Heute war wieder so ein Tag, an dem ich gemerkt habe, wie viel gerade passiert. Ich habe mich weiter intensiv mit der Finanzierung meiner Notfall-Assistenz-App beschäftigt, neue Wege durchdacht und versucht, die richtigen Menschen zu finden, die mich auf diesem Weg begleiten.
Die Idee, einen Verein zu gründen, um Fördermittel beantragen zu können, wird immer konkreter. Es wäre nicht nur ein finanzieller Vorteil, sondern könnte auch eine stärkere Lobby für persönliche Assistenz im Arbeitgebermodell schaffen. Ich habe bereits erste Rückmeldungen aus meinem Netzwerk bekommen – es scheint eine machbare Lösung zu sein, aber es braucht noch die passenden Strukturen und Partner.
Heute habe ich wieder viele Mails geschrieben – an Förderer, Politiker, Stiftungen und Banken. Besonders spannend war der Kontakt zur Berliner Sparkasse und zur KfW Bank, um mögliche Finanzierungswege zu klären. Parallel dazu habe ich meinen Förderantrag weiter vorbereitet – ein aufwendiger Prozess, aber einer, der mich dem Ziel näherbringt.
Auch auf Social Media passiert gerade unglaublich viel! Ich bekomme viele Kontaktanfragen auf all meinen Kanälen, was mich total überwältigt. So viele Menschen interessieren sich für mein Projekt, wollen sich austauschen oder einfach nur unterstützen – das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Aber dann gibt es auch die anderen Begegnungen. Heute hatte ich ein Gespräch, das mich emotional beschäftigt hat. Ein Kommentar, der sinngemäß lautete: „Behinderte können doch einfach zu Hause bleiben. Warum willst du denn arbeiten gehen? Du wärst doch dumm, wenn du deine soziale Absicherung freiwillig aufgibst.“
Und genau da liegt das Problem. Nein, ich bin nicht dumm. Vielleicht wäre es für manche einfacher, sich zurückzulehnen und in der Sicherheit zu bleiben. Aber genau das ist der Punkt: Ich habe das Recht zu arbeiten, das Recht, meine Ideen umzusetzen – und ich fordere dieses Recht ein!
Dieses Gespräch hat mich kurz ins Nachdenken gebracht, aber es hat mir vor allem eines gezeigt: Wie wichtig es ist, weiterzumachen. Es wird immer Menschen geben, die nicht verstehen, warum ich das tue. Aber es gibt auch so viele, die mich unterstützen, die den Sinn hinter meiner Idee sehen – und genau für diese Menschen mache ich weiter.
Ich werde meinen Weg finden – und ich werde ihn gehen.
Alles Liebe,
Ilka
