Heute war so ein typischer Ilka-Tag: ein bisschen Kopfzerbrechen, ein bisschen Herzklopfen – und ganz viel inneres „Jetzt erst recht“.
Ich habe heute wieder viele Fragen an mein Lohnbüro im Rahmen meines persönlichen Budgets gestellt. Und ich bin ehrlich: Ich bin jemand, der nicht einfach nur blind etwas umsetzt. Ich will verstehen. Ich will wissen, was warum wie funktioniert. Aber genau da liegt der Knackpunkt – denn verstanden habe ich heute vieles trotzdem nicht.
Es ist einfach verrückt, wie kompliziert die Gesetze im Arbeitgebermodell sind. Man übernimmt Verantwortung, führt Menschen, schreibt Dienstpläne – und trotzdem fühlt es sich oft nicht wie eine richtige Firma an. Weil es keine ist.
Weil ständig neue Sonderregeln auftauchen. Weil Minijob-Grenzen, Zuschüsse, Urlaubsvertretungen und Krankheitsfälle plötzlich zu juristischen Stolperfallen werden.
Und doch – oder gerade deshalb – geht mein Projekt weiter.
Der Verein wird weiter vorbereitet. Gemeinsam mit meinem Team planen wir die nächsten Schritte, strukturieren die Satzung, feilen an der Formulierung unserer Ziele und überlegen, wie wir sichtbar und wirksam werden können.
Parallel entsteht die Website und die Crowdfunding-Seite – langsam, aber mit ganz viel Herz. Denn es geht nicht nur um Technik. Es geht um Vertrauen. Um Verständnis. Um den Wunsch, dass Menschen mit Assistenzbedarf nicht länger allein durch dieses komplexe System navigieren müssen.
Die Notfall-Assistenz-App, die ich entwickle, ist deshalb viel mehr als ein digitales Produkt. Sie ist für mich eine Antwort auf genau diese Tage wie heute – an denen ich merke, wie viel Struktur fehlt, wie viel Unsicherheit mitschwingt, und wie viel Mut es braucht, sich Hilfe zu organisieren.
Ich habe nicht auf alles eine Antwort. Aber ich habe eine Richtung. Und ich gehe sie weiter.
Alles Liebe,
Ilka
