Wenn das System dich nicht sehen will – schreib deine eigene Geschichte.

Von Ilka Hannig

Der 16. Juli war ein Tag, der mir sehr nahe ging. Nicht, weil etwas Spektakuläres passierte – sondern weil wieder einmal etwas nicht passierte. Und genau das war der Punkt.

Der Tag begann, noch vor meinem ersten Kaffee, mit einer E-Mail von der Deutschen Rentenversicherung. Ich nenne sie inzwischen meine speziellen Freunde – das ist eher ironisch gemeint.

Man teilte mir – mal wieder – mit, dass sich an meiner Situation nichts ändert. Keine Perspektive. Kein Teilerwerb. Kein echter Platz für mich im System. Keine Tür, die sich öffnet. Nur wieder dieselbe Mauer, dieselbe Ablehnung – höflich verpackt in Verwaltungsdeutsch.

Ich schluckte. Wischte ein paar Tränen weg. Atmete tief durch. Und machte weiter.

Denn was bleibt mir anderes übrig?

Ich setzte mich an den Schreibtisch, beschäftigte mich mit meinen privaten Finanzen, bereitete Unterlagen für meinen Termin mit der Schuldnerberatung am Freitag vor.

Ja, nennen wir das Kind beim Namen:
Ich habe Schulden.

Aber warum?
Vielleicht, weil ich jemand bin, der für alles im Leben kämpfen musste – ob ich wollte oder nicht.
Wenn du leben willst – und das Leben wirklich leben willst – dann bleibt dir oft nichts anderes übrig, als zu kämpfen.
Und wenn niemand sonst für dich kämpft, dann musst du es eben selbst tun.

Kämpfen kostet Kraft. Und kämpfen kostet Geld.
Und wer sein ganzes Leben lang für sich selbst kämpfen muss, wird irgendwann anders.
Du wirst zum Rebell – nicht aus Trotz, sondern aus Überlebenswillen.

Denn du brauchst mehr Kraft als andere.
Du wirst ständig in Schubladen gesteckt – und musst dich jedes Mal selbst wieder rauskämpfen.
Das macht dich stärker.
Und klarer.

Aber es schenkt dir auch ein besonderes Glitzern.
Gerade weil du so viel überlebt hast.
Du wächst. Jeden einzelnen Tag.
Und du übernimmst Verantwortung – für dich, für andere, für eine Idee.

Gestern habe ich Verantwortung übernommen – für mich.
Ich bereue nicht, dass ich überlebt habe.
Ich bereue nicht, dass ich mein Leben lebe.
Ich bin stolz darauf. Und ich werde mich nicht dafür entschuldigen.

Gestern Abend musste ich dann doch weinen.
Nicht, weil ich schwach bin. Sondern weil manche Dinge einfach mal raus müssen.
Aber ich gehe weiter. Weil ich weiß, wofür ich gehe.

Und deshalb habe ich gestern auch an meiner persönlichen Crowdfunding-Kampagne gearbeitet.

🔗 Hier ist der Link zu meiner Kampagne:
👉 http://www.startnext.com/ich-bin-ilka-und-ich-gebe-nich

Ich wünsche mir nicht Mitleid.
Ich wünsche mir Sichtbarkeit.
Unterstützung. Solidarität.
Und vielleicht ein Stück Hoffnung zurück.

Wenn du helfen willst – teile den Link. Erzähl meine Geschichte weiter. Oder sei einfach da.
Denn jede Stimme zählt – auch meine.
Und jede Unterstützung hilft – auch deine.

🖋️
Mit Haltung, Herz und Hoffnung
Ilka Hannig

📧 kontakt@assistenzgestalten.de
🌐 http://www.assistenzgestalten.de
🔗 http://www.xn--webgeflstermitseele-cbc.com/
❤️ Meine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext

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