Ankommen, Weitermachen, Nicht-Aufgeben


von Ilka Hannig

Die letzte Woche war leiser. Nachdenklicher.

Nach meiner kleinen Auszeit in Koserow, die mir so gutgetan hat, bin ich langsam wieder in meinem Alltag angekommen. Am Meer zur Ruhe zu kommen, die Gedanken treiben zu lassen, war für mich wie einmal tief durchatmen. Ich habe dort gespürt, wie sehr ich das gebraucht habe – Abstand, Stille, Natur.

Jetzt hat mich das Leben wieder.

Und es wartet nicht.
Ich habe in den letzten Tagen wieder Gespräche mit potenziellen Bewerber:innen für meine beiden freien Assistenzstellen geführt – leider bislang ohne Erfolg. Ich weiß nicht, woran es liegt. Manchmal frage ich mich, wie viele Menschen wirklich verstehen, was persönliche Assistenz im Alltag bedeutet. Und wie viele bereit sind, diesen Weg auch mitzugehen.

Gleichzeitig habe ich weiter versucht, in meinen privaten Finanzen etwas Ordnung zu bringen. Wieder Gespräche. Wieder erklären. Wieder Hoffnung. Und dann wieder keine echte Hilfe. Es ist ein Kampf – einer, der Kraft zieht. Aber ich gebe nicht auf. Ich habe gelernt, Umwege zu gehen. Und notfalls auch alleine.

Was mich gerade besonders trägt: Mein Projekt.
Der Verein AssistenzGestalten e.V. steht kurz vor der offiziellen Gründung. Ich habe mich mit Notaren und Anwälten abgestimmt, um kommende Woche endlich alle nötigen Unterlagen beim Amtsgericht einzureichen. Ein Meilenstein.

Und trotz aller Müdigkeit, trotz aller Zweifel: Ich bin stolz.
Denn ich gehe diesen Weg weiter. Schritt für Schritt.

Ich glaube daran, dass Veränderung möglich ist – wenn man sich traut, sie anzustoßen.
Und ich weiß, dass ich das nicht für mich alleine tue.

Danke, dass ihr mitlest. Mitfühlt. Mitdenkt.
Eure Ilka

http://www.assistenzgestalten.de

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