Tagesnotiz – Mittwoch, 17.09.2025
Heute Morgen hatte ich meinen regelmäßigen Beratungseinsatz mit einem Pflegedienst. Alle drei Monate wird geschaut, ob ich gut versorgt bin und ob alles passt. Es ist Routine – und trotzdem immer wieder ein Moment, in dem ich merke, wie sehr mein Leben von solchen Strukturen abhängt.
Den Rest des Tages habe ich mich äußerlich etwas zurückgezogen, innerlich war ich aber hellwach. Manchmal brauche ich das, gerade wenn Assistent*innen da sind, die selbst viel mitbringen – eigene Probleme, die nicht immer reflektiert werden. Das ist nicht einfach. In solchen Momenten merke ich, wie sehr ich Profi sein muss. Denn am Ende brauche ich jemanden, der da ist. Ersatz gibt es nicht sofort.
Also habe ich die Energie, die mich innerlich beschäftigt, in meine Arbeit gelenkt. Ich habe einen persönlichen Artikel geschrieben, in dem ich über die Schwierigkeiten berichte, gute Assistent*innen im Arbeitgebermodell zu finden. Es geht nicht nur um den Fachkräftemangel, sondern auch um strukturelle Hürden, fehlende Ausbildungsmöglichkeiten und die mangelnde Anerkennung dieses so wichtigen Berufsbildes. Der Text soll aufklären, berühren und vielleicht auch zum Umdenken anregen.
Nebenbei lief wie immer Netzwerkarbeit: Kontakte pflegen, neue Impulse setzen, den Verein voranbringen. Und ich habe Aufrufe für meine laufende Crowdfunding-Kampagne gestartet – in der Hoffnung, dass noch ein Stück Unterstützung zusammenkommt, damit das Projekt weitergehen kann.
Heute war ein Tag zwischen Rückzug und voller Konzentration. Und manchmal ist genau das die beste Kombination.
– Ilka
