„Es ist viel. Und es ist meins.“

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich vieles gleichzeitig jongliert habe – Netzwerkarbeit, Mails, Dokumentation. Ich habe Nachrichten beantwortet, Dinge sortiert, Abläufe strukturiert. Und ehrlich gesagt: Ich musste mich selbst daran erinnern, dass das alles wichtig ist. Dass auch das Ordnen und Archivieren ein Teil von Sichtbarkeit ist – von Ernsthaftigkeit. Von dem, was ich mit AssistenzGestalten e.V. i.G. aufbauen will.

Ich weiß, dass ich irgendwann zurückblicken will – und dass alles da sein soll: jede Entwicklung, jede Entscheidung, jede Notiz. Lückenlos. Weil dieser Weg zählt.

Heute früh hatte ich den zweiten Dienst mit meiner neuen Assistentin. Es ist noch nicht rund, aber das darf es auch noch nicht sein. Es ist ein Herantasten – beidseitig. Nähe braucht Zeit, Vertrauen auch. Ich weiß das. Und trotzdem bin ich müde.

Eigentlich wollte ich später noch einkaufen. Dann kam der Regen. Und ich blieb. Irgendwie hat das zum Tag gepasst.

Dann kam die nächste Nachricht: Ich muss wieder eine Kalkulation für mein Budget erstellen. Noch ein Formular. Noch ein Aufwand. Noch ein Schritt auf einem Weg, der selten einfach ist – aber meiner ist.

Mittwoch steht ein persönliches Treffen an. Ich freue mich drauf. Gemeinsam mit einer Vertrauensperson will ich erste Ideen für kleine Workshops im Rahmen von AssistenzGestalten entwickeln. Erste Formate, die greifbar machen, was Teilhabe bedeutet. Es wird konkret. Und das macht Hoffnung.

Und morgen? Morgen fahre ich zur Diakonie. Einfach mal wieder Hallo sagen. Einen Kaffee trinken. Ein Stück Normalität. Ich werde im August wieder ein bisschen in mein Ehrenamt einsteigen. Schrittweise. So, wie es geht.

Und dann noch das: Für September habe ich eine neue Minijobberin eingestellt. Eine weitere Unterstützung, ein weiterer Schritt Richtung Entlastung – und auch ein Zeichen dafür, dass ich Verantwortung übernehme. Dass ich wachse. Dass ich nicht nur träume, sondern umsetze.

Und falls du dich fragst, woher ich all die Energie nehme:
Manchmal weiß ich es selbst nicht so genau.
Aber ich glaube, es ist eine Mischung aus Herzenssache – und dem tiefen Wissen:
Aufgeben kann ich nicht.

Hinterlasse einen Kommentar