Inklusion ist keine Last – sie ist eine Bereicherung.


Ein persönlicher Gedankengang von Ilka Hannig

Heute schreibe ich diesen Text aus einem ganz persönlichen Impuls heraus. Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich merke, wie wichtig es ist, Dinge auszusprechen, wenn sie uns innerlich bewegen – oder treffen.

Ich hatte heute eine Unterhaltung im privaten Umfeld. Eine von der Sorte, nach der man erstmal durchatmen muss. Eine Begegnung, bei der ich innerlich einen Schritt zurückgegangen bin – und die Person an mir vorbeiziehen ließ. Nicht, weil ich verletzt bin. Sondern weil ich gelernt habe, meine Energie zu schützen.

Der Auslöser?
Der Satz: „Du hast einfach zu hohe Ansprüche – an dich, an dein Leben, an dein Umfeld. Warum kannst du deine Situation nicht einfach akzeptieren? Andere Menschen mit Behinderung schaffen das doch auch.“

Ganz ehrlich?
Nein. Das ist nicht mein Weg. Und ja – ich habe Ansprüche. Weil ich lebe. Weil ich denke. Weil ich fühle. Und weil ich genauso ein Recht auf Selbstverwirklichung, Teilhabe und Entwicklung habe wie jeder andere Mensch auch.

Ich glaube an Inklusion. Und ich glaube daran, dass sie uns allen guttut.
Denn Inklusion ist nicht nur ein Begriff aus der Politik. Sie ist eine Haltung. Eine Entscheidung, Menschen in ihrer Einzigartigkeit ernst zu nehmen. Und ihnen nicht ihre Einschränkung vorzuhalten, sondern ihre Begabung zu sehen.

Ich bin überzeugt:
Hinter jeder Form von Einschränkung verbirgt sich auch eine besondere Gabe.
Man muss sich nur darauf einlassen.

Ich habe mich nie in ein System gepresst, das von mir erwartet, „angepasst“ zu sein. Ich bin nicht hier, um still zu funktionieren. Ich bin hier, um meine Stimme zu erheben – für mich und für andere, die es nicht können oder dürfen.

Ich bin kein „normales“ Beispiel für Behinderung – und das will ich auch nicht sein. Ich bin ich. Mit Ideen, mit Reibung, mit Mut. Und das ist gut so.

Ich passe mich nicht an – ich gehe meinen Weg.
Denn ich weiß: Wer immer nur angepasst lebt, verliert irgendwann sich selbst.

Inklusion ist nicht bequem. Aber sie ist wertvoll.
Und wenn wir den Mut haben, nicht wegzuschauen, sondern uns zu öffnen – dann verändert sie unsere Gesellschaft. Zum Guten.

Mehr über meinen Verein „AssistenzGestalten e.V.“ findest du hier:
http://www.assistenzgestalten.de

Und wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest – schau gerne bei meiner Crowdfunding-Kampagne vorbei:
http://www.startnext.com/assistenzgestalten

Ilka Hannig

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