Heute war ein voller Tag – aber ein guter.
Schon am Vormittag stand einiges an: organisatorische Aufgaben, E-Mails, Netzwerkarbeit. Ich habe mich wieder intensiv mit dem Thema Refinanzierung der Tarifverträge im Arbeitgeber:innen-Modell beschäftigt – denn es geht hier nicht um „irgendetwas“, sondern um das Fundament, auf dem mein Alltag, mein Leben mit Assistenz aufgebaut ist.
Am Nachmittag fand dann unser Vereinstreffen bei mir zu Hause statt – das erste nach längerer Vorbereitung. Und es war richtig gut. Gemeinsam mit den anderen haben wir nicht nur Strukturen diskutiert, sondern auch gespürt, wie viel Energie und Herzblut in diesem Projekt steckt. Unser Verein soll keine klassische Hierarchie bekommen – sondern ein Organigramm in Kreisform, das für Augenhöhe, Mitgestaltung und Gemeinschaft steht. Wir wollen Teilhabe nicht nur fordern, sondern leben – auch in unseren eigenen Strukturen.
Ein großer Punkt war die Postkartenaktion zur Unterstützung der Refinanzierung des Tarifvertrags. Über 300 Unterschriften werden am Donnerstag dem Berliner Senat übergeben – ein wichtiges Signal. Unser Artikel „Zwischen Selbstbestimmung und Systemversagen“ ist fast fertig und soll helfen, diese Realität sichtbarer zu machen.
Am Abend war ich dann noch mit unserem 2. Vorsitzenden unterwegs – ein Getränk, ein ehrliches Gespräch, ein Stück Reflexion. Wir haben über die Kraft gesprochen, die unsere Arbeit entwickelt. Über die Verantwortung, die wir spüren. Und über die Hoffnung, die uns verbindet.
Was ich heute leider verschieben musste, war mein Termin mit der Schuldnerberatung. Denn ich werde am Donnerstag zur Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus gehen. Und das ist wichtig. Es geht nicht nur um Politik. Es geht um meine Lebensrealität. Es geht darum, ob ich auch morgen noch sagen kann: Ich habe Assistenz, ich kann mein Leben selbst gestalten.
Diese Entscheidung heute war schwer – aber sie war richtig.
Ich werde morgen direkt einen neuen Beratungstermin anfragen.
Am Ende des Tages bleibt ein gutes Gefühl.
Nicht, weil alles leicht war. Sondern weil ich das Gefühl hatte, Teil von etwas Echtem zu sein.
Etwas, das trägt.
– Ilka
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