„Nicht akzeptiert – und doch gehe ich weiter.“

Tagesnotiz – 01.10.2025

Gestern kam eine Mail, vor dem ich schon ein bisschen Angst hatte – und doch gehofft habe, dass es anders läuft. Mein Antrag für die Kalkulation 2025 für mein Persönliches Budget wurde gar nicht erst akzeptiert.

Begründung: Ich habe ihn nach meinem tatsächlichen Bedarf gestellt – nicht nach der Fachlichen Weisung des LAGeSo. Aber genau diese Weisung funktioniert für mein Leben nicht.

Denn laut Weisung gäbe es kein Geld für die Einarbeitung neuer Assistent*innen. Keine Absicherung für einen begleitenden Beratungsdienst, der mir wichtig ist, um meinen Alltag stabil zu halten. Und die Löhne meiner Assistent*innen würden so nicht einmal refinanziert.

Und weißt du, was mich am meisten getroffen hat?
Es gab nicht mal die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch. Keine Zielvereinbarung. Nicht mal einen gültigen Bescheid für dieses Jahr. Einfach gar nichts. Damit kann ich offiziell nicht mal einen Widerspruch einlegen. Das fühlt sich an, als wäre ich zwischen die Zahnräder gefallen – und niemand merkt es.

Ja, das macht mir Angst. Ich hänge voll in der Luft. Und trotzdem spüre ich da auch dieses leise, trotzige „Jetzt erst recht!“. Nächste Woche werde ich mit Leuten sprechen, die sich auskennen. Ich werde mir Hilfe holen. Ich brauche einen Plan B – denn jeder Rebell braucht einen Plan.

Heute war ich trotzdem einkaufen, ein Stück spazieren und bin früher ins Bett gegangen. Weil es mich emotional wirklich getroffen hat. Aber morgen stehe ich wieder auf. Weil ich weiß: Aufgeben ist keine Option.

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