Ich glaube an das, was ich tue – und das macht den Unterschied.



Ein persönlicher Bericht von Ilka Hannig

Manchmal halte ich kurz inne und bin selbst überrascht, was ich gerade alles bewege. Nicht, weil es mir immer leichtfällt. Sondern weil ich es tue – weil ich an das glaube, was ich mache.

Ich war nie jemand, der still bleibt, wenn etwas nicht passt. Ich habe immer hinterfragt, bin oft aufgestanden, wo andere sitzen geblieben sind. Und ja, genau deshalb wurde ich in meinem Leben schon oft als Quirulantin bezeichnet.

Ich wurde in Schubladen gesteckt, weil ich mit meiner körperlichen Einschränkung angeblich „zu normal“ war. Ich hatte klare Vorstellungen, hatte Ansprüche – nicht höher als andere, aber eben nicht niedriger nur weil ich im Rollstuhl sitze.

Für viele war das unbequem. Ich war nicht die, die sich leise einfügt. Ich war oft „anders, als man es erwartet hätte“. Aber genau das war und ist meine Stärke.

Ich denke schon immer so:
Ich habe vier Räder unter dem Hintern – ja und?
Das ist kein Hindernis. Es ist eine Herausforderung. Und Herausforderungen sind da, um sie anzunehmen.

Hinter jeder Einschränkung steckt auch eine besondere Gabe.
Man muss nur den Mut haben, hinzuschauen – bei sich selbst und bei anderen.

Ich bewege mich weiter, mit Haltung, mit Ideen, mit dem Willen zur Veränderung. Nicht, weil ich beweisen muss, dass ich es kann.
Sondern weil ich weiß, dass es Sinn macht.

Und weil ich daran glaube, dass Barrieren nicht nur aus Beton sind – sondern oft in Köpfen beginnen. Und genau dort will ich sie abbauen.

Ilka Hannig
Ilka_Hannig@web.de

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