Tagesnotiz vom 25.07.2025 – Teil 2
Gestern war ein voller Tag – aber auch ein schöner.
Ich habe vormittags Netzwerkarbeit gemacht, Briefe geschrieben und an einem neuen Artikel gearbeitet. Worte sortieren, Gedanken ordnen, Verbindungen pflegen – das alles gehört genauso zu meinem Alltag wie Assistenzpläne oder Vereinsstrukturen. Es ist still, aber wirksam.
Und dann kam der Abend.
Ich war eingeladen zur Filmpremiere von „Wilma will mehr“ im Kino Toni in Berlin.
Der Film war stark. Berührend. Direkt. Wilma will mehr – und das fühlte sich so nah an. An mein Leben. An das, was so viele von uns spüren, wenn sie mehr wollen, dürfen, können – und trotzdem oft ausgebremst werden.
Der Regisseur war da, ebenso die Schauspieler*innen. Es gab ein Glas Sekt.
Ich saß da, zwischen so vielen Menschen, und habe einfach nur geschaut, gefühlt, genossen. Keine To-do-Liste, kein Protokoll. Nur ich, der Film – und dieser kleine Moment von: Ich darf auch einfach nur da sein.
Das hat mir gutgetan.
Denn manchmal – mitten im Kämpfen und Dranbleiben – vergesse ich, wie wichtig es ist, auch das Schöne zuzulassen.
Danke, Wilma. Für diesen Abend.
Und für die Erinnerung:
Ich will auch mehr. Und das ist vollkommen okay.
