Tagesnotiz – Samstag, 20.09.2025
Heute habe ich wieder viel Zeit in den Aufbau des Netzwerks rund um AssistenzGestalten e.V. gesteckt. Ich habe gezielt nach möglichen Kooperationspartnern, Assistenzdiensten und Beratungsstellen in Berlin gesucht, die das Arbeitgebermodell begleiten – Menschen und Organisationen, die wichtige Zielgruppen oder Unterstützer:innen für unseren Verein und die geplante App sein könnten.
Außerdem habe ich angefangen, die nächste Phase der Öffentlichkeitsarbeit vorzubereiten. Mein Ziel ist es, konkrete Kontakte zu sammeln, um die App bekannter zu machen – damit wir Unterstützer:innen, aber auch Nutzer:innen gezielt erreichen können.
Doch neben der Arbeit waren da heute viele Gedanken in meinem Kopf. Ich war länger spazieren, um klarer zu werden. Währenddessen habe ich mich auch mit einer Assistentin ausgetauscht – darüber, warum es so schwer ist, gutes Personal zu finden. Das lässt mir einfach keine Ruhe.
Wir haben es auseinander genommen und analysiert. Ich habe verstanden, dass ich mit Teilzeitstellen besser aufgestellt bin. Denn ich habe nur 12 Stunden am Tag Bewilligung – das heißt, zwischen den Diensten brauche ich Pausen. Sonst komme ich nicht über den Tag. 12 Stunden am Stück wären für mich persönlich schlicht zu anstrengend.
Wenn ich nur mit Vollzeitkräften arbeite, stehe ich außerdem sofort vor einem Problem, wenn jemand ausfällt. Und genau das passiert ja immer mal.
Warum ich das so offen erzähle? Ganz einfach: Weil ich zeigen möchte, dass das Persönliche Budget genauso individuell ist wie die Menschen, die es nutzen. Das kann man nicht in Schubladen denken. Jeder Alltag sieht anders aus, jede Lösung ist anders gestrickt. Das Problem ist nur: Viele Bewerber:innen wollen möglichst viele Stunden am Stück – und genau da liegt für mich die Herausforderung.
Ja, das sind die Gedanken, die mich heute begleitet haben. Aber ich glaube fest daran: Ich werde Lösungen finden.
– Ilka
