von Ilka Hannig
Was gerade in Berlin passiert, ist für viele Menschen mit Behinderungen existenzbedrohend. Die geplanten Kürzungen bei der Budgetbegleitung gefährden ein zentrales Element der Persönlichen Assistenz im Arbeitgeber*innen-Modell – und damit unsere Selbstbestimmung im Alltag.
Ich bin selbst Arbeitgeberin meiner Assistenzen. Ich organisiere, koordiniere, rechne ab, führe Bewerbungsgespräche – jeden Tag. Dafür brauche ich professionelle Unterstützung in der Budgetbegleitung. Ohne diese Unterstützung geht es nicht. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil niemand ein komplexes Assistenzsystem ganz allein stemmen kann – erst recht nicht unter den Bedingungen, unter denen wir kämpfen müssen.
In einem Treffen mit Vertreter*innen der Verwaltung wurde zwar signalisiert, dass etwa Krankheitstage außerhalb des Budgets künftig anerkannt werden sollen. Doch was ab 2026 gilt, bleibt unklar. Diese Unsicherheit ist nicht nur unbefriedigend – sie gefährdet Existenzen.
Ich frage mich: Wie kann es sein, dass wir in einem Land leben, das sich zu Inklusion bekennt, und gleichzeitig Strukturen zerstört, die genau diese Inklusion ermöglichen?
Persönliche Assistenz ist keine Wohltätigkeit. Sie ist ein Menschenrecht.
Wir brauchen keine Sonderlösungen. Wir brauchen faire Rahmenbedingungen, verlässliche Finanzierung, klare Zusagen – und Menschen, die sich trauen, an der Seite von behinderten Arbeitgeber*innen zu stehen.
Hier findest du mehr über meinen entstehenden Verein AssistenzGestalten e. V.:
http://www.assistenzgestalten.de
Kontakt: hallo@assistenzgestalten.de
Und wenn du meine Arbeit und meinen Weg zu mehr Teilhabe direkt unterstützen willst, kannst du meine persönliche Crowdfunding-Kampagne teilen oder selbst unterstützen:
http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich
Lasst uns gemeinsam zeigen: Wir geben nicht auf. Und wir geben nicht nach.
#AssistenzGestalten #Inklusion2025 #Arbeitgebermodell #Barrierefreiheit #Selbstbestimmung #Teilhabe #Behindertenpolitik #Crowdfunding #Berlin
