Heute war ein Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Ich habe mein erstes offizielles Vereinstreffen zur Gründung von AssistenzGestalten e.V. vorbereitet und durchgeführt. Und auch wenn es „nur“ um die formalen Dinge ging – Satzung lesen, Formulare durchgehen, Unterschriften setzen – war es für mich viel mehr als das. Es war ein Moment, in dem aus einer Idee ein Raum wurde. Ein Raum mit Menschen, mit Haltung, mit dem Willen, etwas zu verändern.
Wir haben uns bewusst auf die Grundlagen konzentriert. Die eigentliche Aufgabenverteilung kommt später – heute ging es um das Fundament. Ich habe erklärt, warum ich die Online-Anmeldung beim Amtsgericht bevorzuge: Sie ist barrierefreier, direkter, unkomplizierter – eben genau das, wofür unser Verein auch stehen soll. Schnell, zugänglich, wirksam.
Natürlich haben wir auch über das gesprochen, was kommt: Die Bewerbung bei der Challenge2025 von Social Impact – ein Förderprogramm, das wie gemacht scheint für unser Projekt. Noch gibt es keine Rückmeldung, aber allein, dass wir dabei sind, fühlt sich an wie ein Zeichen.
Wir sprachen über Ziele, über Visionen – über das, was persönliche Assistenz heute bedeutet und wie wir sie morgen gestalten wollen. Peer-Beratung, Schulungen, digitale Unterstützungsmöglichkeiten, politische Aufklärung. Es war ehrlich, wertschätzend, und ich habe gespürt: Wir sind viele – und wir sind bereit.
Nach dem Treffen war ich lange spazieren. Es war nötig. Ich hatte viel im Kopf – nicht nur Vereinsdinge, auch Privates. Ich hatte ja erzählt, dass ich eine Finanzberatung aufgetan hatte. Die hat mich nun weitergeschickt – zu einer nächsten Stelle, weil sie mir nicht wirklich helfen kann. Das nervt. Weil ich wirklich bereit bin, mich zu kümmern, Verantwortung zu übernehmen. Aber irgendwie scheint man mit wenig Geld nicht mal Hilfe beim Geld zu bekommen. Trotzdem – ich versuche es weiter.
Dann habe ich viel geschrieben – einfach, um Gedanken zu sortieren, Platz zu schaffen, weiterzugehen.
Heute war ein wichtiger Tag. Und ich bin ein kleines bisschen stolz.
Denn aus einem Gedanken wird etwas Echtes.
– Ilka
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