Kleine Schritte, große Vision – und Herausforderungen, die dazugehören.

Heute war wieder einer dieser Tage, an dem ich zwischen ganz viel Tun auch spüren konnte, wie viel hinter den Kulissen mitschwingt – und was mich antreibt, weiterzumachen.

Ich habe mich um viele kleine, aber wichtige Dinge gekümmert: Social Media gepflegt, E-Mails beantwortet, eine offizielle Kontaktadresse für den Verein eingerichtet. Ich habe mir Plattformen und andere Projekte angeschaut, um zu verstehen: Wo ist unsere Lücke? Und immer wieder merke ich: Die gibt es.

Denn die Nachfrage nach persönlicher Assistenz im Arbeitgebermodell wächst – in Deutschland genauso wie in Österreich. Menschen mit Behinderung wollen selbstbestimmt leben – und übernehmen dafür große Verantwortung.

Aber genau da beginnt es oft zu wackeln. Denn was passiert, wenn eine Assistenzkraft kurzfristig ausfällt? Wenn man Personalmangel hat, Minijobber nicht dauerhaft planen kann, und der Alltag trotzdem laufen muss? Ich hatte heute wieder ein paar schwere Gespräche dazu – im Rahmen meines eigenen persönlichen Budgets. Und ich spüre dabei immer wieder: Das System ist nicht für diese Realität gemacht.

Viele Plattformen, die es gibt – betreut.de, pflegekraft.de und andere – helfen in diesen Fällen nicht wirklich weiter. Sie sind nicht auf die Bedürfnisse von Assistenznehmer:innen im Arbeitgebermodell zugeschnitten. Es fehlt an Barrierefreiheit, Echtzeitlösungen, Notfallfunktionen – und an Menschlichkeit.

Deshalb entwickle ich die Notfall-Assistenz-App.

Eine App, die genau in diesen Momenten greift.
Eine App, die Assistenzkräfte in der Nähe sichtbar macht – schnell, datensicher, unkompliziert.
Eine App, die langfristig auch Kalender, Matching, Chatfunktionen und faire Bedingungen für Assistent:innen bietet.

Getragen wird das Ganze von einem gemeinnützigen Verein, der aufklärt, politisch begleitet, weiterbildet und vernetzt.

Es geht nicht nur um Technik. Es geht um Struktur, um Sicherheit – und um echte Teilhabe.

Und ja, es gibt Tage, an denen mich das alles erschöpft. Aber es gibt noch mehr Tage wie heute, an denen ich spüre: Ich bin auf dem richtigen Weg. Schritt für Schritt. Nicht perfekt. Aber echt.

Alles Liebe,
Ilka

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