Inklusion, Teilhabe und persönliche Assistenz – warum mir dieses Thema so wichtig ist.


von Ilka Hannig

Für mich gehören Inklusion, Teilhabe und persönliche Assistenz untrennbar zusammen. Ich lebe jeden Tag damit und merke oft, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit und in der Politik kaum Beachtung findet. Manchmal frage ich mich, ob das bewusst passiert oder ob viele einfach nicht wissen, wie sie mit Inklusion und Teilhabe umgehen sollen. Vielleicht schwingt da auch die Angst mit, dass es teuer werden könnte, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt.

Dabei ist genau das Gegenteil der Fall! Das persönliche Budget im Arbeitgebermodell ist ein gutes Beispiel dafür. Es spart dem Staat sogar Geld, weil die Betroffenen – oder besser gesagt die „Nutzer“ – selbst die Organisation übernehmen. Ich erlebe es täglich: Wenn ich meine Assistenzkräfte selbst einstelle und alles eigenständig manage, dann entlaste ich damit das Sozialsystem und gewinne gleichzeitig mehr Selbstbestimmung.

Genau deshalb habe ich die Idee für meine Notfall-Assistenz-App entwickelt. Ich möchte damit nicht nur im Alltag helfen, sondern vor allem das Thema persönliche Assistenz und Inklusion sichtbarer machen. Es geht mir darum, dass diese Themen mehr Lobbyarbeit und Aufmerksamkeit bekommen – denn am Ende geht es immer um das Gemeinwohl und darum, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Ich weiß, dass viele Menschen, die mit Assistenz leben oder in diesem Bereich arbeiten, sich mehr Anerkennung und Respekt wünschen. Schließlich ist Teilhabe ein Menschenrecht, wie es in der UN-Behindertenrechtskonvention steht. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam mehr Offenheit schaffen und zeigen, wie viel Potenzial in echter Inklusion steckt.

Mit meiner Notfall-Assistenz-App möchte ich einen kleinen Beitrag dazu leisten. Mein Ziel ist es, Barrieren abzubauen, neue Wege zu gehen und das Thema Inklusion und persönliche Assistenz in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

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