Tagesnotiz – Freitag, 19.09.2025
Heute habe ich mal nichts für meinen Verein gemacht, sondern den Tag mehr für mich genommen.
Am Vormittag saß ich lange an meinem Dienstplan – und ehrlich, manchmal fühlt sich das an wie eine Runde Tetris. Während ich versuchte, Dienste passend zu schieben, lagen meine Samtpfoten friedlich daneben und schliefen.
Es gelang mir, den Plan fertigzustellen, aber mir wurde klar: Es fehlen zwei Assistent*innen. Also habe ich Stellenangebote geschaltet. Am Montag will ich mit jemandem sprechen, der sich im Bereich Assistenz und Personal wirklich gut auskennt – vielleicht kann ich da noch etwas lernen. Klar frage ich mich oft, warum Menschen kommen und gehen, warum manches so schnelllebig ist. Natürlich gehe ich auch mit meinem Team in den Austausch, aber wir finden keinen klaren Grund. Und ja, automatisch suche ich Fehler auch bei mir selbst. Aber vielleicht ist das einfach ein Stück Leben.
Nebenbei habe ich noch ein wenig Bürokratie für mein Budget erledigt. Doch gegen Mittag merkte ich: Ich musste raus. Also habe ich mich in mein Lieblingscafé gesetzt, die Sonne begrüßt und einfach tief durchgeatmet.
Am Abend war ich im Kino – ich habe mir Das Kanu des Manitu angeschaut. Ein bisschen Lachen, ein bisschen Leichtigkeit – das tat gut.
Und dann, als ich später noch einmal meine Mails checkte, entdeckte ich eine Nachricht von der Diakonie. Es war eine Bescheinigung für mein Ehrenamt, das ich dort schon so lange mache. Doch es waren nicht nur trockene Worte – es waren Worte, die mich wirklich berührt haben. Worte, die mir das Gefühl gaben: Ja, ich bin hier genau richtig.
Danke für diese warmen Worte. Sie haben mir den Tag noch einmal heller gemacht.
– Ilka
