Heute musste ich mal ein paar Gänge runterschalten. Nicht, weil ich nicht wollte – sondern weil ich einfach musste.
Die Nacht war lang, und ich habe bis spät an der Jahresabrechnung für mein persönliches Budget vom letzten Jahr gesessen. Das ist so eine Sache, die mich jedes Mal wieder bewegt.
Nicht nur, weil es viel Papierkram ist oder weil es schon längst hätte raus sein sollen – sondern weil so eine Abrechnung auch irgendwie immer ein Rückblick ist. Auf alles, was war. Auf das, was gut lief, und das, was herausfordernd war. Und ehrlich gesagt: Da hängen auch Emotionen dran.
Deshalb habe ich mir heute erlaubt, langsamer zu machen. Weniger Druck, weniger müssen – einfach mal atmen, Kaffee trinken, Gedanken sortieren.
Am frühen Abend war ich dann privat zum Essen eingeladen – das war schön, ruhig, warmherzig. Und genau das, was ich gebraucht habe.
Auf dem Heimweg wurde ich dann wieder in die Realität zurückgeholt – kalt, nass, typisch Berlin eben. Aber auch das gehört dazu.
Manchmal ist genau das wichtig:
Sich selbst zuzugestehen, dass nicht jeder Tag ein 100%-Tag sein muss. Und dass „langsamer“ nicht heißt, dass man stehen bleibt –
sondern dass man bei sich bleibt.
Alles Liebe,
Ilka
