Heute war so ein Tag, an dem ganz viel gleichzeitig passiert ist – außen und innen. Und ehrlich gesagt: Ich bin müde, aber auch ein bisschen stolz.
Ich habe viele Nachrichten geschrieben, Gespräche geführt, Mails beantwortet – mit Menschen, die sich für meinen Verein AssistenzGestalten e.V. interessieren. Es sind Begegnungen, die Mut machen. Die zeigen, dass ich mit meiner Idee nicht allein bin. Dass da draußen Menschen sind, die sich wirklich für Inklusion interessieren, für Teilhabe, für persönliche Assistenz. Menschen, die nicht nur zuschauen, sondern mitgehen wollen.
Ich lebe selbst mit persönlicher Assistenz. Und ich weiß, wie fordernd diese Rolle sein kann.
Was mir geholfen hat? Die Beratung durch den Berliner Assistenz Verein (BAV).
Ohne diese Unterstützung hätte ich vieles nicht stemmen können. Nicht, weil ich nicht wollte – sondern weil niemand allein ein ganzes System überblicken kann.
Der BAV hilft dort, wo Behörden überfordern. Er unterstützt bei Anträgen, in Krisen, bei Konflikten – und fängt auf, wenn das System versagt.
Wenn solche Strukturen wegfallen, weil das persönliche Budget nicht mehr auskömmlich refinanziert wird, bedeutet das für viele: Rückschritt.
Rückkehr in starre Dienste. Weniger Freiheit. Weniger Teilhabe. Weniger Selbstbestimmung.
Das Arbeitgebermodell ist kein Luxus – es ist ein Menschenrecht.
Und es braucht starke Beratung an der Seite derjenigen, die es leben.
Deshalb sage ich klar:
Wer Beratung kürzt, kürzt Inklusion.
Und dann war da heute noch dieser stille, kraftvolle Moment:
Meine Crowdfunding-Kampagne wurde beim offiziellen Launch Day von Startnext vorgestellt.
Mein Projekt, meine Vision, mein Verein – sichtbar. Für alle.
Und während ich das schreibe, merke ich: Es ist nicht mehr nur eine Idee im Kopf. Es ist ein Stück Realität geworden.
Was viele nicht wissen:
All das – das Konzept, die Idee, der Verein – begann in einer Nacht. In meinem Bett. Mit meinem Handy.
Weil ich mal wieder nicht wusste, wie ich den nächsten Tag organisiere.
Weil mir eine Assistenz fehlte. Und ich dachte: „Das kann doch nicht sein.“
Jetzt stehe ich hier. Und habe eine Webseite. Eine Kampagne. Einen Plan. Und Menschen an meiner Seite.
Und auch, wenn es manchmal chaotisch ist – ich spüre: Es bewegt sich was. Und ich bin mittendrin.
Klar berührt mich das alles ganz persönlich.
Manchmal wünsche ich mir mehr Menschlichkeit in politischen Entscheidungen – aber vielleicht ist das inzwischen selten geworden.
Umso mehr braucht es Menschen, die nicht nur fordern, sondern handeln. Die nicht nur reden, sondern machen. Die nicht vergessen, worum es eigentlich geht: um Menschen.
Ich wünsche mir, dass ihr meine Idee weitertragt. Dass ihr helft, ihr Flügel zu geben.
Denn was ich tue, tue ich nicht nur für mich. Sondern für viele.
http://www.assistenzgestalten.de
http://www.startnext.com/assistenzgestalten
Alles Liebe
Ilka
