von Ilka Hannig
Heute war einer dieser verregneten Tage, an denen man sich einfach einrollt – mit Tee, Gedanken und der eigenen Geschichte. Und wie so oft in solchen Momenten: Ich habe geschrieben. Weil Schreiben für mich mehr ist als Worte – es ist mein Anker, mein Ausdruck, mein Weg.
Ich habe mich heute bei Patreon angemeldet – einer Plattform, auf der ich meine Texte teilen und vielleicht ein wenig Unterstützung dafür bekommen kann. Ich weiß nicht, ob es klappt, aber ich versuche es. Weil ich mir wünsche, dass mein Schreiben gesehen und gehört wird. Und weil ich spüre, dass ich es verdient habe, etwas zurückzubekommen.
Die Wahrheit ist: Die Tatsache, dass ich – trotz Bildung, Erfahrung und Engagement – offiziell nicht arbeiten darf, weil ich voll erwerbsgemindert bin, tut weh. Es macht mich oft wütend. Diese alten Gesetze halten Menschen wie mich klein. Sie zwingen uns in Abhängigkeit – auch dann, wenn wir bereit sind, etwas Eigenes aufzubauen.
Aber ich lasse mich nicht aufhalten. Ich versuche es trotzdem. Weil: Was, wenn es doch funktioniert? Was, wenn genau dieser Mut der erste Schritt ist, etwas zu verändern – für mich und vielleicht auch für andere?
Ich finde, es ist an der Zeit, mal wieder gegen den Strom zu schwimmen. Denn diese Gesetze sind veraltet. Sie spiegeln nicht die Realität vieler Menschen mit Behinderung wider. Ich will nicht in Schubladen leben. Ich will gestalten, mitwirken, sichtbar sein – mit all meinen Möglichkeiten.
Und wenn mir keiner einen Job gibt – dann schaffe ich mir eben selbst einen. Mit Worten. Mit Ideen. Mit Herz.
Danke, dass ihr mitlest. Danke, dass ihr mich begleitet.
Lasst uns gemeinsam neue Wege gehen.
Eure Ilka
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