtig sind.
Ich wünsche mir, dass wir offen sprechen können, dass wir uns gegenseitig verstehen.
Ich hatte kurz überlegt, ob ich mir morgen Unterstützung hole,
aber dann atmete ich tief durch und dachte: „Nein, Ilka – du schaffst das.“ 

Gegen Mittag war ich spazieren – auf dem Friedhof vor meinem Haus.
Das ist für mich ein Ort der Ruhe.
Ein Platz, an dem ich meinen Gedanken Raum geben kann.
Die Luft war kühl, aber klar – sie hat mich sortiert.

Am Nachmittag bekam ich eine Bandage, die meine Rippen stabilisieren soll.
Sie erinnert mich daran, achtsam zu sein mit meinem Körper,
und gleichzeitig zeigt sie mir, dass auch kleine Hilfen manchmal große Wirkung haben können.

Den Rest des Tages verbrachte ich zu Hause,
vor dem Fernseher, eingehüllt in eine Decke, mit meinen Samtpfoten neben mir. 
Ich habe mich einfach mal treiben lassen.

Und während ich hier sitze und schreibe, wird mir wieder bewusst:
Ich wünsche mir gar nicht viel vom Leben –
nur verstanden zu werden.
Mit all dem, was ich tue, denke und fühle.
Nicht perfekt, nicht laut – einfach echt.

Vielleicht ist das mein größter Antrieb.
Weil Verständnis manchmal mehr heilt als jede Medizin. 

– Ilka

Hinterlasse einen Kommentar