Heute war einer dieser Tage, an denen vieles gleichzeitig passiert – innerlich wie äußerlich. Ich hatte Besuch von Bewerber:innen für meine Assistenzstelle im persönlichen Budget. Solche Gespräche sind immer besonders, denn es geht nicht nur um Aufgaben und Arbeitszeiten – es geht ums Menschliche. Um das, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Ich habe viel erklärt, zugehört, beobachtet – und am Ende bleibt ein Gefühl: Ich muss darüber schlafen. Assistenz ist Vertrauen, Nähe, Alltag – da reicht kein schneller Eindruck.
Zwischendurch habe ich die Zeit draußen genutzt – ein Spaziergang, ein Eis in der Hand, frische Luft im Gesicht. Es klingt banal, aber manchmal ist genau das der Ausgleich, der mir hilft, weiter klarzudenken. Gerade wenn so viele Entscheidungen anstehen, tut es gut, einfach mal einen Schritt zurückzutreten.
Ein besonderes Highlight war heute ein sehr stiller, persönlicher Moment: Ich habe meine alten Gedichte aus der Schublade geholt. Texte, die ich über Jahre geschrieben habe – leise, ehrlich, nah. Und plötzlich war da dieser Gedanke: Warum eigentlich nicht ein Buch daraus machen? Vielleicht ist es an der Zeit, meine Worte fliegen zu lassen. Nicht perfekt. Aber echt.
Auch für den Verein AssistenzGestalten e.V. ging es heute weiter: Es gab neue Aufgaben, die geklärt werden müssen – rechtliche Dinge, die Anmeldung, das Gründungsprotokoll. Alles kleine Schritte, aber sie gehören dazu. Und ich nehme sie an, auch wenn sie manchmal anstrengend sind.
Es war ein Tag voller Gespräche, Gedanken und Geschichten. Und während ich das hier schreibe, spüre ich: Ich wachse da gerade in etwas hinein. Langsam, aber mit ganzem Herzen.
Danke, dass ihr mich begleitet.
Eure Ilka
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