Ilka Hannig
Gestern war so ein Tag, an dem ich einfach mal losgelassen habe. Kein Projekt, kein Plan, kein Druck. Ich habe mich ausgeruht, gut gegessen, ein paar schöne Filme geschaut – ein bisschen wie Urlaub für die Seele. Und ganz ehrlich: Das hat richtig gutgetan.
Ich mag Ostern. Es hat für mich etwas sehr Persönliches. Es steht für Aufbruch, für Neuanfang, für diesen Moment, wenn der Frühling in die Welt kriecht – langsam, aber bestimmt. Diese Tage laden mich immer dazu ein, innezuhalten, nachzuspüren, was war – und was vielleicht neu wachsen darf.
Gestern hat mich jemand gefragt, was Gott für mich ist. Und ich konnte nur sagen: Das zwischen Gott und mir ist etwas ganz Eigenes. Für mich ist Gott nicht unbedingt jemand, der über allem wacht – sondern das, was wir im Herzen tragen. Was wir füreinander tun. Was wir teilen. Ich glaube, Gott – oder auch das Schicksal – ist das, was zwischen den Menschen passiert. In einem Blick, in einer Geste, in echter Verbundenheit. Es ist diese Energie, die uns miteinander verbindet, uns schützt, uns hält, wenn es schwer wird. Für mich sind es Schutzengel, die durch Begegnungen sprechen.
Und genau das habe ich mir gestern erlaubt zu spüren: Dankbarkeit für all das, was mich trägt – in mir und um mich herum.
Manchmal braucht es keine großen Worte. Nur ein bisschen Ruhe. Und ein bisschen Frühling im Herzen.
Alles Liebe,
Ilka
